Studien Analysen

Ganze Tomaten verringern Prostatakrebsrisiko

Lycopene allein nicht ausreichend

Neue Forschungen haben nachgewiesen, dass das Carotinoid Lycopene nicht allein für ein verringertes Prostatakrebsrisiko verantwortlich ist. Laut Wissenschaftlern der University of Illinois und der Ohio State University ist die Wirksamkeit von Lycopene in Kombination mit anderen in Tomaten vorkommenden Substanzen deutlich erhöht. Das Antioxidant Lycopene liefert als Pigment den roten Farbstoff für Tomaten. Aufgrund seiner möglichen Wirksamkeit gegen Prostatakrebs wurden in den vergangen Jahren verschiedene Nahrungsergänzungsmittel mit Lycopene auf den Markt gebracht. Laut dem leitenden Wissenschaftler John Erdman Jr. bietet das Essen von Tomaten einen besseren Schutz.

Für Tests wurden 194 männliche Ratten an der University of Illinois mit einem Prostatakrebs auslösenden Karzinogen behandelt. Sie erhielten mit ihrer Nahrung entweder Tomatenpulver, reines Lycopene oder eine Kontrollsubstanz. Nach vier Wochen wurden die Tiere in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine erhielt uneingeschränkten Zugang zu Futter, die andere erhielt 80 Prozent der Rationen der ersten. In einem nächsten Schritt wurden Gewebe- und Blutproben an der Ohio State University untersucht.

Es zeigte sich, dass die Einnahme von Tomatenpulver das Risiko an Prostatakrebs zu sterben um 26 Prozent verringerte. Die Ratten, die das reine Lycopene erhalten hatten, waren einem ähnlichen Risiko wie die Kontrollgruppe ausgesetzt. Laut Erdmann wirkte das Tomatenpulver deutlich lebensverlängernd und verringerte das Krebsrisiko. Gegen Ende der Studie waren 80 Prozent der Tiere der Kontrollgruppe, 72 Prozent der Lycopene-Gruppe und 62 Prozent der Tomatenpulver-Gruppe an Prostatakrebs gestorben. Die Ratten, die weniger zu fressen hatten, verfügten unabhängig von den Zusätzen über ein geringeres Risiko. Die Studie wurde im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht.



Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar