Injektion des Toxins reduziert Schweißbildung
Botulinum Toxin A eignet sich nicht nur zum Glätten von Stirn- und Augenfalten. Den Angaben von Forschern der Christian-Albrecht-Universität in Kiel und der Ludwig-Maximilian-Universität in München zufolge reduzieren sich durch eine Botox-Injektion in die Achselhöhle die Schweißbildung und lästiger Körpergeruch. Der zugrunde liegende Mechanismus schließt ein Zusammenspiel mit der mikrobiellen Besiedlung der Haut und die Denervierung (“Entnervung”; Trennung einer nervalen Verbindung) ein. Weitere Studien sollen dies nun klären, schreiben die Forscher im Fachblatt Archives of Dermatology.
Das Team injizierte 16 Probanden Botulinum Toxin A (Dysport, 100 Einheiten gelöst in einer 0,9prozentigen NaCl-Lösung) in eine Achselhöhle und eine reine 0,9prozentige NaCl-Lösung in die andere. Alle Probanden trugen 24 Stunden lang T-Shirts. Nach neun Tagen erhoben die Forscher den Körpergeruch mittels einem T-Shirt-Schnüffeltest. Die Skala reichte von “null” für unangenehm bis “sechs” für angenehm. Den Angaben der Forscher zufolge erhielten Botox-behandelte T-Shirts eine Bewertung von 1,83. Die Bewertung von T-Shirts von unbehandelten Probanden fiel schlechter aus und lag im Durchschnitt bei 2,69.
Anschließend wurde ein anderes Bewertungsmodell von “minus drei” für unangenehm bis “plus drei” für angenehm herangezogen. T-Shirts von Probanden, die mit Botox behandelt wurden, erhielten eine Bewertung von plus 0,46. Die Bewertung von T-Shirts, deren Träger nicht mit Botox behandelt wurden, viel mit minus 1,14 schlechter aus. Außerdem seien die Achselhöhlen von Botox-behandelten Probanden viel trockener gewesen, hieß es weiter.

