Das Forscherteam um Prof. Harald Hampel, Leiter des Alzheimer Gedächtniszentrums im Klinikum der Universität München (LMU) und Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie am Trinity College in Dublin, zeigte, dass BACE bei Probanden mit leichten mentalen Defiziten und damit erhöhtem Risiko der AD deutlich erhöht ist.
Damit könnte BACE im Nervenwasser ein klinischer Biomarker für die Früherkennung der Alzheimer Demenzen sein. Biomarker sind messbare Substanzen, die als Indikatoren für eine Krankheit gelten. Hat ein Proband eine abnorm erhöhte BACE-Konzentration im Nervenwasser, könnte das darauf hindeuten, dass eventuelle Gedächtniseinbußen auf Alzheimer-typische Gehirnveränderungen zurückzuführen ist.
Das Enzym beta-Secretase, kurz BACE, ist maßgeblich an der Entstehung der Amyloid-Plaques, den zentralen krankhaften Ablagerungen im Gehirn der an Alzheimer erkrankten Patienten beteiligt. Die Forscher nehmen an, dass die BACE-Konzentration im Nervenwasser diese Gehirnveränderungen widerspiegeln und damit für den Kliniker messbar machen könnte.
Diese Ergebnisse werden momentan in weiteren Studien validiert. Die Forschergruppe entwickelt zusammen mit dem Kooperationspartner Prof. Yong Shen aus den USA eine Messmethode von BACE im Blut, die die jetzige Messung von BACE im Nervenwasser stark vereinfachen könnte.
Diese neuen Ergebnisse werden auf der internationalen Konferenz über Alzheimer-Demenz (ICAD, 26. – 31. Juli 2008) in Chicago Ende Juli von Prof. Hampel vorgestellt.

