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2.000-jähriger Athlet liefert Hinweise für korrosionsfreie Metalle

Fast 2.000 Jahre hat eine rund 1,9 Meter hohe Statue eines griechischen Athleten vor der kroatischen Küste am Meeresboden gelegen, ehe sie geborgen wurde.

Nun haben Wissenschaftler des Rudjer Boskovic Institut in Zagreb entdeckt, dass sie Hinweise zur Erfindung neuer Antifäulnisfarben liefern könnte. In mühevoller Kleinarbeit ist es den Forschern in Zagreb gelungen, den Bewuchs, der zwischen drei und fünf Zentimeter dick war, von der Statue zu entfernen. Dabei eröffnete sich den Forschern eine durch Korrosion farblich veränderte Statue, berichtet National Geographic Online.

Bedeckt war die Statue von biomineralischen Organismen wie Röhrenwürmern, Muscheln und Seepocken. Darunter erschien das korrodierte Metall in seltsamen Farben. “Die Farben sind durch die Bildung von grünen Kupferoxiden entstanden. Die rote Farbe der Lippen stammt von den Zinn-Einlagerungen der Bronze”, berichtet Davorin Medakovic vom Rudjer Boskovic Institut. Was die kroatischen Forscher allerdings sehr interessierte, war die Frage inwieweit marine Lebewesen Metalle absorbieren, um ihre eigene Schale aufzubauen. Dabei ist ihnen aufgefallen, dass sogar Lebewesen, die nicht direkt in Kontakt mit der Statue waren, einige der Metalle in sich trugen.

Die Studie hat zudem gezeigt, wie groß die Belastungen und Störungen durch die Aufnahme von Metallen für den Stoffwechsel der Tiere waren. “Sie führten dazu, dass einige der Lebewesen untypische Mineralien erzeugten”, so Medakovic. Durch die ständige Aufnahme von Kupfer und Zinn, haben die Organismen auf der Statue die Metalle verdaut und Gehäuse gebildet, die unübliche Mengen von Magnesiumkalzit und Aragonit aber auch Spuren von Feldspat und Quarz enthielten.

Da die Forscher nun wissen, welche Metalle die Verdauung der Lebewesen stören, könnte man solche herstellen, die resistenter gegen Fäulnis sind. Damit könnte man zum Beispiel verhindern, dass Organismen ganze Schiffsrümpfe “wegfressen”.



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