In Deutschland hat jede vierte Person eine Einwanderungsgeschichte. Von diesen 21,2 Millionen Menschen sind rund drei Viertel selbst nach Deutschland zugewandert, ein weiteres Viertel wurde hierzulande geboren. Doch wie geht es dieser vielfältigen Bevölkerungsgruppe – wie zufrieden ist sie? Antworten darauf gibt der aktuelle BiB.Monitor Wohlbefinden 2025 des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB). Auf Basis des familiendemografischen Panels FReDA und weiterer Datensätze untersucht der diesjährige Monitor, wie sich die Lebenszufriedenheit von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen nach ihrer Ein- und Auswanderungsgeschichte unterscheidet. Dies umfasst…
Ein Team der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) setzt erfolgreich fremde Immunzellen gegen das humane JC-Virus ein und heilt Schwersterkrankte. Die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) ist eine seltene, aber schwerwiegende Gehirninfektion. Sie zerstört das Hirngewebe allmählich und führt häufig innerhalb von wenigen Wochen zum Tod. Ausgelöst wird sie vom humanen Polyomavirus 2 – auch bezeichnet als John-Cunningham-(JC-)Virus. 2021 hat ein interdisziplinäres Team der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) um Professor Dr. Thomas Skripuletz, Oberarzt an der Klinik für Neurologie mit Klinischer Neurophysiologie,…
Interdisziplinäres Forschungsteam der Uni Jena und des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (HKI) entwickelt im Förderprogramm „CZS Durchbrüche“ der Carl-Zeiss-Stiftung neue Strategien gegen resistente Keime. Jahr für Jahr sterben mehr Menschen an den Folgen einer Infektion mit antibiotikaresistenten Keimen. Bis 2050 könnten es laut einer aktuellen Studie weltweit mehr als 39 Millionen sein. Eine Entspannung der globalen Antibiotika-Krise ist nicht in Sicht. Besonders gravierend dabei: Das Problem ist weitgehend hausgemacht. „Dass sich Resistenzgene gegen Antibiotika so stark und schnell ausbreiten,…
Google Quantum AI und Quantenphysiker der Freien Universität Berlin veröffentlichen wegweisende Ergebnisse zu Hamiltonoperatoren. Ein Forschungsteam der Freien Universität Berlin und von Google Quantum AI hat eine innovative Methode zur präzisen Bestimmung von Hamiltonoperatoren entwickelt. Diese sind essenziell für das Verständnis und die Simulation physikalischer Systeme und spielen eine Schlüsselrolle in der Quantentechnologie. Die neu entwickelte Methode könnte künftig hochpräzise Quantensimulationen ermöglichen und wurde kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht (Link zur Studie: https://www.nature.com/articles/s41467-024-52629-3). Hamiltonoperatoren, benannt nach William…
Forschende der TU Braunschweig testen neue Infrastruktur für den offenen Ozean. Die Aquakultur ist der weltweit am schnellsten wachsende Lebensmittelsektor. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, sind Lösungen außerhalb der durch Schifffahrt, Tourismus und Ausbau von Küstenbauwerken belasteten Küstengewässer gefragt. Das internationale Verbundprojekt „Ngā Punga o te Moana – Anchoring Our Open Ocean Future“, an dem die TU Braunschweig beteiligt ist, setzt genau hier an. Es verfolgt das Ziel, die Aquakultur aus überlasteten Küstenregionen in offene, exponierte Offshore-Gebiete zu…
Bonner Forschende zeigen, welches Verfahren den Verwurf des Narkosemittels verringert: Propofol wird im OP zur Narkoseeinleitung verwendet. Um die Narkose aufrechtzuerhalten, folgt bei einer total intravenösen Anästhesie standardmäßig eine Dauerinfusion des Mittels über eine separate Spritzenpumpe. Ganz nachhaltig ist das nicht: Propofol produziert etwa 45 Prozent des Medikamentenabfalls im OP und ein Viertel des Mittels bleibt ungenutzt übrig. Forschende des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn haben nun gezeigt, dass eine alternative Methode das Abfallaufkommen reduziert. Statt einer separaten…
Fraunhofer IWS kombiniert Konzepte aus der Natur mit Sensorik und 3D-Druck. Damit Ernteroboter, U-Boot-Greifer und autonome Rover auf fernen Planeten künftig universeller einsetzbar und selbstständiger werden, bringen Forschende des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS aus Dresden ihnen das Fühlen bei: Sie arbeiten in verschiedenen Projekten gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung an künstlichen Greifern, die nach dem Vorbild der Natur konstruiert sind. Dabei hilft die Kombination von 3D- und Dispensdruck mit weiteren Technologien – eine wichtige Rolle spielen…
Jedes Jahr erhalten rund 17.000 Menschen in Deutschland die Diagnose aggressives „Non-Hodgkin-Lymphom“. Das so genannte diffus großzellige B-Zell-Lymphom ist dabei eine der häufigsten Varianten dieser Tumorerkrankung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität des Saarlandes sowie des Universitätsklinikums haben nun eine neue Möglichkeit entdeckt, wie man die Überlebenschancen für Betroffene genauer als bisher vorhersagen kann. Ihre Studie wurde im Fachjournal Molecular Cancer veröffentlicht. Eine Krebsdiagnose ist für die Betroffenen meist ein großer Schock. Man fragt sich natürlich gleich: Wie stehen meine Chancen?…
Neue Studie stellt die Rolle von Dopamin bei Schmerzlinderung in Frage. Eine neue Studie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen liefert überraschende Erkenntnisse zur Rolle des Botenstoffs Dopamin bei der Entstehung von positiven Behandlungserwartungen und dem Placeboeffekt. Anders als bisher angenommen, konnte das Forschungsteam keinen direkten Einfluss von Dopamin auf diese beiden Effekte nachweisen. Ein Forschungsteam des Sonderforschungsbereichs „Treatment Expectation“ um Prof. Dr. Ulrike Bingel, Professorin für klinische Neurowissenschaften und Leiterin der universitären Schmerzmedizin an der…
An der Universitätsmedizin Magdeburg wird eine interdisziplinäre Forschungsinitiative gestartet, um innovative Zell- und Immuntherapien zu entwickeln. Ziel des Forschungsprojekts „ZELL-THEMA“ ist es, neuartige Zell- und Immuntherapien noch sicherer, effektiver und für schwerkranke Patientinnen und Patienten mit Krebs- sowie Autoimmunerkrankungen breiter verfügbar zu machen. Im Rahmen dieses zukunftsweisenden Projektes werden an der Universitätsmedizin Magdeburg die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Zellprodukten verbessert, neue Therapeutika entwickelt und Produktionsprozesse optimiert, wobei ein klarer Fokus auf standortübergreifender Zusammenarbeit liegt. Langfristig sollen die entwickelten Therapieverfahren in…
Die personalisierte Medizin mit individuell maßgeschneiderten Therapien wird bei Krebserkrankungen mehr und mehr Realität. Dazu benötigt es einen genauen Blick in das Erbgut der Tumoren, ein molekulardiagnostisches Tumorprofil. Eine Forschergruppe aus dem Deutschen Netzwerk für Personalisierte Medizin hat bundesweit erfasst, nach welchen Qualitätsstandards die Genomanalysen in Deutschland durchgeführt werden. Die Daten sind Voraussetzung, um die sogenannte Gensequenzierung in die Routineversorgung zu integrieren. Federführend war die Arbeitsgruppe um Professor Albrecht Stenzinger von der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und dem…
Die FernUniversität in Hagen hat den Immersive Collaboration Hub (ICH) eröffnet: einen Ort, an dem die Zukunft des Lernens und Arbeitens zu erleben ist. Das ICH vereint modernste Technologien aus den Bereichen Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR), Mixed Reality (MR) und Künstlicher Intelligenz (KI). Damit lassen sich immersive Erlebnisse gestalten, bei denen Nutzer:innen in virtuelle Welten eintauchen – der Mensch als Teil digitaler Präsentationen. Realität und Virtualität verschmelzen. Holografic Display (c) Volker Wiciok / FernUniversität Eingebettet ist der…
Ein Tal auf dem Mars erkunden, Höhlen erforschen, nach Leben suchen: Das sind die Ziele der deutschen Forschungsinitiative VaMEx. Die Professur für Raumfahrttechnik der Uni Würzburg ist daran beteiligt. Über den Mars erstreckt sich ein gewaltiges Tal: Das Valles Marineris ist 3.000 Kilometer lang, 600 Kilometer breit und im Durchschnitt acht Kilometer tief. Sein lateinischer Name geht auf den Mars-Orbiter „Mariner“ zurück, der das Tal Anfang der 1970er-Jahre entdeckte. Seit 2012 erhält dieser größte bekannte Canyon im Sonnensystem die besondere…
Prestigeträchtige US-Forschungsförderung… Ein interdisziplinäres Team von Forschenden der Universität Duisburg-Essen und der Westfälischen Hochschule hat erfolgreich eine Forschungsprojekt-Förderung durch das renommierte Joint Genome Institute des Lawrence Berkeley National Laboratory (LBL), Department of Energy der USA zur Entschlüsselung des Erbguts der Algensammlung der Universität Duisburg-Essen eingeworben. Nach intensiven Aufbaujahren ist die wissenschaftliche Algensammlung mit mehr als 7000 Stämmen eine der größten weltweit. Die Algensammlung der Universität Duisburg-Essen (UDE) ist mit mehr als 7000 Stämmen eine der größten ihrer Art weltweit und…
Interdisziplinäres Forschungsteam verwendet Mikrokugeln aus DNA, um die Entwicklung von gezüchtetem Gewebe zu steuern. Mithilfe eines neuen Verfahrens des Molekularen Engineering können Organoide gezielt in ihrer Entwicklung beeinflusst werden. Zum Einsatz kommen dabei Mikrokugeln aus gezielt gefalteter DNA, die im Inneren der Gewebestrukturen Wachstumsfaktoren oder andere Signalmoleküle freisetzen. Dadurch entstehen wesentlich komplexere Organoide, die die entsprechenden Gewebe besser nachahmen und einen realistischeren Zellmix aufweisen als bisher. Ein interdisziplinäres Forschungsteam des Exzellenzclusters „3D Matter Made to Order“ mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern…
CAU und UKSH übernehmen Führung bei europaweiter Studie zu Herzrhythmusstörungen Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, haben die Leitung des STOPSTORM-Konsortiums übernommen. Diese europaweite Initiative wird von der EU im Rahmen des Horizon 2020 Programms gefördert und untersucht die innovative Anwendung der stereotaktischen Strahlentherapie zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. PD Dr. Oliver Blanck aus der Klinik für Strahlentherapie am Campus Kiel koordiniert das Projekt. Seit Ende 2022 untersucht das Konsortium im Rahmen einer europaweiten Registerstudie…
Wenn wir etwas lernen, können wir es normalerweise in jedem neuen Kontext wieder abrufen: Wer in Frankreich Autofahren gelernt hat, kann das auch in Deutschland. Der Kontext spielt dann eine Rolle, wenn es darum geht, Gelerntes wieder loszuwerden. „Wer in der Psychotherapiepraxis die Spinnenangst erfolgreich überwunden hat, ist oft doch wieder starr vor Angst, wenn er im eigenen Keller einer Spinne begegnet“, erklärt Prof. Dr. Nikolai Axmacher, Neuropsychologe an der Ruhr-Universität Bochum. Er und sein Team nutzen Einblicke in die…