Alle Neuigkeiten

Energie & Elektrotechnik

Grüner Wasserstoff für Subsahara-Afrika

Forschende der Hochschule Bochum pilotieren mit Partnern erstes dezentrales, grünes Wasserstoffprojekt mit Mini-Grid in Ghana. Forschende der Hochschule Bochum haben in Zusammenarbeit mit den Unternehmenspartnern SFC Energy AG und Green Power Brains einen wichtigen Meilenstein für ein wegweisendes Projekt zur dezentralen Nutzung von grünem Wasserstoff in Mini-Grids erreicht. Erstmals wird grüner Wasserstoff vor Ort zur lokalen Nutzung produziert, gespeichert und bei Bedarf wieder in elektrischen Strom umgewandelt. Ein Mini-Grid ist ein lokales Energiesystem, das Gebiete bzw. Gebäude, teilweise fernab des…

Geowissenschaften

Instabiles Klima – schlechte Karten für die Menschheit

Große Studie verknüpft die Entwicklungsgeschichte des Menschen mit Klimadaten. Ob Kulturen im Laufe von Jahrtausenden erblühten oder vergingen, hing zum grossen Teil davon ab, wie stark sich das Klima wandelte. Das legt eine Studie nahe, in der ein internationales Team unter der Leitung des Helmholtz-Zentrums Hereon Klimadaten mit Zehntausenden von archäologischen Funden abgeglichen hat. Wie die Forscher im Magazin „Nature Communications“ schreiben, schrumpfte die Bevölkerung auf den verschiedenen Kontinenten, wenn das Klima über lange Zeit instabil wurde. Eine aktuelle internationale…

Biowissenschaften Chemie

Neue Antibiotika-Produzenten beschrieben

Alte Schätze der DSMZ mit neuem Potential… Forschende benennen neu beschriebene Bakterien ausschließlich nach Wissenschaftlerinnen. Forschende rund um Dr. Imen Nouioui und Prof. Dr. Yvonne Mast von der Abteilung Bioressourcen für Bioökonomie und Gesundheitsforschung am Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH haben 28 Actinomyceten charakterisiert und auf ihr biotechnologisches Potential untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass diese Actinomyceten alle eine abtötende Wirkung gegenüber einer Auswahl von anderen Bakterien und Hefen haben. Die Ergebnisse publizierten die Forschenden jetzt…

Biowissenschaften Chemie

Neue Ära in der Amphibienbiologie

Forschende am ISTA untersuchen das Nervensystem von Fröschen mit harmlosen Viren. Amphibien spielen in der Evolution eine wichtige Rolle, da sie den Übergang vom Wasser- zum Landleben verkörpern. Sie sind entscheidend für das Verständnis des Gehirns und Rückenmarks von Tetrapoden, zu denen auch der Mensch gehört. Eine Gruppe von Forschenden, der auch ein Team am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) angehört, zeigt nun, wie harmlose Viren zur Analyse der Entwicklung des Nervensystems von Fröschen genutzt werden können. Die…

Biowissenschaften Chemie

Wie Pilze Pflanzenwurzeln besiedeln

Forschende des Exzellenzclusters für Pflanzenwissenschaften CEPLAS an der Universität zu Köln haben zwei Pilzenzyme identifiziert, die das Immunsystem von Pflanzen überlisten und somit eine entscheidende Rolle bei der Besiedlung von Pflanzenwurzeln spielen. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Möglichkeiten für Eingriffe in der Medizin und der Landwirtschaft / Veröffentlichung in Cell Host & Microbe. In der Natur werden Pflanzenwurzeln immer von Pilzen besiedelt. Diese Wechselwirkung kann entweder zum beiderseitigen Vorteil sein, oder aber pathogen, wenn der Pilz die Wirtspflanze schädigt. Wissenschaftler*innen um…

Biowissenschaften Chemie

So bringt man Holz zum Leuchten!

Holzveredelung durch Biolumineszenz. Seit immer mehr Laubbäume in Schweizer Wäldern angepflanzt werden, deren Holz bisher häufig direkt verheizt wird, sind innovative Ideen für eine Kaskadennutzung gefragter denn je, um die Ressource Laubholz nachhaltiger zu verwerten. Empa-Forschende statten Holz daher mit neuen Funktionalitäten aus. Ihr neuester Coup: Holz, das leuchten kann. Um Klimawandel und Borkenkäfer zu trotzen, werden in Schweizer Wäldern vermehrt Laubbäume gepflanzt. Deren Holz sollte möglichst mehrfach (und lange) verwendet werden, bevor es als Brennholz endet und das gespeicherte…

Medizintechnik

Wegweisend für die Diagnostik

Forschende der Universität Jena entwickeln Biosensor auf Graphen-Basis. Zweidimensionale Materialien wie Graphen sind nicht nur ultradünn, sondern auch äußerst empfindlich. Forschende versuchen deshalb seit Jahren, hochsensible Biosensoren zu entwickeln, die sich diese Eigenschaft zunutze machen. Feldeffekttransistoren auf Graphen-Basis könnten beispielsweise winzigste Veränderungen der elektronischen Eigenschaften registrieren, die die Moleküle verursachen, wenn sie mit dieser atomar dünnen Schicht interagieren. Doch ausgerechnet die Hypersensivität des Materials steht der praktischen Umsetzung dieser Idee bisher im Wege. Jetzt haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität…

Ökologie Umwelt- Naturschutz

Rotorblätter wiederverwenden

h_da-Team als „Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland“ ausgezeichnet. Rotorblätter von Windkraftanlagen wiederverwenden statt zu entsorgen: Das „Creative Lab rethink*rotor“ am Fachbereich Architektur der Hochschule Darmstadt (h_da) zeigt, dass sich hieraus Schallschutzwände oder Stadiondächer bauen lassen. Das Projektteam wurde nun im Namen der Bundesregierung als „Kultur- und Kreativpilot*innen Deutschland“ ausgezeichnet. Am Campus Darmstadt präsentiert das h_da-Team demnächst in einer Ausstellung den neuesten Ansatz der Forschungsgruppe: ausgediente Rotorblätter als Bauelemente für Freilichtbühnen. Prof. Marcin Orawiec (3.v.l.) mit rethink*rotor-Team vom Fachbereich Architektur der Hochschule…

Energie & Elektrotechnik

Weltweit erstes Zentrum für Solarbatterien

Strategische Partnerschaft zur Optoionik von TUM und Max-Planck-Gesellschaft. Energie von Sonnenlicht direkt elektrochemisch speichern Optoionik als Querschnittswissenschaft zwischen Optoelektronik und Festkörperionik Bayern als internationaler als Innovationsführer bei solarer Energiespeicherung Das weltweit erste Zentrum für Solarbatterien und optoionische Technologien entsteht in Bayern. Die Technische Universität München (TUM) und die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) haben dafür mit Unterstützung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums die Weichen gestellt. Mit dem SolBat-Zentrum soll ein einzigartiges Forschungsökosystem aufgebaut werden, um neuartige Energiespeicher zu erforschen und Anwendungen zu entwickeln, um die…

Medizin Gesundheit

Kombinierte Immuntherapie als Erstbehandlung

… für bestimmte Endometriumkarzinom-Patientinnen wirksamer als Chemotherapie. In einer internationalen klinischen Phase III-Studie (LEAP-001) unter der Leitung des Innsbrucker Gynäkologen Christian Marth wurde überprüft, ob die kombinierte Immuntherapie der Chemotherapie als Erstlinienbehandlung beim fortgeschrittenen oder wiederkehrenden Endometriumkarzinom überlegen ist. Das Ergebnis der Studie fällt negativ aus: Die Immuntherapie war nicht besser als die Chemotherapie. Die gute Nachricht: Eine bestimmte Patientinnen-Gruppe profitiert von der kombinierten Immuntherapie. Das Endometriumkarzinom (Gebärmutterkörperkrebs) ist die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Genitalorgane und im frühen Stadium gut…

Medizintechnik

Köpfe, KI, MRT: Einblicke ins Gehirn

…mittels Künstlicher Intelligenz und „rasanten“ Messverfahren Mit Künstlicher Intelligenz (KI) und beschleunigten Messroutinen möchte Prof. Alexander Radbruch die bisherigen Fähigkeiten der Magnetresonanztomografie erweitern, neue Erkenntnisse über das Gehirn ermöglichen und die Diagnostik neurodegenerativer Erkrankungen verbessern. Der Bonner Radiologe und Neurowissenschaftler leitet am DZNE den neuen Forschungsschwerpunkt „Human Imaging“. Die Magnetresonanztomografie (MRT) hat seit langem einen festen Platz in der medizinischen Versorgung und der Wissenschaft – das gilt insbesondere für die Hirnforschung. Denn diese Technologie, umgangssprachlich auch „Kernspin“ genannt, ermöglicht anhand…

Biowissenschaften Chemie

Nervenzellen blinder Mäuse bleiben seh-tauglich

Mit Mikroelektroden wurden an der TU Wien Nervenzellen der Netzhaut untersucht. Sie zeigen ein erstaunlich stabiles Verhalten – eine gute Nachricht für Retina-Implantate. Als „Außenstation des Gehirns“ wird die Retina oft bezeichnet – schließlich finden wichtige Schritte der visuellen Signalverarbeitung nicht erst im Großhirn, sondern schon in den Nervenzellen im Auge statt. Wenn Licht auf die Netzhaut fällt, werden Sensor-Zellen aktiv und schicken elektrische Signale an Schichten von Nervenzellen, die sich direkt dahinter befinden. Von dort schließlich werden Signale ans…

Biowissenschaften Chemie

Wie Katalysatoren heimlich ihre Stabilität verlieren

Kovalente organische Gerüstverbindung sind als Katalysatoren aktiver, als man erwarten würde. Wie das sein kann, haben Forschende nun entschlüsselt. Kovalente organische Gerüstverbindungen sind als Katalysatoren deutlich weniger stabil als bislang gedacht und dennoch aktiv. Die sogenannten COFs – aus dem Englischen für covalent organic frameworks – gelten als vielversprechende Katalysatoren, beispielsweise für die nachhaltige Produktion von Chemikalien und Brennstoffen. Ihre Eigenschaften können durch ihren molekularen Aufbau sehr gezielt eingestellt werden. Forschende der Ruhr-Universität Bochum und der Max-Planck-Institute für Festkörperforschung (MPI-FKF)…

Informationstechnologie

Innovative Simulationstools zur Optimierung der Schaumproduktion

Dr. Konrad Steiner vom Fraunhofer ITWM im Interview. Der perfekte Schaum ist nicht nur wichtig für Getränke wie Bier und Kaffee oder für die luftige Konsistenz der Mousse au Chocolat beim Weihnachtsmenü. Auch zur Isolation in Kühlgeräten oder Batterien sowie in Sitzpolstern, Prothesen oder Schuhsolen kommt Schaum zum Einsatz. Dr. Konrad Steiner, Leiter der Abteilung »Strömungs- und Materialsimulation«, gibt im Interview Einblicke in die neueste Entwicklung der Software-Tools FOAM und FeelMath. Vom 3. bis 5. Dezember 2024 präsentiert das Fraunhofer-Institut…

Maschinenbau

Mobilität: Wasserstoffmotor für Offroad-Anwendungen

Partner aus Industrie und Wissenschaft entwickeln wasserstoffbasierte Antriebskonzepte für Bau- und Agraranwendungen. Zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors rücken schwere Nutzfahrzeuge und nicht-straßengebundene mobile Arbeitsmaschinen verstärkt in den Vordergrund. Fahrzeug- und Motorenhersteller, Zulieferer und Wissenschaft haben sich deshalb im Projekt „PoWer“ zusammengetan, um die anwendungsübergreifende Nutzung wasserstoffmotorischer Antriebsstrangkonzepte für Bau- und Agraranwendungen umfassend zu untersuchen. Der Automobilzulieferer MAHLE leitet das Vorhaben, an dem das Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) mit drei Instituten beteiligt ist. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert PoWer…

Informationstechnologie

Der intelligente Schwarm

Teamarbeit ist auch für Drohnen wichtig. Unbemannte Luftfahrzeuge (UAV), gemeinhin als Drohnen bekannt, sind allgegenwärtig und erfreuen sich aufgrund ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in vielen zivilen Bereichen zunehmender Beliebtheit. Da sie mit hochentwickelten Sensoren und Kommunikationsgeräten ausgestattet sind, können Drohnen ein Multi-UAV-System bilden, auch Schwarm genannt. Wissenschaftler des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie und des Center for Advanced Systems Understanding haben Tests durchgeführt, um einen konzeptionellen Rahmen für einen autonomen Schwarm mit einem bestimmten Auftrag zu schaffen: Es sollen insbesondere unregelmäßig strukturierte…

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