Begleitendes Forschungsprojekt SeRoNet zeigt Flagge auf automatica sprint. Coronabedingt letztes Jahr abgesagt, findet vom 22. bis 24. Juni 2021 die digitale Fachmesse automatica sprint statt. Das Fraunhofer IPA präsentiert dort das Projekt SeRoNet. Es macht Anwendungen mit Servicerobotern einfacher und wirtschaftlicher umsetzbar und bietet einmalig die Chance, eine prototypische Roboterapplikation zu gewinnen. »Aktuell entsteht im Projekt SeRoNet mit xito.one eine offene IT-Plattform für Anwender, Lösungsdienstleister, Robotik- und Komponentenhersteller für die Servicerobotik. Mit dieser können die Nutzer gemeinsam Anwendungen entwickeln und…
Fruchtfliegen haben im Lauf der Evolution unterschiedliche Lösungen gefunden, um die ungleiche Verteilung von Geschlechtschromosomen zu kompensieren. Die Geschlechtschromosomen sind im Tierreich oft ungleich verteilt: Weibliche Zellen verfügen über zwei X-Chromosomen, während männliche nur ein X- und ein Gen-armes Y-Chromosom besitzen. Männchen der Fruchtfliege Drosophila gleichen diesen Mangel aus, indem ihr X-Chromosom doppelt so aktiv ist. Der Mechanismus dieser Kompensation ist komplex, er erfordert, dass das X-Chromosom sicher von anderen Chromosomen unterschieden wird. Wie Biologen um Professor Peter Becker vom…
Eine Aortendissektion ist eine lebensbedrohliche Aufspaltung der Aortenwand, über deren Entstehung derzeit noch wenig bekannt ist. Forschende der TU Graz entwickelten nun Algorithmen und Modelle um die Diagnose und Behandlung frühzeitig zu unterstützen. Aortendissektionen werden in den meisten Fällen durch einen Einriss der inneren Schicht der Aortenwand, der Intima, ausgelöst. Dies hat zur Folge, dass Blut in den so entstandenen Zwischenraum strömt und ein sogenanntes „falsches Lumen“ bildet, welches die mechanische Belastung der Aortenwand grundlegend verändert. Im Verlauf der Aortendissektion…
Mit der funktionellen Magnetresonanztomographie sowie Elektroenzephalogrammen kann die Hirnforschung Denkprozesse analysieren. Die Auswertung der Daten ist komplex, ermöglicht heute aber mit Hilfe von KI-Methoden bereits erste Ansätze, nicht nur sagen zu können, wo das Denken im Hirn gerade stattfindet, sondern auch an was der Proband gerade denkt. Susanne Päch spricht in ihrer HYPERRAUM.TV-Doku „Blick ins Hirn – die Neurowissenschaften beobachten den Menschen beim Denken“ mit John-Dylan Haynes über die Methode, ihre Grenzen aber auch den Stand der Kognitionsforschung. Haynes arbeitet…
Geographen der Universität Heidelberg kombinieren historisches Bild- und Kartenmaterial mit aktuellen Daten. Die Gletscher des Nanga Parbat – einer der höchsten Berge der Erde – verzeichnen seit den 1930er-Jahren einen leichten, aber kontinuierlichen Flächenrückgang. Das zeigt eine Langzeitstudie, die Forscherinnen und Forscher des Südasien-Instituts der Universität Heidelberg durchgeführt haben. Die Geographen kombinierten dazu historische Fotografien, Vermessungen und topographische Karten mit aktuellen Daten. Damit ist es ihnen für dieses Gebirgsmassiv im nordwestlichen Himalaya gelungen, Gletscherveränderungen bis zurück in die Mitte des…
Internet der Dinge neu gedacht… „entagment“ von der Digitalagentur Die Schittigs ist eine Kombination aus Identifiern, Backend und Mobile App. Sie bringt analoge Produkte, körperliche Gegenstände und physische Objekte in den digitalen Raum, liefert wichtige Daten zu ihnen und optimiert Prozesse. Sie schafft Überblick über Workflows, Routinen und Bestände, sorgt für reibungslose Abläufe und identifiziert potenzielle Schwächen. entagment sagt der Zettelwirtschaft ade und sorgt einfach digital für Ordnung. Wer kennt sie nicht? Listen, in die man Termine aller Art, Prüfroutinen…
Mit einem virtuellen Kick-off-Meeting startete das Projekt „Künstliche und kollektive Intelligenz zum Spurenstoff-Tracking in Oberflächenwasser für eine nachhaltige Trinkwassergewinnung K2I“ gestartet. Das Projekt wird innerhalb der Fördermaßnahme „Digital GreenTech – Umwelttechnik trifft Digitalisierung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit knapp 1 Million Euro gefördert. Von April 2021 bis März 2023 soll eine laborübergreifende Cloudlösung entwickelt werden, mit der Wasserversorger organische Spurenstoffe schnell entdecken und auf Grundlage einer überregionalen Datenbasis mögliche Quellen eingrenzen können. Oberflächengewässer wie Flüsse, Seen oder…
Göttinger Forschungsteam nimmt Mikrotubuli in den Fokus. So wie Skelett und Muskeln den menschlichen Körper bewegen und seine Form stabilisieren, werden auch alle Zellen des Körpers durch ein Zellskelett stabilisiert und bewegt. Im Gegensatz zu unserem Skelett ist dieses Zellskelett eine sehr dynamische Struktur, die sich ständig erneuert und verändert. Es besteht aus verschiedenen Arten von Proteinfilamenten, zu denen die sogenannten Intermediärfilamente und die Mikrotubuli gehören. Einem Forschungsteam der Universität Göttingen ist es zum ersten Mal gelungen, eine direkte Wechselwirkung…
Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen untersucht oberflächliche Magnetisierung. Die Oberfläche eines Materials besitzt häufig Eigenschaften, die sich gravierend von den Eigenschaften innerhalb des Materials unterscheiden. Beispielweise kann ein nicht-leitender Kristall, der eigentlich keine Magnetisierung aufweist, durch die Anordnung der Oberflächenatome eine auf die Grenzfläche begrenzte Magnetisierung besitzen. Diese abweichenden Eigenschaften an Grenz- und Oberflächen von Materialen spielen oft eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung neuer funktionaler Bauelemente wie optoelektronischen Chips oder Sensoren und werden daher intensiv erforscht. Einem internationalen Forschungsteam…
Forschende des Exzellenzclusters CIBSS – Centre für Integrative Biological Signalling Studies entwickeln Technologie, um Gene kontrolliert in einzelne Zellen einzubringen. Die Möglichkeit, gewünschte Gene in tierische und menschliche Zellen einzufügen, ist die Grundlage der modernen lebenswissenschaftlichen Forschung sowie von weit verbreiteten biomedizinischen Anwendungen. Die bisher dafür verwendeten Methoden sind zumeist unspezifisch, so dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schwer kontrollieren können, wann welche Zelle ein Gen aufnimmt oder nicht. Für diesen Gentransfer werden die Zielgene häufig in so genannte virale Vektoren verpackt….
Oldenburger Studie findet neue Erklärung, warum sich organische Verbindungen in sauerstofffreien Meeresgebieten ansammeln. Das Schwarze Meer ist ein ungewöhnliches Gewässer: Unterhalb von 150 Metern Wassertiefe enthält es keinen freien Sauerstoff, höheres Leben kann dort nicht existieren. Das Binnenmeer speichert gleichzeitig vergleichsweise viel organischen Kohlenstoff. Eine neue Hypothese dazu, warum sich organische Verbindungen in den Tiefen des Schwarzen Meeres – und anderen sauerstofffreien Gewässern – anreichern, stellt ein Forscherteam um Dr. Gonzalo Gomez-Saez und Dr. Jutta Niggemann vom Institut für Chemie…
Forscher der Universität Regensburg und der Universität Münster weisen Kompartimente und ihre Funktion in den Zellen von Prokaryonten nach. Wie komplex sind die Zellen von Prokaryonten wirklich? Für Zellen der Gattung Ignicoccus, Archaeen, die am Archaeenzentrum der Universität Regensburg im Jahr 2000 erstmals beschrieben wurden, war bereits bekannt, dass sie zwei Membranen und somit zwei Kompartimente aufweisen. Jetzt haben die beiden Forscher Dr. Jennifer Flechsler und Dr. Thomas Heimerl, aus den Teams von Dr. Harald Huber und Professor Dr. Reinhard…
Von Spinnen inspirierte schnelle und effiziente Gelenke steuern eine Vielzahl an Robotern. Ein Team von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme und der University of Colorado Boulder entwickelt Gelenke, denen Spinnenbeine Modell standen, und bauen daraus leichte und filigrane Roboter. Es wäre nicht das erste Mal, dass Spinnen dem Forschungsfeld der Soft-Robotik als biologische Vorbilder dienen. Die hydraulischen Antriebsmechanismen, mit denen die Gliederfüßer ihre Beine beim Weben ihrer Netze oder bei der Jagd bewegen, verleihen Spinnen Kräfte, die so manch…
35 Partner entwickeln unter AWI-Leitung im Projekt Arctic PASSION ein umfassendes Umwelt-Beobachtungssystem für die Arktis. Die Europäische Gemeinschaft fördert in den Jahren 2021 bis 2025 das Projekt Arctic PASSION mit 15 Millionen Euro aus dem Horizon 2020 Programm. Unter der Leitung des Alfred-Wegener-Instituts wird ein Konsortium von 35 Partnern die Integration internationaler Umweltdaten-Beobachtungssysteme für die Arktis vorantreiben und besser an die Bedürfnisse von Nutzungsgruppen – von lokaler Bevölkerung bis zu Wissenschaft, Wirtschaft und Entscheidungstragenden – anpassen. Die Arktis ist starken…
TU Freiberg präsentiert neuen Verbundwerkstoff… Aus einem gezüchteten marinen Schwamm entwickelten Forschende der TU Bergakademie Freiberg einen innovativen Werkstoff. Reagieren die Fasern des Schwamms mit einer kupferhaltigen Ammoniaklösung, wie sie beispielsweise in der Elektronikindustrie anfällt, entsteht das Mineral Atacamit. Dieses Mineral, das in der Natur nur sehr selten vorkommt, heftet sich so stark an die Schwammfasern, dass ein robustes Material entsteht, welches katalytische und antibakterielle Eigenschaften hat und somit potenziell als bio-basierter industrieller Filter eingesetzt werden könnte. Aus einem gezüchteten…
Ingenieure konnten viele Jahre nicht im Detail erklären, warum Insekten ihren Körper in der Luft halten können. „Einen Durchbruch im Verständnis, wie Insekten fliegen, gibt es seit 1999“, sagt Professor Fritz-Olaf Lehmann, der seit 2012 den Lehrstuhl für Tierphysiologie an der Universität Rostock leitet. Bis dahin ging man davon aus, dass der Auftrieb von Insekten ähnlich der Aerodynamik von Flugzeugflügeln funktioniere. Überträgt man deren aerodynamische Gesetze jedoch auf Insekten, sollten die Tiere nicht fliegen können. Dies ist als „Hummel-Paradox” in…