Frische Lieferung aus Lyon: Der erste von drei Spektrographen für 4MOST, ein neues innovatives Instrument für Himmelsdurchmusterungen, das unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) gebaut wird, ist auf dem Campus des Instituts in Potsdam-Babelsberg angekommen. Nur eine Woche nach seiner Ankunft hat der niedrig auflösende Spektrograph nun ein erstes Spektrum nach dem Wiederzusammenbau aufgenommen. 4MOST, das 4-Meter-Multi-Object Spectroscopic Telescope für das VISTA-Teleskop der Europäischen Südsternwarte (ESO) am Paranal in Chile, besteht aus drei Spektrographen, die gleichzeitig die…
Bereit für Quantentechnologien: Das Fraunhofer IAIS unterstützt Unternehmen dabei, sich auf die Herausforderungen und den Wandel ins Quantenzeitalter vorzubereiten. Dafür haben die Wissenschaftler*innen den »IAIS Evo Annealer« entwickelt, mit dem Unternehmen z. B. aus dem Bereich der Logistik, der Finanzbranche oder Produktion bereits heute das Potenzial von Quantentechnologien nutzen können, ohne auf einen Quantencomputer zugreifen zu müssen. Vom 26. bis 29. April 2022 wird die Technologie erstmals auf der »Laser World of Photonics 2022« vorgestellt. Interessierte Unternehmen sind eingeladen, eigene…
Individualisierte, flexible Dünnschicht-Solarzellen schon ab Losgröße eins wirtschaftlich herstellen: Eine verkettete Rolle-zu-Rolle-Fertigungsanlage soll das einer österreichischen Firma ermöglichen. Dafür hat ein Forschungsteam vom Fraunhofer IPA eine spezielle Inkjet-Druckstation entwickelt und integriert. Wer sein Gepäck bei einer Wanderung oder einer Radtour auf das Allernötigste beschränken möchte, kann ab sofort auch die Powerbank zuhause lassen. Möglich machen das Solar-Rucksäcke oder -Umhängetaschen mit eingenähter Dünnschicht-Photovoltaikfolie. Diese tragbaren Solarzellen sind federleicht, hauchdünn und genauso biegsam wie der Stoff. Sie bestehen aus mehreren miteinander verschalteten…
Fraunhofer IWS entwickelt effiziente, schnelle und nachhaltige Beschichtungen für Industriebauteile. Hohe Förderrate, optimale Geschwindigkeit, großer Spot: Das Fraunhofer IWS entwickelt seit einigen Jahren für das Laserauftragschweißen die Verfahrensfamilie HICLAD®, um mit Hochleistungsdiodenlasern maßgeschneiderte Lösungen für hochproduktive Beschichtungsprozesse zu ermöglichen. Dazu stimmen die Forschenden unter anderen die Parameter Energieverteilung, Geschwindigkeit und Förderrate so aufeinander ab, dass breite Prozessfenster möglich werden und sich Schwankungen im Produktionsprozess tolerieren lassen. »Wir erweitern die Grenzen des Hochleistungslaser-Einsatzes erneut«, betont Dr. Maria Barbosa, die am Fraunhofer…
Ein internationales Forschungsteam entwickelte und testete erfolgreich ein Konzept, bei dem Nerven mit Lichtpulsen stimuliert werden. Die Methode liefert erhebliche Vorteile für die Medizin und eröffnet eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten. Die Technologie ermöglicht vollkommen neue Arten von Implantaten, die zum Anregen von Nervenzellen eingesetzt werden können und wurde in einer Gemeinschaftsleistung von Forschenden der TU Graz, der Med Uni Graz, der Universität Zagreb und dem CEITEC (Central European Institute of Technology) entwickelt. Basis dafür sind Farbpigmente aus der Lebensmittelindustrie, wie…
Bündelung sächsischer Kompetenz in der Mikroelektronik wird fortgesetzt. Die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Lieferengpässe verdeutlichen die Bedeutung der Mikroelektronik. Um hier für die Zukunft gerüstet zu sein, ist, neben neuen Produktionsstätten in Europa, eine Technologiesouveränität in Forschung und Entwicklung erforderlich. Genau dieser Herausforderung stellt sich das Leistungszentrum »Funktionsintegration für die Mikro-/Nanoelektronik«. Es bündelt sächsische Kompetenzen und schafft dadurch ein breites Angebot für Technologien der Mikroelektronik und Mikromechanik. Dieses richtet sich an die großen Player der Mikroelektronikindustrie als auch dezidiert an…
Kabelbäume gehören zu den wenigen Teilen, die vor allem in der Automobil- und in der Konsumgüterproduktion nach wie vor händisch hergestellt oder verarbeitet werden müssen. Durch den Lieferengpass bei Kabelbäumen könnte nun ein Verfahren attraktiv werden, das Forscher der Hochschule Karlsruhe entwickelt haben. Mit diesem Verfahren wird eine automatisierte Fertigung bzw. Montage von Kabelbäumen möglich, indem Industrieroboter zur Herstellung von Kabelbäumen flexibel und wirtschaftlich eingesetzt werden können. Bestand ein Kabelbaum früher aus wenigen Drähten, die eine Verbindung beispielsweise von der…
Wassergräben und kleine Bäche am Rand von landwirtschaftlichen Flächen tragen erheblich dazu bei, die aus der Landwirtschaft stammenden Schadstoffe im Wasser zu verringern. Sie fördern vor allem den Nitrat-Abbau durch Mikroorganismen und haben so einen wichtigen Einfluss auf den Stickstoffgehalt in Flüssen und Seen. Dies hat ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Tillmann Lüders an der Universität Bayreuth jetzt erstmals nachgewiesen. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass das Bachwasser in einem intensiven Austausch mit dem umgebenden Grundwasser steht, wodurch…
Sensoren sind ein Grundpfeiler des Internets der Dinge, sie liefern die Daten für die Steuerung aller möglichen Objekte. Präzision ist dabei unerlässlich, und hier könnten Quantentechnologien einen wichtigen Beitrag leisten. Forscher in Innsbruck und Zürich zeigen nun, wie Nanoteilchen in winzigen optischen Resonatoren ins Quantenregime versetzt und als hochpräzise Sensoren eingesetzt werden könnten. Fortschritte in der Quantenphysik bieten neue Möglichkeiten, um die Präzision von Sensoren deutlich zu verbessern, und könnten so neue Technologien ermöglichen. Ein Team um Oriol Romero-Isart vom…
Klassifizierungslabel bringt Klarheit Die Stahlindustrie steht vor dem größten Umbruch in ihrer Geschichte. Die Vision: den klimaschädlichen Prozess der Stahl-Herstellung auf ein möglichst klimaschonendes Verfahren umzustellen. Diese Transformation braucht Transparenz, findet das Unternehmen Stahlo und will als Teil der Stahl-Lieferkette seinen Beitrag dazu leisten. Beim komplexen Thema „Green Steel“ unterstützt der Stahlexperte seine Kunden mit dem bislang ersten Transparenz-Label im Stahlmarkt. „Green Steel“ ist die Antwort auf die Forderung, CO2-Emissionen in der Stahlbranche drastisch zu reduzieren. Aber die Antwort bleibt…
Von der Hochglanzbroschüre bis zum Neuwagen: Lackschichten, die auch vor dem Kunden glänzen sollen, müssen glatt und gleichmäßig sein, um eine einwandfreie Qualität widerzuspiegeln. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen hat ein interferometrisches Messverfahren entwickelt, mit dem sich zuverlässig ausmessen lässt, ob dünne transparente Lackschichten gleichmäßig aufgetragen sind: Die Möglichkeiten, die die Optische Kohärenztomographie (OCT) für das Messen solcher Lackschichten bietet, stellt das Fraunhofer IPT anhand eines Prototyps auf der Control, der internationalen Leitmesse für Qualitätssicherung vom 3. bis…
Innerhalb des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Gemeinschaftsprojektes „nextBatt“ (Förderkennzeichen: L1FHG42421) sollten ressourceneffiziente Produktionsprozesse für Batterieanoden der nächsten Generation entwickelt werden. Am Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP wurden dazu neue Materialkombinationen und eine effiziente Fertigungstechnologie erarbeitet. Das Institut stellt die jüngsten Forschungsergebnisse auf der Konferenz SVC 2022, vom 3. bis 5. Mai 2022, in Long Beach/USA, auf dem Stand Nr. 436 vor. Der Bedarf an Lithium-Ionen-Batterien (LIB) steigt rasant. Das Fraunhofer-Institut für System- und…
HZDR-Team erreicht ersten Meilenstein für Entwicklung hochempfindlicher Nanosensoren. Der Weltgesundheitstag 2022 “Our planet, our health” macht auf die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels aufmerksam. Viele Effekte sind noch nicht ausreichend verstanden. Das EU-geförderte RADICAL-Projekt könnte ein wichtiges Puzzleteil liefern. Innovative Sensorik soll erstmals ein kontinuierliches Monitoring freier Radikale in der Atmosphäre zulassen. Am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) gelang einem Forschungsteam nun der erste grundlegende Schritt: die Fertigung maßgeschneiderter Nanodraht-Chips mit besonderen Sensoreigenschaften. Freie Radikale beeinflussen unsere Luftqualität, Umwelt, Klima und Gesundheit. Aber…
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung der Forschungsgruppe „New Refined Observations of Climate Change from Spaceborne Gravity Missions (NEROGRAV)” um weitere drei Jahre verlängert. Die Forscher:innen um den Forschungsgruppensprecher Frank Flechtner (TU Berlin und Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ) entwickeln darin neuartige Methoden und Modellierungsansätze, um die durch Schwerefeldsatellitenmissionen gewonnenen Daten noch präziser auswerten zu können, Empfehlungen für die Planung von zukünftigen Schwerefeldmissionen abzuleiten und innovative geophysikalische Anwendungen von Massentransportzeitreihen zu etablieren. Die Fördersumme beträgt 2,3 Millionen Euro. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft…
Nach über einem Monat Krieg in der Ukraine treten die negativen Folgen für den globalen Handel nun deutlich zutage. Laut jüngstem Datenupdate des Kiel Trade Indicator belastet der Konflikt die Handelsdaten nahezu aller Volkswirtschaften und auch deutlich den Welthandel insgesamt (Vergleich zum Vormonat, preis- und saisonbereinigt). Russlands zunehmende Isolation zeigt sich in einem abrupten Rückgang der an- und ablegenden Containerschiffe in den dortigen Häfen. Weltweit nimmt die Anzahl der in Staus befindlichen Schiffscontainer wieder zu. “Die angespannte Lage in der…
Europäisches Verbundprojekt unter Leitung der Universität Hohenheim zeigt: Kombination von Bioethanol-Produktion mit Kohlenstoff-Speicherung kann CO2 effektiv reduzieren. Eine deutliche Verringerung von Treibhausgas ist machbar. Zu diesem Schluss kommen Forschende der Universität Hohenheim in Stuttgart. Der Clou: Eine Kombination von Bioethanol-Produktion aus nachwachsenden Rohstoffen mit Technologien zur Kohlenstoffabscheidung und -speicherung. Je nach Berechnungsansatz ist so eine Reduktion von mehr als 100 Prozent gegenüber dem EU-Vergleichswert für fossile Kraftstoffe wahrscheinlich – und damit sogar eine negative CO2-Bilanz. Zum Einsatz kommt dabei das…