MarParCloud-Kampagne vergleicht erstmals die Konzentrationen von Transparenten Exopolymerpartikeln (TEPs) im Ozean und in der Atmosphäre. Gelartige Partikel können aus den Ozeanen in die Atmosphäre übertragen werden. Sie können andererseits auch durch biologische Prozesse in der Atmosphäre gebildet werden. Das schließt ein internationales Forschungsteam aus Untersuchungen im Atlantik und Laborversuchen zu sogenannten Transparenten Exopolymerpartikeln (TEPs). Diese Partikel kommen weltweit im Wasser der Ozeane vor und wurden kürzlich auch in der Luft der Atmosphäre gefunden. Ihre Rolle bei der Wolkenbildung und damit…
Die Raumfahrt befindet sich im stetigen Wandel. Entwicklungszyklen für Satelliten haben sich stark verkürzt und dadurch auch die Anforderungen an deren Betriebssystem verändert. Für die neuen Anforderungen an die Software von Satelliten hat das Start-up der Universität Stuttgart sat:io ein Konzept entwickelt. Das Team bietet ganzheitliche, skalierbare Lösungen an, die einen multi-missionsfähigen Satellitenbetrieb ermöglichen. Die Startkosten in der Raumfahrt sind in den vergangenen Jahren stark gesunken. Satelliten sind teilweise nur noch so groß wie Schuhkartons oder kleiner. Ihre Sensortechnologie wird…
– künftiges Weihnachtsgebäck ohne Palmöl? Das Forscherteam Dr. Bertrand Matthäus und Sharline Nikolay vom Max Rubner-Institut in Detmold sowie Professor Eckhard Flöter von der Technischen Universität Berlin und Till Wettlaufer, ehemals TU Berlin, hat in einem gemeinsamen Forschungsprojekt Alternativen zu tropischen Fetten unter Verwendung von Rapsöl entwickelt und gehört zu den drei Finalisten für den Otto von Guericke-Preis 2022. Die AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. vergibt den mit 10.000 Euro dotierten Preis seit 1997 an Wissenschaftlerinnen und…
Bei Menschen mit chronischer Epilepsie ist oft das Gedächtnis beeinträchtigt. Forschende der Universität Bonn haben nun in Mäusen einen Mechanismus gefunden, der diese Defizite erklären könnte. An der Studie war auch das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) beteiligt. Die Ergebnisse erscheinen in der Zeitschrift Brain, sind aber in einer Vorab-Version bereits online abrufbar. Vogelhäuschen daneben, der leuchtend rot gestrichene Zaun, die verklinkerte Fassade – all das signalisiert Ihnen, dass Sie richtig sind. Jeder Ort hat zahlreiche Merkmale, die ihn…
Neuer Ansatz in der Diagnose und Therapie von Lymphom-Erkrankungen, bei der Chemokinrezeptoren (CXCR4), die während entzündlichen Prozessen und der Metastasierung von Tumoren hochreguliert werden, gezielt angesteuert werden. Die einmalige Behandlung mit dem Radionuklid 90Y-CXCR4 konnte bei mehreren Patienten eine Komplettremission erzielen. Die Nuklearmedizin in Würzburg stellte bereits in der Novemberausgabe 2022 des hochrangigen Fachmagazins „Journal of Nuclear Medicine“ (JNM) das Titelbild. Jetzt wird sie in der ersten Ausgabe im neuen Jahr des JNM erneut die Titelgeschichte liefern. Im Mittelpunkt stehen…
Der aktuelle Weltrekord von Tandemsolarzellen aus einer Silizium-Unterzelle und einer Perowskit-Topzelle liegt wieder beim HZB. Die neue Tandemsolarzelle wandelt 32,5% der einfallenden Sonnenstrahlung in elektrische Energie um. Das Zertifizier-Institut European Solar Test Installation (ESTI) in Italien hat die Tandemzelle vermessen und diesen Wert offiziell bestätigt. Außerdem wurde der Wert in die NREL-Übersicht zu Solarzelltechnologien eingetragen, die vom National Renewable Energy Lab, USA, gepflegt wird. Das HZB konnte die Effizienz von Perowskit/Silizium- Tandemsolarzellen erneut deutlich steigern. „Dies ist ein wirklich großer…
Entwicklung des Instituts für Hochfrequenztechnik und Funksysteme soll Ausbau des 6G-Netzes unterstützen. Bis zum Jahr 2030 soll das 6G-Netz nach einem Beschluss der Bundesregierung in ganz Deutschland flächendeckend ausgebaut werden. Um dies zeitnah umzusetzen wird die Forschung in diesem Bereich mit insgesamt 700.000 Millionen Euro bundesweit massiv gefördert. Das Institut für Hochfrequenztechnik und Funksysteme der Leibniz Universität Hannover (LUH) unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Dirk Manteuffel ist mit mehreren Forschungsprojekten an diesem Vorhaben beteiligt. Einen Schwerpunkt legen die Wissenschaftlerinnen und…
Organische Farbstoffe mit anhaltender verzögerter Fluoreszenz und Phosphoreszenz. Ein Forschungsteam aus Litauen hat organische Farbstoffe entwickelt, die unter Lichtanregung besonders lang und intensiv nachleuchten. Möglich ist das intensive Nachleuchten in den Farben rot oder grün-blau durch eine Kombination aus einer thermisch aktivierten verzögerten Fluoreszenz mit anhaltender Phosphoreszenz, wie das Team in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichtet. Mit solchen Farbstoffen dotierte Polymere werden als organische Materialien für optoelektronische Anwendungen in der Datenverschlüsselung, Informationsspeicherung und für Sensoren gesucht. „Effizienter phosphoreszierende Materialien haben…
Forschenden aus Bremen, Bochum, Bonn und Hamburg ist es gelungen, den Blick auf die Wirkungsweise des wichtigen Botenstoffs Serotonin im zentralen Nervensystem maßgeblich zu schärfen. Sie entwickelten neuartige, genetisch enkodierte ‚sDarken‘-Sensoren. Diese melden mit hoher zeitlicher und räumlicher Genauigkeit, wenn der Botenstoff an einen Rezeptor bindet. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler*innen in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“. Serotonin ist ein wichtiger Botenstoff im zentralen Nervensystem. Er gehört zur Kategorie der sogenannten Neuromodulatoren und ist für die Informationsübertragung zwischen Nervenzellen im…
Erreger wie SARS-CoV-2 oder Pneumokokken können schwere Lungenentzündungen auslösen. Füllen sich in der Folge die Atemwege mit Flüssigkeit, besteht die Gefahr eines akuten Lungenversagens. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben nun die molekularen Zusammenhänge aufgeklärt, die zu den Wasseransammlungen in der Lunge führen. Dabei haben sie einen neuen möglichen Therapieansatz entdeckt, mit dem Lungenentzündungen künftig erregerunabhängig behandelt werden könnten. Ein Wirkstoff, der bei Mukoviszidose eingesetzt wird, zeigte sich in Laborversuchen als wirksam. Die Studie ist im Fachmagazin Science Translational…
In der Hirnforschung werden künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen immer wichtiger, denn dadurch können Verhaltensweisen besser analysiert und krankhafte Veränderungen früher erkannt werden. In einem Projekt des Leibniz-Instituts für Neurobiologie (LIN) Magdeburg hat sich ein Team um Kevin Luxem mit dem Verhalten von Mäusen beschäftigt und anhand der selbst entwickelten Software VAME Algorithmen für das Erkennen der Alzheimer-Erkrankung identifiziert. Die Studie ist im Fachmagazin Communications Biology erschienen. „Künstliche Intelligenz können wir nutzen, um das Verhalten von Labormäusen zu studieren, Aussagen…
Prof. Dr. Stephan Schubert, Klinikdirektor der Klinik für Kinderkardiologie und angeborene Herzfehler, und sein Team am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, haben die weltweit einzige Herzklappe bei besonderer Anatomie der rechten Herzkammer jetzt erstmals einer 21-jährigen Patientin erfolgreich implantiert. Deutschlandweit wurden erst drei kathetergeführte Klappenimplantationen dieser Art durchgeführt. „Mit einer neuen Transkatheter-Pulmonalklappe können wir jetzt auch einer besonderen Patientengruppe helfen, für die herkömmliche Klappenmodelle bisher nicht groß genug waren“, sagt Professor Dr. Stephan Schubert, Klinikdirektor am Zentrum…
Wo Experimente an ihre Grenzen stoßen, können Computersimulationen tiefer blicken lassen. Wissenschaftler vom Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) an der Universität Bremen haben einen Computercode entwickelt, der exakte Vorhersagen über den Zerfall von Tropfen in turbulenten Strömungen ermöglicht. Überraschenderweise zeigt er, dass es keinen Zeitpunkt gibt, an dem Flüssigkeitstropfen nicht weiter in noch kleinere Tropfen zerfallen können. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin Science Advances veröffentlicht und der Open-Source-Computercode steht nun auch anderen Wissenschaftler:innen zur Verfügung. Der Zerfall von…
In der Natur sind bestimmte Enzyme, sogenannte Hydrogenasen, in der Lage, molekularen Wasserstoff (H2) zu produzieren. Spezielle Arten dieser Biokatalysatoren, sogenannte [FeFe]-Hydrogenasen, sind äußerst effizient und daher für die biobasierte Wasserstoffherstellung von Interesse. Obwohl die Wissenschaft bereits viel über die Funktionsweise dieser Enzyme weiß, sind einige Details noch nicht vollständig geklärt. Eine Wissenslücke konnte die Arbeitsgruppe Photobiotechnologie der Ruhr-Universität Bochum um Dr. Jifu Duan und Prof. Dr. Thomas Happe schließen. Die Forschenden zeigten, dass externes Cyanid an die [FeFe]-Hydrogenasen bindet…
Die EU-Kommission gewährt 2,14 Millionen Euro Fördergeld, um den am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) entwickelten Simulationscode GENE auf eine neue Stufe zu heben: Durch den Einsatz von Exascale-Supercomputern soll er künftig digitale Zwillinge von Kernfusionsexperimenten wie ITER ermöglichen. An dem Projekt werden das IPP, die Max Planck Computing and Data Facility (MPCDF) und die Technische Universität München gemeinsam arbeiten. Die Plasmaphysik ist seit den 1960er Jahren einer der wichtigsten Treiber für die Weiterentwicklung von Höchstleistungsrechnern. Das liegt daran, dass Plasmen…
Einem Forscherteam des kalifornischen Lawrence Livermore National Laboratory ist am 5. Dezember 2022 ein revolutionärer Durchbruch gelungen: Erstmals konnte mit der Fusion von Atomkernen mehr Energie gewonnen werden als im Labor hineingesteckt wurde. Die Grundlagen für diese Form der Kernfusion, die nach den bahnbrechenden Ergebnissen einen vielversprechenden Weg zu einer verlässlichen und sauberen Energiequelle mit nahezu unbegrenzt verfügbarem Brennstoff aufzeigt, werden auch am Institut für Physik der Universität Rostock erforscht. Es ist ein lang gehegter Menschheitstraum, die Fusion von Atomkernen,…