… eröffnet neue Horizonte für die Wissenschaft. In einer Studie mit dem Titel „Near-complete chiral selection in rotational quantum states“, veröffentlicht in Nature Communications, hat die Controlled Molecules Gruppe aus der Abteilung Molekülphysik des Fritz-Haber-Instituts einen bedeutenden Fortschritt im Bereich der chiralen Moleküle gemacht. Das Team, unter der Leitung von Dr. Sandra Eibenberger-Arias, erreichte eine nahezu vollständige Trennung in Quantenzuständen für diese essenziellen Bestandteile des Lebens. Diese Entdeckung stellt bisherige Annahmen über die praktischen Grenzen der Quantenzustandskontrolle chiraler Moleküle in…
Zusammenhang zwischen verändertem Hirnstoffwechsel und dem Protein Alpha-Synuclein entdeckt. Aktuelle Studienergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer differenzierten Diagnostik von Alzheimer-Betroffenen, insbesondere angesichts neuartiger Therapieansätze. Bereits bei frühen Formen der Alzheimer-Krankheit, der sogenannten leichten kognitiven Störung, ist typischerweise ein verminderter Zuckerstoffwechsel des Gehirns zu beobachten. Diese Abnahme des Hirnstoffwechsels ist stärker ausgeprägt, wenn das Protein Alpha-Synuclein im Nervenwasser nachweisbar ist. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der Universitätsmedizin Halle in der renommierten Fachzeitschrift „Alzheimer’s & Dementia“. Die Analyse unterstreicht die Bedeutung parallel…
Forschungsteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena entdeckt Einzeller, die es eigentlich nicht geben sollte. Alle höheren Organismen wie Pilze, Pflanzen, Tiere und Menschen bestehen aus eukaryotischen Zellen. Das sind Zellen, die einen Zellkern und Organellen wie Mitochondrien besitzen. Mitochondrien versorgen eukaryotische Zellen mit Energie. Im Gegensatz zu den Eukaryoten sind die Prokaryoten einzellige Organismen. Sie sind einfacher aufgebaut und in der Regel viel kleiner als Eukaryoten. Sie haben keinen Zellkern und keine Organellen. Die Entstehung der Eukaryoten gilt als eines der größten…
Im arktischen Spitzbergen haben rund 20 Forschende von sieben deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen im August Ausrüstungen und Labore für das Polarforschungsprojekt YESSS eingerichtet. YESSS steht für Year-round EcoSystem Study on Svalbard. Unter der Führung des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) soll YESSS neue Erkenntnisse zum Klimawandel bringen. Dafür wird ein kleines Forschungsteam – und das ist das Besondere – auch die langen, dunklen Jahreszeiten in der AWIPEV-Forschungsstation in Ny-Ålesund verbringen, der nördlichsten Siedlung der Welt. Es war…
Wenn wir etwas lernen, können wir es normalerweise in jedem neuen Kontext wieder abrufen: Wer in Frankreich Autofahren gelernt hat, kann das auch in Deutschland. Der Kontext spielt dann eine Rolle, wenn es darum geht, Gelerntes wieder loszuwerden. „Wer in der Psychotherapiepraxis die Spinnenangst erfolgreich überwunden hat, ist oft doch wieder starr vor Angst, wenn er im eigenen Keller einer Spinne begegnet“, erklärt Prof. Dr. Nikolai Axmacher, Neuropsychologe an der Ruhr-Universität Bochum. Er und sein Team nutzen Einblicke in die…
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit können nun Vollgas geben bei der Erforschung des chemischen Kunststoffrecyclings. Forschende der ETH Zürich haben dafür wichtige Grundlagen gelegt und gezeigt: Auf das Rühren kommt es an. Hunderte Millionen Tonnen Kunststoffabfall fallen jährlich weltweit an. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an neuen Methoden, um einen Grossteil davon zu qualitativ hochwertigen Produkten zu rezyklieren und damit eine echte Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen. Heute ist das noch nicht der Fall. Kunststoffabfälle werden vor allem mechanisch rezykliert: zerkleinert und…
Neue Füge- und additive Fertigungsverfahren erlauben Holz-Metall-Verbindungen ohne Klebstoff. Forschenden der TU Graz gelang es mittels 3D-Drucktechnik und Ultraschall, den nachwachsenden Rohstoff Holz mit Metall und Kunststoff-Verbundwerkstoffen extrem fest zu verbinden. Beim Ultraschallfügen verbinden sich Holz und Grundbauteil durch Reibungshitze. (c) Oliver Wolf / TU Graz Der nachwachsende Rohstoff Holz ist klimaneutral, leicht und fest zugleich und dadurch grundsätzlich attraktiv für den Einsatz im Fahrzeugbau. Eine Herausforderung dabei ist bislang die robuste Verbindung zwischen Holz und den anderen Materialien im…
Oft ist die Beweglichkeit nach chirurgischen Eingriffen zunächst eingeschränkt. Zudem führen Operationen manchmal zu akuten Schmerzen. Ein internationales Forschungsteam untersuchte nun den Zusammenhang von Aktivität und Schmerz nach OPs. Sein Fazit: Es gibt keinen. Führen Schmerzen nach einer Operation zu weniger Bewegung? Sind Patientinnen und Patienten aktiv, obwohl es weh tut oder empfinden sie Mobilität gar als Hilfe bei der Schmerzbewältigung? Bisher gab es zu diesen Fragen wenige Daten und diese zeigten ein uneinheitliches Bild. Im Rahmen des europäischen Verbundprojektes…
… mit gezielterem Prompting verbessern. Klinische Studien enthalten große Mengen an Daten und Texten. Sprachmodelle wie ChatGPT helfen Medizinern und Klinikpersonal dabei, mittels natürlicher Sprache Informationen gezielt abzurufen. Doch wie gut können KI-Bots logische Zusammenhänge analysieren und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen? Hier setzt das Forschungsprojekt AutoPrompt an. Es will Fehlern und Halluzinationen der Systeme beim Schlussfolgern entgegenwirken. Dazu entwickeln die Forschenden ein System, das die Fähigkeiten großer Sprachmodelle mit menschlicher Interaktion kombiniert. So soll die Leistung von ChatGPT beim Verstehen…
6,26 Millionen Euro für TU Ilmenau und Universität Jena. Das Innovationszentrum für Quantenoptik und Sensorik InQuoSens geht in seine zweite Phase. Das Zentrum, das an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und an der Technischen Universität Ilmenau angesiedelt ist, erhielt heute von Wolfgang Tiefensee, Thüringer Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, einen Fördermittelbescheid über 6,26 Millionen Euro für viereinhalb Jahre. Damit kann das Innovationszentrum Zukunftstechnologien an der Schnittstelle von Photonik und Sensorik weiterentwickeln, die Quantenphänomene nutzbar machen sollen, innovative Anwendungen entwickeln und…
Die Event Horizon Telescope (EHT) Collaboration hat Testbeobachtungen mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) und anderen Teleskopen durchgeführt, die die höchste Auflösung erreichten, die jemals von der Erdoberfläche aus erzielt wurde. Dies gelang, indem sie Licht von entfernten Galaxien bei einer Frequenz von etwa 345 GHz, was einer Wellenlänge von 0,87 mm entspricht, detektierten. Die Forschungsgruppe schätzt, dass sie in Zukunft Bilder von Schwarzen Löchern erstellen können, die 50 % schärfer sind als bisher. Dadurch können sie zudem mehr…
Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Baubranche längst angekommen. Während bisher vor allem auf die Energieeffizienz der Gebäude geachtet wurde, setzt HSBI-Professor Andreas Kopp vom Campus Minden auf ein ebenso wichtiges Potenzial zum Einsparen von Energie und Ressourcen: die Gebäudesubstanz selbst. Statt Abriss und Neubau können bestehende Gebäude umgenutzt werden. Die Ergebnisse lassen sich auch architektonisch sehen. Das beweisen zwei Studierenden-Projekte, die sich mit der Umfunktionierung eines Parkhauses zu Studierenden-Wohnraum beschäftigt haben. Ein großzügiges Atrium öffnet das Gebäude nach innen,…
Submillimeter-Beobachtungen mit dem Event-Horizon-Teleskop. Das Event-Horizon-Teleskop (EHT) hat in den vergangenen Jahren die Schatten um supermassereichen Schwarzen Löcher in M 87 und Sgr A* bei 1,3 mm Wellenlänge abgebildet. Da die Winkelauflösung dann zunimmt, ermöglichen Beobachtungen bei kürzerer Wellenlänge einen noch schärferen Blick auf die unmittelbare Umgebung der Schwarzen Löcher. Eine neue Veröffentlichung über ein Pilotexperiments mit EHT-Teleskopen bei einer Wellenlänge von 0,87 mm demonstriert nun die technische Machbarkeit und stellt einen neuen Rekord in der Winkelauflösung für bodengebundene Radiointerferometrie…
Frühzeitige Kombinationstherapie macht den Unterschied. Eine neue Studie der Universitätsmedizin Magdeburg zeigt, dass eine frühe durch Gehirnaktivität gesteuerte Therapie die Beweglichkeit des Arms nach einem Schlaganfall deutlich verbessern kann. Einseitige Lähmungen nach einem Schlaganfall beeinträchtigen oft erheblich die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten. Besonders belastend im Alltag ist dabei die eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Arms. Ein frühzeitiger Einsatz einer speziellen Kombinationstherapie aus Gehirnsignalerkennung und elektrischer Muskelstimulation kann die Erholung der Armbeweglichkeit nach einem Schlaganfall deutlich verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt…
Das AGELESS-Konsortium geht der Frage nach, wie die vom Klimawandel betroffenen Meereslebewesen im Ozean jenseits der nationalen Hoheitsgebiete geschützt werden können. Das interdisziplinäre Team besteht aus Wissenschaftler:innen des MARUM der Universität Bremen, der Universität Oldenburg, des Helmholtz-Instituts für Funktionelle Marine Biodiversität an der Universität Oldenburg und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wird vom Bund mit 2,5 Millionen Euro über 3 Jahre gefördert. Gemeinsame Pressemitteilung der Universitäten Oldenburg und Bremen Das interdisziplinäre Team von Wissenschaftler:innen des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an…
Interdisziplinäres Forschungsteam aus Theorie und Praxis entwickelt digitale Hilfe für Pilzsammlerinnen und -sammler. Steinpilz oder Fastberingter Ritterling? Pilzsammlerinnen und -sammlern fällt es oft schwer, genießbare von ungenießbaren oder gar giftigen Pilzen zu unterscheiden. Hilfe bietet die App ID-Logics, die um eine neue Bestimmungshilfe für Pilze erweitert wurde. Das Besondere daran: Entstanden ist die App in Kooperation mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) an der Leibniz Universität Hannover und der Deutschen Gesellschaft für Mykologie e.V. (DGfM). Die…