Im September 2023 registrierten Erdbebenmessgeräte weltweit ein einzigartiges seismisches Signal, das stellenweise bis zu neun Tage lang sichtbar war. Verursacht wurde es durch einen massiven Erdrutsch im Dickson-Fjord in Grönland. Was diesen auslöste und warum das Signal so lange anhielt, haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und aus der ganzen Welt gemeinsam untersucht. Sie fanden heraus, dass die Quelle der Schwingungen das anhaltende Hin- und Herschwappen von Wasser in dem engen Fjord war. Die Forschenden zeigten auch den…
Dr. Hanieh Fattahi vom Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts (MPL) freut sich über den renommierten ERC Consolidator Grant und erhält rund zwei Millionen Euro Fördergelder für einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Leiterin der Forschungsgruppe “Femtosekunden Feldoskopie” wird mit ihrem Forschungsvorhaben „Beyond the visible“ die nächste Generation der lasergesteuerten biologischen Mikroskopie vorantreiben. Mit diesen neuartigen Mikroskopen können Wissenschaftler*innen durch den „Molekularen Fingerabdruck“ nicht-invasiv und in hoher Auflösung die Prozesse des Lebens direkt erforschen. Dr. Hanieh Fattahi, Leiterin der Forschungsgruppe…
Interzellulärer Mitochondrientransfer stärkt Krebsimmuntherapien. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Luca Gattinoni vom Leibniz-Institut für Immuntherapie (LIT) hat eine innovative Plattform für den Mitochondrientransfer entwickelt, um CD8+ T-Zellen zu stärken, sodass sie Erschöpfung überwinden und Tumorzellen effektiver bekämpfen können. Krebsimmuntherapien, die das Immunsystem eines Patienten nutzen, um Krebszellen anzugreifen, revolutionieren die Art und Weise, wie wir Patienten behandeln. Immunzellen können Tumore auf verschiedene Weise lokalisieren, angreifen und sich an ihre Umgebung anpassen. Allerdings kann Immunzellen, als „lebenden Medikamenten“,…
Die FernUniversität in Hagen hat den Immersive Collaboration Hub (ICH) eröffnet: einen Ort, an dem die Zukunft des Lernens und Arbeitens zu erleben ist. Das ICH vereint modernste Technologien aus den Bereichen Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR), Mixed Reality (MR) und Künstlicher Intelligenz (KI). Damit lassen sich immersive Erlebnisse gestalten, bei denen Nutzer:innen in virtuelle Welten eintauchen – der Mensch als Teil digitaler Präsentationen. Realität und Virtualität verschmelzen. Holografic Display (c) Volker Wiciok / FernUniversität Eingebettet ist der…
Erstmals genaue Wetterdaten für die Arktis erheben und weltweit Vorhersagen sowie Klimabeobachtungen verbessern – das ist die Aufgabe des Arctic Weather Satellite, den die ESA Mitte August auf den Weg zu seiner erdnahen Umlaufbahn geschickt hat. Das hochmoderne Mikrowellenradiometer, das er dafür nutzt, enthält vier rauscharme Verstärker des Fraunhofer IAF mit weltweit führender InGaAs-mHEMT-Technologie. Auf der EuMW 2024 in Paris präsentiert das Freiburger Institut vom 24. bis zum 26. September Ausstellungsexemplare der im AWS verbauten Verstärker ebenso wie weitere Hochfrequenzelektronik…
… in technischen Bauteilen – neues Projekt. Der Einsatz nachhaltiger Materialien ist eine Entscheidung mit hoher ökologischer Relevanz und ein strategischer Schritt für Unternehmen. Klassisch verstärkte Materialien, z. B. kurzglasfaserverstärkte Polymere (GFK) müssen dafür durch naturfaserverstärkte Kunststoffe (NFK) substituiert werden. Eine direkte Eins-zu-Eins-Substitution ist oft nicht möglich, so dass Grenzen und Potenziale naturfaserverstärkter Kunststoffe vor allem für technische Bauteile systematisch analysiert werden müssen. Am Fraunhofer LBF wurde das Projekt »NaFiTech« initiiert, wo die Partner gemeinsam eine solide Datenbasis erarbeiten, um…
Forschende der ETH Zürich haben eine neue Methode entwickelt, um eine gefährliche Untergruppe von PFAS, sogenannte PFOS, abzubauen. Mit Hilfe von Nanopartikeln und Ultraschall könnte die Piezokatalyse zukünftig eine effektive Alternative zu bestehenden Verfahren bieten. In Kürze ETH-Forschende nutzen erstmals die Piezokatalyse, um die gefährlichen PFOS-Chemikalien im Wasser mithilfe von Nanopartikeln und Ultraschall abzubauen. Die Methode zeigt im Labor vielversprechende Ergebnisse, da 90.5 Prozent der PFOS-Moleküle in den Tests zersetzt wurden. Trotz des Erfolgs im Labor bleibt die Herausforderung, die…
Forschende der Technischen Universität Wien und der Universität Wien lüften nach jahrzehntelanger Suche das Geheimnis um die Oberflächenstruktur von Aluminiumoxid. Aluminiumoxid (Al2O3), auch bekannt als Korund, Saphir oder Rubin, wird in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt: als Isolator in elektronischen Bauteilen, als Trägermaterial für Katalysatoren oder als chemisch inerte Keramik, um nur einige Beispiele zu nennen. Um zu verstehen, wie chemische Reaktionen auf diesem Material ablaufen – etwa bei katalytischen Prozessen – muss die Anordnung der Oberflächenatome bekannt sein. Im…
Mikroben produzieren Folsäure aus einfachen Grundzutaten. Biotechnologisches Team der Universität Tübingen erhält wertvolles Nebenprodukt bei der Proteinherstellung – Beitrag zur Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung unter Umgehung der Viehhaltung. Man nehme Kohlendioxid, Wasserstoff und Sauerstoff sowie Strom aus erneuerbaren Quellen – mehr brauchen ein Bakterium und die Bäckerhefe kaum, um in einem ausgeklügelten Bioreaktor-System im Labor Proteine für die menschliche Ernährung und das lebenswichtige Vitamin B9 herzustellen. Dieses Ergebnis erzielte ein Forschungsteam unter der Leitung von Professor Lars Angenent aus der…
Prof. Dr.-Ing. Christian Haase leitet das neue Fachgebiet „Werkstoffe für die Additive Fertigung“ an der TU Berlin im Rahmen einer Kooperation mit dem Werner-von-Siemens Centre for Industry and Science. Obwohl das Verfahren des 3D-Drucks seit mehr als drei Jahrzehnten angewandt wird, ist diese Technologie noch jung im Vergleich zu etablierten Fertigungstechniken. Besonders bei den Ausgangsmaterialien, speziell wenn es um metallische Werkstoffe geht, gibt es noch Optimierungsbedarf. Dafür können aber mit Hilfe des 3D-Drucks Produkte mit bisher nicht möglichen, komplexen Stoffzusammensetzungen…
Ein Durchbruch in der Fruchtfliegengenetik durch die Nutzung von Mutationen. Eine bahnbrechende Technik, TF-High-Evolutionary (TF-HighEvo), ermöglicht eine groß angelegte Bewertung von de-novo-Mutationen in mehrzelligen Organismen. Diese Methode, die in Zusammenarbeit mit Forschenden des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL) und des Friedrich-Miescher-Labors der Max-Planck-Gesellschaft entwickelt und in der Zeitschrift Molecular Biology and Evolution veröffentlicht wurde, bietet neue Einblicke in die evolutionäre Dynamik von Genregulationsnetzwerken und ihre Rolle bei der Gestaltung der Vielfalt des Lebens. Die Genregulation spielt eine entscheidende Rolle bei…
Studie enthüllt entscheidende Schritte zur Umwandlung von CO2 in wertvolle Chemikalien. Eine bahnbrechende Studie der Abteilung Interface Science am Fritz-Haber-Institut und des Institute of Chemical Research of Catalonia wurde in der renommierten Zeitschrift Nature Energy veröffentlicht. Das Papier mit dem Titel „Key intermediates and Cu active sites for CO2 electroreduction to ethylene and ethanol ” nutzt fortschrittliche spektroskopische Methoden und theoretische Berechnungen, um die komplexen Prozesse bei der Umwandlung von Kohlendioxid (CO2) in wertvolle Chemikalien wie Ethylen und Ethanol zu…
Mit dem Verbundprojekt CHAI soll das Korrosionsmanagement in Häfen und Wasserstraßen optimiert werden. Das Land Schleswig-Holstein fördert das Forschungsprojekt CHAI mit einer Gesamtsumme von 900.000 Euro. Das Projekt wird vom Helmholtz-Zentrum Hereon geleitet. Partner sind der Port of Kiel, die Christian Albrechts Universität zu Kiel (CAU) sowie die AC Korro-Service GmbH. CHAI steht für “Clever corrosion management for ports and waterways in Schleswig-Holstein using automated infrastructure monitoring”. Das Ziel: Durch die Anwendung von KI sollen Korrosionsschäden in maritimen Bereichen besser…
Auf der Suche nach dem Ursprung eines Unterwasser-Plateaus. Heute startet das Forschungsschiff SONNE zu einer Expedition in den südwestlichen Indischen Ozean. Vom 12. September bis zum 28. Oktober 2024 wird ein Team von 25 Wissenschaftler:innen unter der Leitung von PD Dr. Jörg Geldmacher vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel den Meeresboden südlich von Madagaskar erforschen. Im Mittelpunkt der Expedition SO307 stehen geologische und biologische Untersuchungen, die das Verständnis der Geologie und Biologie des Meeresbodens sowie des Meerwassers südlich von Madagaskar…
HZDR-Team präsentiert neues Verfahren, um kosmische Verhältnisse zu simulieren. Im Inneren von Sternen und Planeten herrschen extreme Bedingungen. Mit ausgefeilten Methoden gelingt es, solche Materiezustände im Labor zu erzeugen – wenn auch nur für einen Wimpernschlag und in einem winzigen Volumen. Bisher braucht es dafür die energiestärksten Laser der Welt. Doch von diesen Giganten gibt es nur wenige, entsprechend rar sind die Möglichkeiten für Experimente. Einem Team unter Federführung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) ist es gemeinsam mit Kolleg*innen des European…
Beste Qualität bei minimalen Kosten durch exakte Stabilisierung. Organischen Substanzen, auch Kunststoffe wie Polypropylen (PP), unterliegen in Gegenwart von Sauerstoff einem Autooxidationsprozess. Dieser findet bei den hohen Temperaturen der Schmelze-Verarbeitung, der Compoundierung und dem Spritzguss millionenfach beschleunigt statt. Die Folge bei PP ist ein Abbau der Polymerketten, also eine Degradation der Molmasse, was einer Wiederverwertung von Produkten aus diesen Kunststoffen entgegensteht. Im Verarbeitungsprozess zugesetzte Antioxidantien verlangsamen den Abbau. Ohne diese Additive ließen sich viele Alltagsgegenstände nicht brauchbar herstellen. Forschende aus…