Autonome Maschinen mit großem Potenzial, Digitalisierung mit Hindernissen. Nach fünf Jahren neigt sich das Projekt Zukunftslabor Agrar (ZLA) dem Ende zu. Forschungseinrichtungen aus Niedersachsen, darunter das DFKI, untersuchten Aspekte der digitalisierten Landwirtschaft der Zukunft. Bei dem Konzept Spot Farming ist ein Feld keine homogene Fläche. Teile werden, zum Erhalt der Umwelt und zur Steigerung des Ertrags, unterschiedlich bepflanzt. Für die Bewirtschaftung sollen neuartige Maschinen wie Roboter zum Einsatz kommen. Im ZLA wurde die Technik näher betrachtet. Gleichzeitig ergibt eine Bestandsaufnahme:…
In unserem Gehirn werden Signale nicht immer auf dieselbe Weise verarbeitet: Bestimmte Rezeptoren modulieren diese Verarbeitungsprozesse. Sie beeinflussen so unsere Stimmung, Wahrnehmung und unser Verhalten auf vielfältige Weise. Zu dieser Gruppe gehört auch der 5-HT2A-Rezeptor, der eine Besonderheit hat: Er dämpft eintreffende visuelle Informationen, sodass unser Gehirn mehr Raum für interne Prozesse und Interpretationen hat. Diese Erkenntnis eines Forschungsteams der Ruhr-Universität Bochum könnte auch die Wirkung von Drogen wie LSD erklären: Wird der Rezeptor dadurch überaktiviert, werden externe Sinneseindrücke unterdrückt…
…führt zu höherem Katastrophenrisiko in Gebirgsregionen. Der Klimawandel wird – vor allem angesichts der weiter wachsenden Weltbevölkerung – das Katastrophenrisiko insbesondere für Menschen in Gebirgsregionen erhöhen. Eine unterschätzte Gefahr im Gebirge sind sich langsam bewegende Erdrutsche, die Gebäude und Infrastrukturen beschädigen und bei einem plötzlichen Einsturz viele Todesopfer fordern können. Immer mehr Menschen, die bei weiter zunehmender Bevölkerung auf steileren Hängen siedeln, sind dieser Gefahr ausgesetzt, wie Forschende der Universität Potsdam und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung in Zusammenarbeit mit internationalen…
BMBF-Zukunftscluster QSens startet in die zweite Förderphase. Im Zukunftscluster QSens der Universitäten Stuttgart und Ulm forschen Wissenschaftler*innen, Unternehmen und Start-ups erfolgreich an innovativen Quantensensoren und ihrem Transfer in die Praxis. Diese bergen vielversprechende Potenziale beispielsweise für die Gesundheitsversorgung, das Internet der Dinge oder erneuerbare Energien. Das Bundesministerium für Bildung- und Forschung (BMBF) fördert QSens im Rahmen des Wettbewerbs Clusters4Future für weitere drei Jahre mit circa 15 Millionen Euro. Quantensensoren auf dem Weg zur Marktreife Blick in den Reinraum: Hier werden…
5-Formylcytosin ist an Aktivierung von Genen in früher Entwicklung von Wirbeltieren beteiligt. Eine DNA-Modifikation mit der Bezeichnung 5-Formylcytosin (5fC) fungiert als epigenetischer Schalter, der Gene in der frühen embryonalen Entwicklung aktiviert. Zu diesem Ergebnis kommen Forschungen der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Christof Niehrs am Institut für Molekulare Biologie (IMB) in Mainz. Damit wird erstmals gezeigt, dass Wirbeltiere mehr als eine Art von epigenetischer DNA-Markierung besitzen. Das Ergebnis wirft außerdem ein neues Licht darauf, wie Gene in den frühesten Stadien der…
Forschende haben den Mechanismus aufgeklärt, mit dem die Integrität des Zentromers bewahrt wird – ein Schlüsselfaktor der Zellteilung. Das Zentromer ist ein spezieller Bereich der DNA, an dem der sogenannte Spindelapparat ansetzt, um identische Kopien des genetischen Materials der Zelle in neu gebildete Zellen aufzuteilen. Forschende der LMU und der Universität Edinburgh unter der Leitung von Professor Jeyaprakash Arulanandam haben nun gezeigt, dass ein Protein namens PLK1 einen Prozess anstößt, durch den Schlüsselproteine des Zentromers während der Zellteilung zur richtigen…
… verwandeln sich in vielseitige Roboter. Wissenschaftler*innen des MPI-IS haben elektrisch betriebene Roboterkomponenten, sogenannte HEXEL-Module, entwickelt, die sich zu rekonfigurierbaren Hochgeschwindigkeitsrobotern zusammenstecken lassen. Magnete an der Außenseite der Module ermöglichen es ihnen, sich elektrisch und mechanisch mit anderen Modulen zu verbinden Es entstehen Roboter mit unterschiedlichen Formen und Fähigkeiten – ein nachhaltiges Roboterdesign. HEXEL-Module sind eine vielversprechende Technologie. Eine Vision ist der Einsatz z. B. bei Weltraum- oder Rettungsmissionen. Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart integrieren weiche, künstliche…
FBH auf den Photonics Days 2024. Am 9. und 10. Oktober 2024 beteiligt sich das Ferdinand-Braun-Institut an den Photonics Days Berlin Brandenburg mit Vorträgen und der begleitenden Ausstellung. Zwei Tage lang tauschen sich Expert*innen aus Forschung und Industrie in Berlin-Adlershof zu aktuellen Trends in Lasertechnologie, Heterointegration, Mikrosystemtechnik und weiteren Themen aus. Ein zentraler Fokus liegt am 9. und 10. Oktober auf den Quantentechnologien. Prof. Tim Schröder, der das Joint Lab Diamond Nanophotonics am Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) und an…
Forschende aus 33 Ländern erstellen Referenzgenome von 98 Arten. Wissenschaftler:innen aus ganz Europa ist es im Rahmen des Pilotprojekts des European Reference Genome Atlas (ERGA) gelungen, hochwertige Referenzgenome für 98 Arten zu erstellen. Dies ist ein wichtiger Meilenstein in ihrem Vorhaben, eine Referenzgenom-Datenbank für alle europäischen Tiere, Pflanzen und Pilze zu schaffen. Die ehemalige ERGA-Vorsitzende Dr. Camila Mazzoni vom Leibniz-IZW initiierte das Pilotprojekt im Jahr 2021 als dezentrales Kooperationsprojekt mit dem Input aller Genomforschenden in Europa. Dieses neuartige, integrative Vorgehen…
IAT begleitet Fab.Region Bergisches Städtedreieck. Kann zirkuläre Wirtschaft helfen, unser Wirtschaftssystem umweltverträglicher und sozial gerechter zu machen? Die „Fabrication City“ – kurz „Fab City“ ¬– kann (fast) alles, was sie konsumiert, selbst vor Ort produzieren. Rohstoffe werden rückgeführt, Überproduktion vermieden, Transporte werden reduziert und regionale Akteure eingebunden. Das EFRE-Projekt „Fab.Region Bergisches Städtedreieck“ möchte als erste Fab Region Deutschlands Transformationsprozesse zu einer co-kreativen, nachhaltigen zirkulären Wirtschaft vorantreiben. Das Institut Arbeit und Technik (IAT/ Westfälische Hochschule Gelsenkirchen) beteiligt sich an dem Projekt…
Bioreaktor soll Qualität und Kultivierungszeit von Spenderhornhäuten verbessern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Validierung eines Bioreaktors für Augenhornhäute mit 1,8 Millionen Euro. Das Projekt BioCor soll die Ergebnisse von Hornhauttransplantationen verbessern und gleichzeitig den Weg für bessere In-vitro-Testmethoden ebnen. Würzburg. In Deutschland werden jährlich rund 9.000 Augenhornhäute transplantiert. Damit ist die transparente, äußere Schicht des Auges, die eine wichtige Rolle für klares Sehen spielt, das am häufigsten transplantierte Gewebe. Der Bedarf an Spenderhornhäuten ist jedoch deutlich…
Mit der Wahl der richtigen Lebensmittel kann man viel für die eigene Gesundheit tun – und auch zu einem mehr oder weniger umweltfreundlichen Konsum beitragen. Das gilt auch für Fische und ihr Futter. Am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) beschäftigen sich Forscherinnen und Forscher mit Futtermitteln für Aquakultur und Aquaponik. Ihr Ziel ist es, die Ernährung der Fische in der Aufzucht zu optimieren und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Heutzutage stammt mehr als die Hälfte des konsumierten Fisches nicht…
Forschende diskutieren in Bielefeld… Konferenz mit rund 100 Fachleuten aus 16 Ländern. Von Kosmetik bis Tierfutter: Algen gelten als vielversprechende Alternative, um ökologisch nachhaltige Produktionsmethoden für die Industrie zu entwickeln. Um neue Entwicklungen in der Algenbiotechnologie geht es bis kommenden Mittwoch auf der 13. internationalen Forschungskonferenz des Centrums für Biotechnologie (CeBiTec). Die Forschungseinrichtung heißt rund 100 Expert*innen aus 16 Ländern und vier Kontinenten an der Universität Bielefeld willkommen. Die vortragenden Wissenschaftler*innen kommen zum Beispiel aus den USA, Frankreich, Japan und…
Brownsches Reservoir Computing ermöglicht, Handbewegungen mit den Bewegungen eines Skyrmions zu erkennen / Veröffentlichung in Nature Communications. Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist es gelungen, das Brownsche Reservoir Computing weiterzuentwickeln und einfache Gesten einer Hand auf das System zu übertragen, sodass mithilfe von Skyrmionen die einzelnen Gesten detektiert werden können. “Wir sind erstaunt, wie gut unser Hardware-Ansatz funktioniert und energieintensiven Software-Lösungen mit neuronalen Netzen überlegen ist”, teilt Grischa Beneke vom Institut für Physik der JGU mit. Beneke, Mitarbeiter im…
Clinical Trial Update der Universitätskliniken Würzburg und Cleveland . In der verlängerten Nachbeobachtung der Phase-1-Studie DeLLphi-300 zeigte der bispezifische T-Zell-Engager Tarlatamab bei vorbehandeltem kleinzelligem Bronchialkarzinom (SCLC) eine bislang unerreichte Überlebenszeit und mögliche Hinweise auf eine intrakranielle Aktivität. Die neue zielgerichtete Immuntherapie wird die Standardtherapie dieser besonders aggressiven Form von Lungenkrebs verändern. Das kleinzellige Bronchialkarzinom, kurz SCLC (Small Cell Lung Cancer), ist eine besonders aggressive Form von Lungenkrebs. Da die Erkrankung selbst bei Erstdiagnose oft nicht operabel ist, erfolgt die initiale…
Neues Gehirnorganoid bildet menschliche Kortexbereiche nach. Hirnorganoide bieten einzigartige Einblicke in das menschliche Gehirn. Nun hat die Gruppe von Jürgen Knoblich am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften eine neue Method entwickelt, mit der WissenschaftlerInnen Hirnorganoide mit ausgeprägten kortikalen Bereichen erzeugen. Diese Organoide ähneln auch in ihrem Aufbau der typischen Strukturierung in Vorder- bis Rückseite. Gemeinsam mit KollegInnen am Human Technopole und der Universität von Milan-Bicocca berichten sie über diese Methode, die WissenschaftlerInnen einen tieferen Einblick…