GNSS ermöglicht die zentimetergenaue Positionsbestimmung mit Hilfe der Trägerphase. Diese wird in einem GNSS-Empfänger mit einem Phasenregelkreis (PLL) kontinuierlich bestimmt. Heutige GNSS-Empfänger tracken die Trägerphase von jedem Satellit und jeder Frequenz aber getrennt. Dies ist ein großer Nachteil, da die sehr starke spektrale und räumliche Korrelation zwischen den Trägerphasen nicht genutzt wird. Damit ist das Phasentracking sehr fehleranfällig. Dies führt insbesondere bei kostengünstigen GNSS-Empfängern zu einer Vielzahl von Phasensprüngen. Das patentierte Verfahren beinhaltet ein Vektor-Phasentracking, das die Trägerphasen aller sichtbaren Satelliten auf allen verfügbaren Frequenzen gemeinsam verarbeitet und dabei die räumliche und spektrale Korrelation der Messungen ausnutzt. Das Verfahren ermöglicht ein kontinuierliches, sprungfreies Tracking der Trägerphasen, auch dann wenn die Signalstärke (C/N0) einzelner Satelliten um 20 dB einbricht. Damit ist das Verfahren besonders hilfreich bei der Verwendung von kostengünstigen GNSS-Empfängern/Antennen, in Umgebungen mit starken Mehrwegefehlern und bei ionosphärischen Szintillationen.
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