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Biologisch verträgliche Cholinverbindungen und deren Verwendung als Tensid

Hintergrund:

Vor allem in der Kosmetik- und Waschmittelindustrie werden ständig neue Tenside gesucht, die positive Eigenschaften hinsichtlich Verträglichkeit und Umweltfreundlichkeit aufweisen und zusätzlich pflegende Eigenschaften besitzen. Die von der Universität Regensburg entwickelten Cholinverbindungen weisen hervorragende tensidische Eigenschaften auf, besonders im Bezug auf Wasserhärteunempfindlichkeit und Hautverträglichkeit. Bisher konnten keine längerkettigeren Fettsäuren als C12 zur gängigen Tensidherstellung benutzt werden. Aufgrund der hohen Wasserlöslichkeit der Cholintenside wird nunmehr ein breiteres Spektrum an nachwachsenden Rohstoffen wie beispielsweise Palmöl, welches bis zu 44% Palmitinsäure (C16) enthält, als Ausgangsrohstoff zur Herstellung zugänglich. Dabei können weiterhin gängige Tensidherstellungsverfahren eingesetzt werden. Vorteile: • Bessere Hautverträglichkeit im Vergleich zum gängigen Natriumdodecylsulfat (SDS) und zusätzlich geringere Wasserhärteempfindlichkeit. • Cholin als körpereigener Metabolit kann im Gegensatz zu konventionellen quartären Ammoniumverbindungen, die beispielsweise in Weichspülern eingesetzt werden, der Haut zusätzlich als Pflegewirkstoff dienen. • Kostengünstigere Herstellung im Vergleich zu ethoxylierten anionischenTensiden. • Hohe Waschaktivität aufgrund der erhöhten Wasserlöslichkeit. • Nachwachsende Rohstoffe, inklusive der längerkettigen Fettsäuren, können als Ausgangsrohstoffe verwendet werden. • Breitere Auswahlmöglichkeit der nachwachsenden Ausgangsrohstoffe, da man nicht mehr auf C12 und kürzere Fettsäuren beschränkt ist.

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Bayerische Patentallianz GmbH
Tel.: +49 89 5480177-0

Ansprechpartner
Peer Biskup

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