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Verfahren zum Reinigen mit Kohlendioxid

Organische Lösungsmittel, oft brennbar und toxisch, haben zwar gute Fett- und Öllöseeigenschaften, aber ein mäßiges Partikelabtragsverhalten. Zur Entfernung löslicher Verunreinigungen müssen aufwändige wässrige Tensidformulierungen eingesetzt werden, die eine aufwändige Wasseraufbereitung benötigen. Entwickelt wurde ein Verfahren, bei dem eine Wasser-Kohlendioxid-Mischung in verflüssigtes oder überkritisches Kohlendioxid eingespritzt wird. Durch die Entspannungskälte des eingespritzten Kohlendioxids entstehen Clathrate (Wasser- / Kohlendioxid-Kristalle) weit oberhalb des Gerfrierpunkts von Wasser, die einen Abtrag festhaftender Verunreinigungen wie Späne oder Polierpasten erlauben. Danach lösen sich die Clathrate wieder auf. Zusätzliche chemische Stoffe sind nicht erforderlich. Ergänzend weist flüssiges Kohlendioxid ein hohes Lösungsvermögen für Öle und Fette auf.

Das Verfahren ist oberflächenschonend: In einem einzigen Prozessschritt werden Fette, Öle und Partikel entfernt. Zusätzliche Chemikalien werden nicht benötigt und Sekundärabfälle entfallen.

Dr. Hanns-Günther Mayer
Forschungszentrum Karlsruhe GmbH
Stabsabteilung Marketing, Patente und Lizenzen
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
D-76344 Eggenstein-Leopoldshafen
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