Damit gelang es Prof. Hans Ströher, Direktor am Institut für Kernphysik, erstmals einen sogenannten “Advanced Grant” des ERC an das Forschungszentrum Jülich zu holen.
Das auf fünf Jahre ausgelegte Forschungsprojekt hat zum Ziel, einen hochintensiven Teilchenstrahl von polarisierten Antiprotonen in einem Speicherring herzustellen. Polarisiert sind Teilchen, wenn sie einen einheitlichen Spin aufweisen.
Mit Spin wird die Eigenrotation bezeichnet, also die Drehung der Teilchen um die eigene Achse. Von Experimenten an dem polarisierten Anti-Teilchenstrahl erhoffen sich die Wissenschaftler neue, grundlegende Erkenntnisse über den Aufbau der Materie.
Im ersten Teil des Projekts erproben und verbessern Ströher und sein Team am Jülicher Teilchenbeschleuniger COSY an Protonen ihre Methode, Teilchen zu polarisieren. Im nächsten Schritt wenden sie ihre Erkenntnisse auf Antiprotonen an, dann an einem Speicherring von CERN, dem weltgrößten Forschungszentrum für Kern- und Teilchenphysik in der Nähe von Genf.
“Die Förderung ist eine Anerkennung unserer bisherigen Arbeit an COSY. Gleichzeitig dokumentiert sie das große Interesse in Europa an dem Jülicher Projekt zum Spin”, so Ströher. An dem geförderten Projekt sind auch Forscher aus Georgien, Italien, Schweden und Russland beteiligt.
Weiterführende Informationen zum Institut für Kernphysik:
http://www.fz-juelich.de/ikp/de/index.shtml
Weiterführende Informationen zum Projekt:
http://www.fz-juelich.de/ikp/pax/
Weiterführende Informationen zum ERC:
http://erc.europa.eu/




