In Kürze wird es in HESS-II umbenannt und mit einem fünften Teleskop ausgestattet, das seine Leistungsfähigkeit verdoppelt.
Das neue Teleskop wird über eine Kamera verfügen, die von französischen Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Einrichtungen entwickelt wurde: – CNRS/IN2P3 (Zentrum für wissenschaftliche Forschung/Nationales Institut für Nuklear- und Teilchen- Physik)
– INSU (Nationales Institut für Weltraumwissenschaften)
– CEA-Irfu (Nationales Institut zur Erforschung der Grundgesetze des Weltraums).
Seit seiner Eröffnung im Jahr 2004 hat H.E.S.S. bereits zahlreiche unbekannte Gammastrahlenquellen entdeckt. Seinen vier Teleskopen von 12m Durchmesser ist es zu verdanken, dass auf H.E.S.S. die Entdeckung von 53 der bis heute 84 gefundenen Quellen zurückgeht.
Das neue und zentrale Teleskop von 28m Durchmesser wird das Licht auf die von den Franzosen entwickelte neue Kamera konzentrieren. Diese besitzt eine lichtempfindliche Oberfläche von 2,15m Durchmesser und ihre Granularität (Körnigkeit) ist doppelt so hoch wie bei herkömmlichen Kameras. Sie wird jedes einzelne Gammaphoton in nur wenigen Nanosekunden (10^-9) erkennen.
Die H.E.S.S.-Anlage wird die Grenze des Sichtbaren verschieben und den Schleier über den extremsten Situationen am Himmel lüften, wie Supernovae, schwarze Löcher oder aktive galaktische Kerne.
Quelle: “HESS-II : une nouvelle caméra pour explorer l’Univers violent”, Pressemitteilung des CEA – 15.06.2010 http://www.cea.fr/le_cea/actualites/hess-ii_nouvelle_camera-34626
Redakteur: Philippe Rault, philippe.rault@diplomatie.gouv.fr
Wissenschaft-Frankreich (Nummer 186 vom 23.05.2010) Französische Botschaften in Deutschland und Österreich




