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Die Sichtung schädlicher Algen

Eine Reihe toxischer Algenspezies könnte Standorte mit Schalentierkulturen verunreinigen, und im schlimmsten Fall zum Tod derjenigen führen, die verunreinigte Schalentiere essen. Diese Art von Algenwuchs in Küstengewässern wird als schädliche Algenblüten (HABs – Harmful Algal Blooms) bezeichnet. Da Algen die Grundlage der Nahrungskette im Meer darstellen, wirkt sich die Entwicklung von HABs für eine Reihe von Lebewesen wie auch für den Menschen nachteilig aus.

Gegenwärtig gibt es keine effektive Methode, um diese Algenspezies in situ zu erkennen. Im Rahmen des von der Europäischen Kommission finanzierten HAB-BUOY-Projekts wurde ein neuartiges Gerät entwickelt, das in der Lage sein soll, diese Aufgabe zu erfüllen. Mit anderen Worten, dieses innovative Instrument kann in küstennahen Aquakulturen HABs sichten und beobachten.

Die HAB-Buoy-Prototypen, die im Grunde modifizierte Mikroskope sind, können die meisten Organismen, die in den Testproben vorhanden waren, entdecken und bildlich darstellen. Diese Geräte beinhalten natürliche Objekterkennungs-Software und können an zahlreichen Standorten, einschließlich Gewässern, eingesetzt werden. Diese Software könnte die Forscher dabei unterstützen, die jeweiligen Spezies zu identifizieren, die immer in den beobachteten HABs vorhanden waren.

Drei HAB-Buoy-Prototypen wurden in Spanien, Italien und Irland eingesetzt und lieferten Erfolg versprechende Ergebnisse. Instrumente dieser Art werden dazu beitragen können, die Sicherheit der Nahrungsmittel aus dem Meer zu erhöhen und die Konkurrenzfähigkeit der europäischen Schalentierindustrie zu verbessern. Weitere Einsatzmöglichkeiten könnten sich im Bereich der Wasserqualität bieten. Die Entwickler streben an, diese Innovation kommerziell zu nutzen.

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