Eine neue VR-Plattform ermöglicht die Darstellung riesiger Datenmengen. Dies kann unter anderem bei der Untersuchung seltener Gendefekte hilfreich sein. Netzwerke bieten eine leistungsstarke Darstellung- und Analysemöglichkeit komplexer Systeme. Je nach Größe und Komplexität des Netzwerks stoßen aber viele Visualisierungen an ihre Grenzen. Ein derartig komplexes, kaum darstellbares System bilden die Protein-Interaktionen im menschlichen Körper. Jörg Menche, Adjunct Principal Investigator am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Professor an der Universität Wien sowie Forschungsgruppenleiter der Max Perutz…
DFKI startet mit AI-TEST-FIELD weiteres Agrar-Projekt. Intelligente Assistenzsysteme und hochautomatisierte Maschinen können die Effizienz und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft steigern. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) arbeitet in einem neuen Projekt mit Partnern aus Industrie und Forschung an sicheren und zertifizierbaren Sensorsystemen zur semantischen Umgebungswahrnehmung – der dafür wichtigen technologischen Grundlage. In einem Outdoor-Testfeld auf einer Agrarfläche wird erstmals ein Umfeld geschaffen, das die schwierigen Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft reproduzierbar und verifizierbar abbildet, um KI-Algorithmen zur Dateninterpretation entwickeln und…
Mit Blick auf zukünftige Mobilfunkstandards arbeitet ein europäisches Konsortium an der nächsten Antennengeneration für drahtlose Netzwerke. Österreich ist mit NXP, Technikon und der TU Graz prominent vertreten. In Europa ist derzeit noch der 5G-Ausbau zentrales Thema – dennoch arbeitet ein europäisches Konsortium, bestehend aus führenden Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Bereich des Mobilfunks und der Nachrichtentechnik, an der technischen Machbarkeit von 6G. Maßgeblich daran beteiligt sind die österreichischen Unternehmen Technikon Forschungs- und Planungsgesellschaft mbH (als Koordinator) und NXP Semiconductors Austria sowie…
Forscher der Technischen Universität Ilmenau haben wegweisende Fortschritte im Bereich des maschinellen Lernens erzielt. In einer umfangreichen Studie untersuchten die Wissenschaftler, wie die Wirkmechanismen, die es Menschen ermöglichen, Erlerntes im Schlaf zu vertiefen, auf künstliche neuronale Netze übertragen werden können. Die Forschungsergebnisse werden dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit selbst lernender Maschinen drastisch zu erhöhen. Forscher der Technischen Universität Ilmenau haben wegweisende Fortschritte im Bereich des maschinellen Lernens erzielt. In einer umfangreichen Studie untersuchten die Wissenschaftler, wie die Wirkmechanismen, die es Menschen…
Mit Licht lassen sich Quanteninformationsverarbeitungssysteme, beispielsweise Quantencomputer, schnell und effizient betreiben. Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an der Chimie ParisTech – CNRS haben nun die Entwicklung von molekülbasierten Materialien, die sich als lichtadressierbare fundamentale Quanteneinheiten eignen, wesentlich vorangebracht: Wie sie in der Zeitschrift Nature Communications berichten, haben sie erstmals die Möglichkeit demonstriert, Kernspinniveaus eines molekularen Komplexes aus Europium(III)-Seltene-Erden-Ionen mit Licht zu adressieren. (DOI: 10.1038/s41467-021-22383-x) Ob bei der Arzneimittelentwicklung, in der Kommunikation oder für Klimaprognosen: Informationen schnell und…
Projekt DEVEKOS nach vier Jahren erfolgreich abgeschlossen … Mit der Industrie 4.0 entwickelt sich eine völlig neue Maschinenarchitektur auf Basis von digitalen Repräsentanzen, die reale Komponenten und Maschinen analog abbilden. Dadurch steigt die Komplexität im Engineering verteilter und wandlungsfähiger Produktionssysteme und die Anforderungen an eine Industrie 4.0 konforme Kommunikation, welche durchgängig, interoperabel und herstellerunabhängig sein muss. Robuste, sichere und echtzeitfähige Kommunikationslösungen für die Industrie, sowie durchgängiges und funktionsorientiertes Engineering für industrielle Anwendungen auf Basis offener Standards wie beispielsweise OPC UA…
– vom Original kaum noch unterscheidbar! Insbesondere für blinde oder sehbehinderte Menschen sind Computeranwendungen, die Texte vorlesen, bereits heute eine große Hilfe im Alltag. Auch beim Autofahren hat man sich längst an die freundlichen Stimmen aus der Navigation gewöhnt, die Fahrenden gefährliche Ablenkungen ersparen. Aber natürlich birgt die neue Technik auch Gefahren. Das Institut für Informationssysteme der Hochschule Hof forscht mit einer Studie an der Akzeptanz der künstlich generierten Stimmen und entwickelt eigene Modelle für den deutschen Markt. Die Qualität…
Wie Methoden der nichtlinearen Algebra einen effektiven Umgang mit großen Datenmengen sichern … Das fortlaufende Erzeugen von Informationen und das Generieren entsprechender Daten sind charakteristische Merkmale unserer heutigen Zeit. Diese riesigen Datenmengen zu interpretieren, effektiv zu handeln und nutzbar zu machen, hat sich eine neu gegründete Emmy-Noether-Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Mathematik zum Ziel gesetzt. Mathematische Theorien und die Entwicklung einer entsprechenden Software sollen zur Lösung komplizierter Fragestellungen in der nichtlinearen Algebra beitragen und die theoretischen Grundlagen in verschiedenen Bereichen anwendbar…
Zunehmende Rettungsfahrten verschärfen den Notärzte-Mangel, vor allem auf dem Land. Das mittelständische Unternehmen FTI will mit einer digitalen Lösung die Kapazitäten von Notärzten effektiver einsetzen. Plötzliche Atemnot, stechender Schmerz in der Brust. Der Ehemann einer 80-Jährigen meldet der Notfallzentrale, dass er bei seiner Partnerin einen Herzinfarkt vermutet. Jetzt zählt jede Sekunde: Die Notfallzentrale alarmiert die nächstgelegene Rettungswache und der Krankenwagen fährt zum Unfallort. Gleichzeitig macht sich vom nächsten Krankenhaus ein Notarzt auf den Weg. Dieser ist bei Einsätzen mit lebensbedrohlichen…
DFKI startet EU-Projekt zur Erkundung von Lava-Höhlen durch kooperierende autonome Rover. Wasser, Schutz, stabile Temperaturen: Die Lava-Höhlen auf dem Mond sind von großem Interesse, wenn es um geeignete Orte für langfristige lunare Missionen geht. Um ihr Potential für die Raumfahrt zu untersuchen, sollen zukünftig Teams aus Robotern in die Höhlen vordringen. Ein europäisches Konsortium unter der Leitung des DFKI erforscht im Projekt „CoRob-X“, wie ein Team aus mehreren Robotern sich weitestgehend autonom abseilen und die Tunnel erforschen kann. Das Ziel…
Prof. Wolfgang Kellerer zur Entwicklung der nächsten Mobilfunkgeneration Von der Kommunikation mit Hologrammen bis zu ferngesteuerten Operationen – die nächste Mobilfunkgeneration 6G soll zahlreiche Hightech-Anwendungen möglich machen. An der Technischen Universität München (TUM) startet nun ein Großprojekt, das die wichtigsten Grundlagen für den neuen Standard legen will. Projektleiter Prof. Wolfgang Kellerer erklärt im Interview, wie 6G zum intelligentesten Mobilfunknetz wird, wann Deutschland eine führende Rolle einnehmen könnte und warum es in der Forschung weniger um Geschwindigkeitsrekorde als vielmehr um eine…
Hochfliegende Pseudo-Satelliten im Einsatz Unter hochfliegenden Pseudo-Satelliten (High Altitude Pseudo Satellites), kurz HAPS, verstehen Expert*innen ein unbemanntes Luftfahrzeug, das in der Stratosphäre unterwegs ist. Es liefert zum Beispiel Erdbeobachtungsdaten und kann für Telekommunikationsanwendungen wie 5G eingesetzt werden. Ziel des Projekts OBeLiSk ist es, erstmals ein operationelles Betriebskonzept zur sicheren und effizienten Luftraumintegration von HAPS zu entwickeln und zu validieren. Um die Sicherheit im Luftraum zu gewährleisten, arbeitet die Technische Universität Braunschweig als Projektpartner an einem HAPS-Flugsicherungskonzept. HAPS sind vollautomatische Systeme…
Eine an der HTW Dresden entwickelte App unterstützt Autofahrerinnen und -fahrer im Straßenverkehr, indem sie mögliche Gefahrenquellen identifiziert und anzeigt. Die Idee zur App stammt von Dr. Toralf Trautmann, Professor für Kraftfahrzeug-Mechatronik an der HTW Dresden. Die Basis bildeten Untersuchungen mit Senioren, um kritische Fahrsituationen zu erfassen. So ermittelten die Forscher zum Beispiel anhand der Messung von Herzfrequenzen, welche Situationen im Straßenverkehr Fahrerinnen und Fahrern Stress verursachen. Gemeinsam mit der Dresdner Firma casonex GmbH, gegründet von zwei Informatik-Absolventen der HTW…
Institut für Nachrichtenübertragung der Universität Stuttgart demonstriert Verfahren für weltweit höchste spektrale Effizienz bei Glasfasern. In der Nachrichtentechnik erfordern hohe Datenübertragungsraten hohe Leistungen beziehungsweise sehr viel Energie. Anders als zum Beispiel in der Funktechnik vergrößert sich in der optischen Übertragungstechnik allerdings bei hohen Leistungen die Signalbandbreite während der Ausbreitung. Das führt zu Informationsverlusten beim Empfänger. Aus diesem Grund bleibt man in der Praxis heute weit unterhalb der theoretisch möglichen Datenübertragungsrate. Um das zu ändern, werden Signalformen gesucht, die sich möglichst…
– mit Sensoren und Künstlicher Intelligenz Der 3D-Druck ermöglicht eine Produktion in Losgröße 1. Das bedeutet, dass kein Produkt dem anderen gleicht, weil jedes Teil individuell für den Kunden entworfen wird. Interessant ist das unter anderem für die Medizintechnik. Additiv gefertigte Zahnschienen, Hörgeräte und sogar Implantate lassen sich perfekt an den Körper eines einzelnen Patienten anpassen und trotzdem kostengünstig herstellen. Eine Herausforderung für Unternehmen ist allerdings die Qualitätssicherung. Personalisierte Medizinprodukte unterliegen strengen Vorgaben an die Sicherheit. Die Hersteller müssen garantieren…
Ein internationales Forschungsteam unter Führung der Uni Würzburg möchte mit einem Roboter Lavahöhlen auf dem Mond erkunden. Das Konzept ist für die ESA dermaßen vielversprechend, dass es jetzt eine Machbarkeitsstudie gibt. Erst kürzlich ist der Mars-Rover „Perseverance“ der US-Raumfahrtbehörde NASA auf unserem Nachbarplaneten gelandet. Der kleine Roboter soll die weitere Erforschung des Mars entscheidend vorantreiben. Entsprechend groß ist das Interesse der Wissenschaft an der NASA-Mission. Doch auch die Europäische Weltraumorganisation (ESA) nutzt das Prinzip, mit Robotern entfernte Himmelskörper zu erkunden….