Bei digitalen Unterschriften sieht das anders aus: Zwar bestehen sie aus Abfolgen der Ziffern 0 und 1 und sind daher auch noch nach langer Zeit lesbar.
Ihre Verschlüsselung allerdings kann sie nicht dauerhaft vor Fälschungen sichern. Entspricht die Länge der Verschlüsselung nicht mehr dem allgemeinen Sicherheitsstandard, lassen sich Fälschungen nicht mehr vom Original unterscheiden – die Unterschrift ist wertlos.
Digitale Unterschriften müssen daher rechtzeitig an die Sicherheitsstandards angepasst werden. Hierbei hilft die Software ArchiSoft, die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT in Darmstadt entwickelt haben und die von den Firmen AuthentiDate und intarsys vertrieben wird. Welche Verfahren als sicher gelten, legt die Bundesnetzagentur in ihrem jährlichen Algorithmenkatalog fest.
So verlieren beispielsweise Ende 2015 zwei sehr verbreitete Verfahren ihre Eignung. Bislang muss jedes Dokument, dessen digitale Unterschriftnicht mehr ausreichend verschlüsselt ist, durch eine externe Agentur mit einem Zeitstempel beglaubigt werden.
Da jeder Zeitstempel einige Cent kostet, kann das bei Millionen von Dokumenten schnell zu hohen Kosten führen. Archisoft dagegen bündelt die Dokumente so, dass nur noch ein einziger Zeitstempel bezahlt werden muss – und dennoch alle enthaltenen Dokumente beglaubigt sind. Statt Tausenden Euros kostet dies nur wenige Cent.
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