Der Technologiekonzern IBM hat den Zuschlag zum Bau des weltweit schnellsten Supercomputers bekommen. Er soll im Auftrag des Kernwaffenforschungszentrums Los Alamos National Laboratory in New Mexiko entstehen. Mit dem System soll erstmals die Marke von einem Petaflops Rechenleistung durchbrochen werden. Die Ausschreibung begann im Mai. Für die erste Phase des Projektes hat der US-Senat 35 Mio. Dollar bewilligt. Dies berichtete das Branchenportal Cnet.
Kernstück des Roadrunner genannten Hochleistungsrechners sollen AMDs Opteron-Prozessoren und Cell-CPUs darstellen. Cell ist ein leistungsfähiger Chip, der von dem Unternehmen in Zusammenarbeit mit Sony und Toshiba entwickelt wurde. Mit dem Bau werde noch in diesem September begonnen. 2007 soll das System vollständig ausgebaut sein.
Die USA liefert sich somit einen Wettkampf mit Japan um die Rechnerkrone. Das japanische Institut für physikalische und chemische Wissenschaften RIKEN hat bereits einen Rechner fertig gestellt, der nahe an die Petaflops-Marke heranreicht. Der Protein Explorer wird zur Simulation von Eiweißmolekülen eingesetzt. Genaue Vergleichsdaten konnten die Forscher jedoch noch nicht vorlegen, da der für diesen Zweck gebräuchliche Linpack-Benchmark – ein hoch paralleller Computing-Test, der die Rechenperformance bei der Lösung von linearen Gleichungen misst – nicht durchgeführt wurde.
Weltweit führend ist nach wie vor ebenfalls eine IBM-Installation, der Blue Gene/L. Der in den USA befindliche Supercomputer verteidigte im Ranking vergangenen Oktober locker den ersten Platz, indem er seine Werte auf 280,6 TeraFlops mehr als verdoppelte (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=051029009 ). Der schnellste Computer Europas steht derzeit in Jülich. Er stammt ebenfalls aus dem Hause IBM und schaffte im Test 46 TeraFlops (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=060307004 ).




