Anfang Mai wird das Kompetenzzentrum “Advanced Software Architectures” an der Fakultät Informatik der TU Dresden eröffnet. Es bündelt Wissen und Erfahrungen auf den Gebieten Ubiquitous Computing (kleinste, miteinander drahtlos vernetzten Computer, die sich in Alltagsgegenständen wiederfinden lassen), Software Engineering und Data Analysis. In enger Kooperation mit der SAP Research Group Dresden und vielen weiteren Partnern wird insbesondere das Ziel verfolgt, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu den gesetzten Schwerpunktthemen durchzuführen sowie Nachwuchswissenschaftler im Rahmen eines Doktorandenprogramms gezielt zur Promotion zu führen.
Softwarelösungen werden immer stärker zu Verbundsystemen vernetzt. Durch unterschiedlichste stationäre und mobile Endgeräte sowie zugehörige Mobilfunknetze werden umfassende Verarbeitungsabläufe ermöglicht, größte Datenmengen sind dabei effizient und konsistent zu analysieren und zu verwalten und neue Formen der Softwareentwicklung auf Komponenten- und Service-Basis sind bereitzustellen. Diese miteinander verzahnten Anforderungen werfen zahlreiche Forschungsfragen auf, wobei überzeugende Lösungen und Validierungen am besten in Kooperation von Industrie- und Anwendungspartnern möglich sind. Damit soll gleichzeitig auch ein nachhaltiger Beitrag zu konkreten Anwendungsfeldern geleistet werden; beispielsweise Logistikketten, komplexe Arbeitsabläufe, Applikationen in der Fertigungssteuerung, Facility Management oder auch Anwendungen im Telematik-Umfeld.
Das Kompetenzzentrum wird durch mehrere Professuren getragen, die sich gegenseitig ergänzen und zu den gesetzten Zielen aktiv untereinander, mit der SAP Research Group Dresden sowie mit weiteren Partnern kooperieren. Die Gründungsmitglieder umfassen die Professuren für Softwaretechnologie (Prof. Assmann), Technische Informationssysteme (Prof. Kabitzsch), Datenbanken (Prof. Lehner) und Rechnernetze (Prof. Schill – Sprecher, Dr. Springer – Geschäftsführer). Eine zukünftige Erweiterung um zusätzliche Bereiche mit nachhaltigen Synergieeffekten in der Kooperation wird angestrebt.




