Software zur Dimensionierung und Optimierung von Entwürfen industrieller Produkte
Das französische Spinoff «DPT»* hat die Softwaresuite Pro@Design entwickelt. Sie dient der Dimensionierung und Optimierung von Entwürfen industrieller Produkte durch die automatische und symbolische Verarbeitung von analytischen technisch-ökonomischen Modellen im Engineering.
Pro@Design setzt sich aus mehreren Softwarekomponenten zusammen: Pro@Design-Generate verarbeitet das vom Ingenieur eingegebene mathematische Modell, im Hinblick auf das spezifische Problem und erzeugt automatisch ein sogenanntes «Computational Objekt», welches das Funktionieren des Modells nachahmt. Diese Phase dauert nur wenige Sekunden. Pro@Design-Compute überprüft die Gültigkeit des Modells. In der darauffolgenden Phase ermöglicht Pro@Design-Optimize dem Ingenieur ein Pflichtenheft und Randbedingungen (bis zu 20 Parametern) einzugeben und liefert so automatisch eine Dimensionierung, die anhand eines Gradient-Algorithmus optimiert werden kann. Sie ist zum Beispiel sehr leistungsfähig für nicht-lineare Probleme im Engineering. Anschließend können die Ergebnisse der Optimierung, anhand von Tabellen und Graphiken, analysiert werden. Des Weiteren kann eine Sensibilitätsanalyse durchgeführt werden.
Diese Software wurde so konzipiert, dass sie sich in andere Entwurfsapplikationen integrieren lässt.
So wird sie beispielsweise bereits von mehreren französischen und schweizerischen Universitäten genutzt, als auch von französischen Unternehmen. Mit großen industriellen Firmen wie Renault, Valeo, Legrand und Airbus laufen zur Zeit Gespräche. *«DPT» (Design Processing Technologies) ist ein Spinoff des Elektrotechniklabors in Grenoble, welches Teil des französischen Forschungszentrums CNRS ist. Es wurde mit Hilfe von Kapital der französischen Behörde für die Nutzbarmachung der Forschung (ANVAR) und von verschiedenen Strukturen zur Innovationsunterstützung (die Agentur Isère Développement, der Inkubator GRAIN) gestartet.
Kontakt: DPT E-Mail: info@designprocessing.com
Quelle:
Wissenschaft-Frankreich 28, 03.04.2003
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