Verkehr Logistik

Sichere Gefahrguttransporte durch Europa gewährleisten

Das ild Institut für Logistik- & Dienstleistungsmanagement der FOM Hochschule und die Istanbul Technical University untersuchen, wo Probleme des Gefahrguttransports in der Türkei liegen, und entwickeln Bildungsinhalte, um diese Lücken zu schließen.

Hintergrund des Projektes: Die Türkei ist 2010 dem Europäischen Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße – kurz: ADR – beigetreten. Dahinter verbergen sich besondere Vorschriften für Verpackung, Ladungssicherung und Kennzeichnung von Gefahrgut.

„Das Problem: Die Türkei ist noch weit von den Standards ihrer Nachbarstaaten entfernt“, erläutert Professor Dr. Matthias Klumpp, Direktor des ild. „Viele Fahrer sind unzureichend geschult. Es gibt wenige Kontrollen, aber jede Menge Unsicherheiten über Prüfungs- und Inspektionsprozesse.“

Das Gefahrenpotenzial ist also groß: Allein 2011 wurden auf den türkischen Straßen ca. 20 Millionen Tonnen Gefahrgut befördert, und viele türkische Fahrer bzw. Unternehmen sind auch über die Landesgrenze hinaus unterwegs.

Genau hier setzt DAGERTY an: „Wir untersuchen, welches Know-how Fahrer und Gefahrgutbeauftragte, Verlader, Polizei und Feuerwehr, aber auch Sachbearbeiter und Führungskräfte brauchen, um sichere Gefahrguttransporte durch Europa zu leisten“, so Klumpp. „Die Ergebnisse fließen u.a. in Qualifizierungsprogramme und Unterrichtsmaterialien ein, die sich in bestehende berufliche Bildungskontexte integrieren lassen.“

Weitere Informationen rund um DAGERTY finden Sie auf der Forschungsseite der FOM Hochschule unter http://www.fom.de/forschung/projekte/laufende-projekte/dagerty-dangerous-goods-research-in-germany-and-turkey.html



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