Die Binnenschifffahrt spielt eine zukunftsträchtige Rolle im Kombinierten Verkehr
“Die Binnenschifffahrt wird auch in Zukunft ein unverzichtbarer Verkehrsträger in einem integrierten Verkehrssystem sein,” sagte der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Ralf Nagel beim Neujahrsempfang des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt. Das für das Jahr 2015 prognostizierte Transportaufkommen der Binnenschifffahrt von etwa 300 Millionen Tonnen ließe sich nicht von den beiden Verkehrsträgern Straße und Schiene zusätzlich bewältigen. Bereits heute entspreche die auf Binnenschiffen transportierte Gütermenge etwa 90 Prozent derjenigen auf der Schiene.
Auch im Kombinierten Verkehr (KV) komme der Binnenschifffahrt eine bedeutende Rolle zu, sagte Nagel. Hier habe sich das Aufkommen in vier Jahren auf 10,5 Millionen Tonnen im Jahr 2000 nahezu verdoppelt. Insbesondere der Containerverkehr auf den Binnenwasserstraßen werde auch in Zukunft überproportional steigen. Aufgrund der positiven Entwicklung des Containerverkehrs in den letzten drei Jahren könne davon ausgegangen werden, dass das für den KV für das Jahr 2010 ermittelte Potenzial bereits im Jahr 2005 erreicht werde. Deshalb bestehe ein weiterer Schwerpunkt der Verkehrspolitik darin, die Entwicklung des KV stärker zu unterstützen. Dies werde auch den Binnenhäfen und der Binnenschifffahrt helfen, in diesem zukunftsträchtigen Verkehrsmarkt noch stärker zu expandieren.
Auch die für 2003 geplante streckenbezogene Autobahnbenutzungsgebühr für Lkw werde dazu beitragen, eine Verlagerung von Güterverkehrsanteilen auf die umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiff und Schiene zu bewirken, sagte Nagel. Die Wettbewerbsposition der Binnenschifffahrt werde dadurch ebenso wie die der Bahn gestärkt.




