Ein Forschungsvorhaben der Universität Kassel zeigt, wie durch Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene Abfalltransporte im Straßenverkehr reduziert, verlagert oder gar vermieden werden können. Zwei Jahre lang analysierten die Wissenschaftler Abfalldaten und Verkehrsströme. Dabei ging es vor allem darum, Leerfahrten von Transportfahrzeugen zu vermeiden. Ergebnis: Ein LKW-Wechselcontainer bringt nun Bioabfall aus Kassel zur Kompostieranlage in Göttingen und nimmt auf dem Rückweg Sperrmüll mit zur Verbrennungsanlage in Kassel.
Bisher plante jede Kommune ihre eigenen Fahrten, zwei Fahrzeuge waren unterwegs, jeweils mit einer Leerfahrt. Die Wissenschaftler empfehlen Kommunen, verstärkt Abfälle zu tauschen und Abfalltransporte gemeinsam zu planen. Auch über Kreisgrenzen hinweg wären Einsparungen von Transportkilometern möglich, wenn Gemeinden ihren Müll in einer möglicherweise näher gelegenen Anlage eines Nachbarkreises entsorgen könnten. Die Kassler Wissenschaftler errechneten, dass durch solchen Abfalltausch und gemeinsame Planung jährlich etwa 22 bis 25,5 Millionen Transportkilometer für Hausmüll gespart werden könnten. Das berichtete kürzlich der Umweltinformationsdienst für Kommunen “Rathaus und Umwelt”.




