Im Kampf gegen das tägliche Chaos auf den Straßen setzt Bremen auf ein System zur intelligenten Verkehrssteuerung von Siemens. Die Hansestadt wünscht sich ein regionales Verkehrsmanagement, das den Individual- mit dem öffentlichen Nahverkehr verbindet und so den Verkehrsfluss verbessert.
Kern des Systems ist ein Zentralcomputer, der über eine Vielzahl von Sensoren mit Daten zur aktuellen Verkehrs- und Wetterlage gefüttert wird. Ampelanlagen, Parkleitsysteme und das Baustellenmanagement sind ebenfalls mit dem Rechner vernetzt. Die Mitarbeiter des Amts für Straße und Verkehr können somit die Daten der angeschlossenen Systeme über eine einheitliche Benutzeroberfläche visualisieren und Handlungsanweisungen ableiten, ohne erst mühselig die einzelnen Befehlssprachen erlernen zu müssen.
Mit der effektiven Verkehrssteuerung verspricht sich die Stadt Bremen weniger Staus zu den Stoßzeiten und eine geringere Umweltbelastung. Zunächst sollen die Daten Behörden wie Polizei, Feuerwehr oder den Planungsämtern zur Verfügung gestellt und Umleitungsempfehlungen über den Rundfunk und Internet verbreitet werden.
In Zukunft sollen die Autofahrer die Informationen auch individuell bekommen – entweder durch Einspeisung in das Navigationssystem oder per Mitteilung auf das Handy. Siemens übernimmt neben der Lieferung von Hardware wie den Sensoren oder dem Verkehrsrechner auch die Projektplanung, die Softwareentwicklung und die Montage des Systems, das stufenweise bis Ende 2005 eingeführt wird.




