Die nächste Generation der Prothetik aus gegossener Keramik
Ein Feinkeramikhersteller in Spanien setzte seine Erfahrungen im Bereich von künstlichen Implantaten ein und gewann bei diesem Verfahren neue Erkenntnisse über die besten Gussmethoden.
Die Nutzung der Prothetik hat schon seit Jahrzehnten die Lebensqualität vieler Patienten verbessert. Technologie spielt auch künftig eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung künstlicher Implantate. Inzwischen bietet die Keramik des 21. Jahrhunderts bei Haltbarkeit und auch guten Bearbeitungseigenschaften große Vorteile.
Das Unternehmen Ceramica Industrial Montgatina (CIM) in Spanien ist für sein hochwertiges Porzellangeschirr bekannt und beschäftigt sich seit kurzem auch mit der Prothetik. Die Keramikspezialisten von CIM befassten sich mit dem Druckgussverfahren, das sich gegenüber herkömmlichen Gussverfahren durch hohe Genauigkeit und Reproduzierbarkeit auszeichnet.
Frühere Versuche mit wässrigen Aufschlämmungen scheiterten entweder an technischen oder ökonomischen Hürden, was CIM zu einem neuen Ansatz bewog. CIM experimentierte mit zwei neuen Verfahren: Trockenformung nach Pulvertrocknung und Guss mit Aufschlämmungen. Jedes Verfahren hatte seine Eigenheiten, wodurch CIM Schlüsselfaktoren zum Erfolg definieren konnte. Bei der Trockenformung sind die hohen anfänglichen Feststoffkonzentrationen von Bedeutung; Aufschlämmungen hingegen müssen am besten Polymere mit geringer Porosität beinhalten.
Aufgrund der komplexen Geometrie der künstlichen Implantate untersuchte CIM auch die Möglichkeiten des Schlickergussverfahrens. CIM fand heraus, dass man die Qualität des Endprodukts durch Änderung der bei der Menge verwendeten Dotiermittel beeinflussen kann. CIM möchte diese Erkenntnisse selbst und auch in Zusammenarbeit mit weiteren Unternehmen aus dem Bereich der Prothetik nutzen.


