Ya-Li Li und seine Kollegen von der Cambridge University haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem es zukünftig gelingen könnte, die nur wenige Nanometer dicken Kohlenstoffröhrchen direkt nach ihrer Synthese in nutzbare, garnartige Fasern zu überführen.
Die Materialforscher nutzen zur Herstellung eine heiße ethanolische Dampfphase, aus der sich unter der Wirkung eines Ferrocen-Katalysators bei Temperaturen um 1100 Grad Celsius definiert geformte Kohlenstoff-Nanoröhrchen abscheiden lassen. Die entstehenden diskreten Fasern können in der Folge durch eine in die Syntheseapparatur integrierte Spindel direkt zu einem Garn verdrillt werden.
Die weiteren Forschungsarbeiten konzentrieren sich nun auf die Optimierung des mechanischen Eigenschaftsprofils, um in dieser Hinsicht zukünftig mit konventionellen Kohlefasern konkurrieren zu können.
Science, Online-Publikation (DOI: 10.1126/science.1094982).
University of Cambridge
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