Wie denkt die deutsche Bevölkerung über die Nutzung von Erdwärme? Dieser Frage ist die Universität Leipzig in einer Teilstudie eines von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) geleiteten Forschungsprojekts nachgegangen. Ziel der bundesweiten Befragung war es, den Status quo der öffentlichen Wahrnehmung und Akzeptanz der Oberflächennahen Geothermie zu erfassen – also jener Form der Erdwärmenutzung, bei der bis zu 400 Meter tiefe Sonden das thermische Potenzial des Erdreichs zum Heizen und Kühlen von Gebäuden nutzbar machen….
Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft arbeitet die Technische Universität München (TUM) daran, batterieelektrische Lkw auch im Güterfernverkehr einsetzen zu können. Einen entscheidenden Schritt nach vorne stellt dabei die Technologie des Megawatt-Ladens dar. Die ersten Prototypen wurden am Freitag bei einer Veranstaltung mit Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger am Technologie Campus Plattling der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ladesäule sowie der Lkw ermöglichen es erstmals, binnen der gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeitpause die Lkw-Batterien für 4,5 Stunden Betriebszeit aufzuladen – ohne zusätzliche Wartezeiten. Rund…
Neue Studie von Prof. Dr. Guy Fournier und seinem Team zeigt wegweisende Entwicklungen in der europäischen Mobilität. Selbst die Corona-Pandemie konnte das ambitionierte Projekt nicht stoppen. Was als „AVENUE“ (Autonomous Vehicles to Evolve to a New Urban Experience) begann, hat sich zu einem Meilenstein für die Zukunft der europäischen Mobilität entwickelt. Guy Fournier und sein Team haben gemeinsam mit zahlreichen europäischen Partnern einen umfassenden Bericht vorgelegt, in dem die Ergebnisse des Projekts und der Übergang zum Nachfolgeprojekt „ULTIMO“ (Advancing Sustainable…
»SiPro« reduziert den Energieverbrauch in der Warmmassivumformung. Erst durch Umformschritte wie Freiformschmieden, werkzeuggebundenes Schmieden (Gesenkschmieden) oder Walzen erhalten zahlreiche Metallteile ihre gewünschte Form. Der Weg zum fertigen Bauteil erfordert oft zahlreiche Bearbeitungsschritte und ist mit hohem Energieeinsatz verbunden, gerade beim Warmumformen. Grund genug für die Projektpartner in SiPro, durch die Verbindung von Gießprozess- und Umformsimulation diese Prozesse durchgängig abzubilden, um zusätzliches Energiesparpotenzial zu heben. Ein weiterer Ansatzpunkt von SiPro ist die Fertigungsqualität, denn auch weniger Ausschuss hilft, unnötigen Energieeinsatz zu…
Forschungsprojekt erprobt Power-to-Gas-Technologien im Klärwerk Schönerlinde. In Klärwerken mit selbsterzeugtem Energieüberschuss gibt es alles, was zur Herstellung von Wasserstoff sowie dessen Umwandlung zu Methan notwendig ist: Wasser, erneuerbaren Strom und CO2. Ob und wie sich eine solche Sektorkopplung in der Energiewende effizient in die Praxis umsetzen lässt, wird mit Beteiligung der TU Berlin im Forschungsprojekt E-MetO im Berliner Klärwerk Schönerlinde untersucht. E-MetO („Elektrolyse mit Nutzung von Brauchwasser als Schnittstelle zur biologischen Methanisierung und Ozonierung“) wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und…
Forschende des KIT haben ein Modell entwickelt, das einen gerechten Zuschnitt dezentraler Energiesysteme berücksichtigt. Lokale dezentrale Energiesysteme, sogenannte Microgrids, können urbane Infrastrukturen widerstandsfähiger machen und Risiken für die Bevölkerung verringern, etwa bei großflächigen Stromausfällen infolge von Naturgefahren oder Cyberangriffen. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) stellen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Sustainability Designkriterien für Microgrids vor, die neben technischen Faktoren einen fairen Umgang mit unterschiedlichen sozialen Gruppen berücksichtigen. Die Studie zeigt einen Weg, wie Städte die Transformation…
Eine völlig neue Methode, störende Vibrationen zu dämpfen, patentierte die TU Wien. Für Präzisionsgeräte wie astronomische Hochleistungsteleskope ist das ein wichtiger Schritt. Wenn alles wackelt, ist Präzision meist unmöglich – das weiß man, wenn man mit zittrigen Händen ein Foto aufnehmen, oder bei einer rumpeligen Busfahrt handschriftliche Notizen machen möchte. Bei technischen Präzisionsmessungen sind schon viel geringere Vibrationen ein großes Problem, etwa bei Hochleistungsmikroskopen, oder auch bei präzise ausgerichteten Teleskopspiegeln. Auch kleinste Schwingungen, die für den Menschen gar nicht wahrnehmbar…
Das Projekt SecDER hat ein neuartiges Schutzsystem entwickelt, das virtuelle Kraftwerke mit dezentralen Energieanlagen automatisiert vor Ausfällen schützt. Das System nutzt künstliche Intelligenz, um Cyberangriffe und Störungen zu erkennen. Anders als marktübliche Systeme arbeitet das neue System nur mit Daten der Kommunikation zwischen den Anlagen in virtuellen Kraftwerken. Eine genaue Kenntnis der Energieanlagen und ihrer Messgrößen ist nicht notwendig. Damit ist die Lösung unabhängig von proprietärer Technologie der Anlagen und lässt sich herstellerunabhängig einsetzen. Die im Projekt prototypisch realisierte Lösung…
… revolutioniert Formgebungsverfahren im Spritz- und Druckgießen. Die von Fraunhofer-Forschern neu entwickelte UltraPLAS®-Beschichtung hat sich in der Praxis als bahnbrechende Lösung für die Herausforderungen bei Urformverfahren erwiesen. Diese fortschrittliche Trenn- und Easy-to-clean-Beschichtung wird mittels eines kalten Plasmaverfahrens als Gradientenschicht aufgetragen und eignet sich für Materialien wie Werkzeugstahl, Edelstahl und Aluminium. Durch die besonderen physikalischen Eigenschaften ermöglicht UltraPLAS® eine perfekte Abbildung von nanoskaligen bis hin zu spiegelglänzenden Oberflächen. Aufgrund einer Verringerung der Nachbearbeitungsschritte und durch den Verzicht auf externe Trennmittel, wird…
Plug-and-Play-Mesh aus kommunikativen PV-Modulen geht online. Im Rahmen des vom BMWK geförderten Projektes “Voyager-PV” wurden Demonstratoren von kommunikativen PV-Modulen hergestellt, die nach der Installation am Institut für Solarenergieforschung GmbH erfolgreich ein sogenanntes „Mesh“ zur einfachen und sicheren Datenkommunikation aufgebaut haben. Seit Inbetriebnahme konnten anhand der über Funk übermittelten Messdaten die Leistungselektronik überwacht und Betriebsdaten ausgelesen werden. Diese technologische Lösung wurde von den sechs Projektpartnern aus den Bereichen Elektro-, Fertigungs-, Daten- und PV-Modul-Technik sowie entsprechenden Forschungseinrichtungen gemeinsam erforscht und entwickelt. Vergossener…
Start-up Kinexon ermöglicht präzisere Schiedsrichter-Entscheidungen. Kinexon, eine Ausgründung der Technischen Universität München (TUM), hat die Bälle der Fußball-Europameisterschaft mit hochpräzisen Sensoren ausgestattet. Die Technologie hilft den Schiedsrichtern bei schwierigen Entscheidungen. Kinexon ist spezialisiert auf die Analyse und Steuerung beweglicher Gegenstände – ob im Sport oder in der Produktion. Mit der Technologie werden auch die Abläufe ganzer Fabriken analysiert und automatisiert. Wenn am Sonntag das Finale der Fußball-Europameisterschaft läuft, könnte auch der Schiedsrichter wieder im Mittelpunkt stehen. Überraschend für die meisten…
… soll Häuser zimmerweise kühlen und heizen. Mit der neuen Klimatechnik Elastokalorik wird es möglich, Gebäude nur über Lüftungsschlitze zu kühlen und zu heizen. Sie transportiert Wärme einfach, indem dünne Drähte oder Bleche aus Nickel-Titan belastet und entlastet werden. Dabei kommt sie ohne klimaschädliche Kältemittel aus und ist energieeffizient. Das Weltwirtschaftsforum WEF listete das Verfahren soeben in seinen TOP Ten Technologies 2024. Professor Paul Motzki und sein Team an der Universität des Saarlandes gewannen jetzt mit einem internationalen Konsortium eine…
Ingenieure der Uni Magdeburg entwickeln universelle Automatisierungstechnik für autonome Mikromobile. Mobilitätsexpertinnen und –experten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben gemeinsam mit Forschenden der Hochschule Merseburg im Projekt „AuRa-Hirn 2“ den Prototypen einer neuen Fahrfunktion für autonome Lastenräder entwickelt. Damit lassen sich die Mikromobile bisher über eine Distanz von 20 Metern herbeirufen. „Ziel ist es, diese Ruf-Funktion noch verlässlicher zu machen, damit sie in allen Lebenslagen funktioniert“, so Projektleiter Prof. Andreas Scholz vom Lehrstuhl für Mechatronik der Uni Magdeburg. Innerhalb von „Aura-Hirn 2“…
So wird das jahrtausendealte Schmiedeverfahren fit für die Zukunft. Das Gesenkschmieden ist ein traditionsreiches Fertigungsverfahren zur Herstellung von Metallteilen mit komplexen Formen. Dabei wird ein erwärmtes Metallstück zwischen zwei Werkzeugen, den sogenannten Gesenken, gepresst. Durch den hohen Druck beim Pressen fließt das Metall in die Gravur der Gesenke und nimmt so die gewünschte Form an. Sollen große Metallteile hergestellt werden, sind entsprechend robuste und schwere Gesenke (Schmiedehämmer, Ober- und Untergesenk) erforderlich. Der Gesenkwechsel dauert oft mehrere Stunden und ist fehleranfällig….
Feststoffbatterien können mehr Energie speichern und sind sicherer als Batterien mit flüssigen Elektrolyten. Allerdings halten sie nicht so lange und ihre Kapazität nimmt mit jedem Ladezyklus ab. Doch das muss nicht so bleiben: Forscherinnen und Forscher sind den Ursachen bereits auf der Spur. In der Fachzeitschrift ACS Energy Letters stellt ein Team des HZB und der Justus-Liebig-Universität Gießen eine neue Methode vor, um elektrochemische Reaktionen während des Betriebs einer Feststoffbatterie mit Photoelektronenspektroskopie an BESSY II genau zu verfolgen. Die Ergebnisse…
Die Energiebeschaffung und -planung wird für Industrie, Gewerbe, Immobilienwirtschaft sowie Stadtwerke & Kommunen zunehmend komplexer: Vor dem Hintergrund der Transformation hin zu Photovoltaik-Eigenversorgung, dynamischen Energiepreisen, Dekarbonisierung, Energiespeichern oder E-Mobilität stellt sich die Frage, wo das betriebswirtschaftliche Optimum bei einer Vielzahl an technischen Optionen liegt. Mit dem „WattAdvisor“ lassen sich diese wirtschaftlichen Potentiale zuverlässig und cross-sektoral bestimmen. Der „WattAdvisor“ ist ein umfangreiches Optimierungswerkzeug auf Python-Basis, welches sich insbesondere zur Lösung energiewirtschaftlicher Fragestellungen anbietet. Das Fraunhofer IOSB-AST stellt die Softwarelösung ab sofort…
… unter Federführung der TU Graz. Forschende des Instituts für Fahrzeugsicherheit werden mit nationalen und internationalen Partnern Batterien sicherer, langlebiger und nachhaltiger machen. Die FFG, die Länder Steiermark und Oberösterreich sowie Unternehmen investieren knapp 19 Millionen Euro. Es ist ein großer Erfolg für die TU Graz und ein Beleg für die herausragende Kompetenz ihrer Forschenden im Zukunftsfeld Batterietechnologie: Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG hat den Antrag für das neue COMET-K1-Zentrum „Battery4Life“ bewilligt. Gemeinsam mit internationalen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft wird…