Wie denkt die deutsche Bevölkerung über die Nutzung von Erdwärme? Dieser Frage ist die Universität Leipzig in einer Teilstudie eines von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) geleiteten Forschungsprojekts nachgegangen. Ziel der bundesweiten Befragung war es, den Status quo der öffentlichen Wahrnehmung und Akzeptanz der Oberflächennahen Geothermie zu erfassen – also jener Form der Erdwärmenutzung, bei der bis zu 400 Meter tiefe Sonden das thermische Potenzial des Erdreichs zum Heizen und Kühlen von Gebäuden nutzbar machen….
Eine neue Technologie ermöglicht die Herstellung komplexer metallischer Objekte auf der Nanoskala. Das elektrochemische Druckverfahren hat ein Team um Chemiker von der Universität Oldenburg entwickelt. Der 3D-Druck – auch additive Fertigung genannt – hat sich in den vergangenen Jahren als vielversprechendes neues Herstellungsverfahren für verschiedenste Bauteile etabliert. Dem Chemiker Dr. Dmitry Momotenko von der Universität Oldenburg ist es nun gelungen, mit einer neuen 3D-Drucktechnik extrem kleine Metallobjekte zu erzeugen. Mögliche Anwendungen könnten in der Mikroelektronik, der Sensorik oder der Batterietechnik…
Gebäudedämmung ist in den vergangenen Jahren ein immer wichtigeres Thema geworden. Eine gute Außendämmung reduziert die Heizkosten und dadurch auch den CO2-Ausstoß. Für den Innenausbau gibt es heutzutage bereits nachhaltige Naturdämmstoffe. Nachhaltig bedeutet hier: Das Material sollte umweltschonend und aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden, guten Wärmeschutz und Brandverhalten aufweisen und sich am Ende der Gebrauchszeit gut recyceln lassen. Eine Arbeitsgruppe der Universität Göttingen forscht seit langem an Herstellungsverfahren für Produkte aus Popcorn, die nachhaltig und leistungsfähig sind. Über die kommerzielle…
Projekt NanoQI … Im EU-geförderten Projekt NanoQI (GA Nummer: 862055) arbeiten acht Partner gemeinsam an der Entwicklung einer industrietauglichen, echtzeit- und in-line-fähigen Technologie zur Charakterisierung von Nanomaterialien. NanoQI wird als erstes Konsortium die Röntgendiffraktometrie (XRD) und Röntgenreflektometrie (XRR) optimieren und multimodal mit der neuartigen hyperspektralen Bildgebungstechnologie (HSI) kombinieren, um damit der Industrie Zugang zur Echtzeitbewertung von Geometrie, Struktur und Morphologie von Nanomaterialen sowie zur korrelativen Bildgebung von Homogenität und Defekten zu bieten. Nanomaterialien sind Materialien, die per Definition in mindestens…
Internationales Forschungsteam unter Kieler Leitung entwickelt neues Verfahren zur Erzeugung von kontrollierbaren elektrischen Explosionen. Von diesem Material braucht es theoretisch nur 450 Gramm, um einen Elefanten anzuheben: Diese Fähigkeit verdankt „Aerographen“ seiner einzigartigen Struktur auf Nanoebene. Optisch einem schwarzen Schaumstoff ähnlich besteht es eigentlich aus einem feingliederigen Rohrgeflecht auf der Basis von Graphen mit zahlreichen Hohlräumen. Das macht es extrem stabil, leitfähig und fast so leicht wie Luft. Einen großen Schritt hin zur praktischen Anwendung hat jetzt ein internationales Forschungsteam…
… ermöglicht kleinste Baugrößen und kurze Ladedauern. Die Elektromobilität prägt mittlerweile das Leben vieler Menschen, und E-Bikes und E-Scooter bilden dabei einen wesentlichen Baustein. Die dort eingesetzten Akkus werden zwar kleiner und leichter, die Effizienz des elektrischen Antriebsstrangs nimmt zu und die Reichweite steigt. Die Ladegeräte jedoch können mit dieser Entwicklung bisher nicht mithalten. Forschende des Instituts für Robuste Leistungshalbleitersysteme (ILH) sowie des Instituts für Leistungselektronik und Elektrische Antriebe (ILEA) der Universität Stuttgart haben nun ein Ladegerät für E-Bikes und…
Projektkonsortium aus sechs Ländern entwickelt neuartigen „Air-breathing“-Elektroantrieb für den Einsatz im sehr niedrigen Erdorbit – Gemeinsam mit dem EU-geförderten Projekt GIESEPP MP in Zusammenarbeit mit Switch to Space organisiert das „Horizont 2020“-Projekt AETHER aktuell ein Webinar zu den Perspektiven innovativer elektrischer Antriebssysteme im europäischen Raumfahrtsektor und der Arbeit in internationalen Projekten Hochfliegende Weltraumpläne und diverse privatwirtschaftlich finanzierte Projekte sind derzeit in aller Munde. Im Fokus der Öffentlichkeit stehen hier vor allem ambitionierte Vorhaben wie der Ausbau der Satellitenflotte des Netzwerks…
Im Forschungsprojekt S³, das am 31. Oktober endete, haben Forscher des Fraunhofer IPA gemeinsam mit Projektpartnern neue Sicherheitstechnologien und Erkennungsalgorithmen für Serviceroboter entwickelt. Diese testeten sie erfolgreich auf dem Serviceroboter »Care-O-bot® 4« in einer beispielhaften Anwendung im Pflegeheim. Die Sicherheit einer Anwendung mit Servicerobotern ist unabdingbar und mitunter noch herausfordernd. Im Gegensatz zu Industrierobotern bewegen sich mobile Serviceroboter in dynamischen Umgebungen und oft unter Menschen, die nicht mit ihnen vertraut sind. Im Umfeld der stationären Pflege können sie zudem auf…
Forschende berieten in Braunschweig über neue digitale und technische Wege für den „Gartenbau 4.0“. Obst und Gemüse stehen beim Einkaufen regelmäßig auf dem Zettel, ähnlich wie auch Schnittblumen und andere Zierpflanzen. Frisch sollen die Waren sein, möglichst umweltverträglich produziert und im Idealfall nur kurze Wege bis zum Verkauf hinter sich haben – hohe Ansprüche, die die Verbraucherinnen und Verbraucher an die Produkte stellen. Schon heute ist dies ohne digitale und technische Hilfsmittel kaum möglich. Vom 9. bis 11. November 2021…
Förderung durch Else Kröner-Fresenius-Stiftung. Corona-Infektionen schnell, zuverlässig und berührungsfrei erkennen: Sybelle Goedicke-Fritz aus dem Team von Professor Michael Zemlin an der Universität des Saarlandes forscht an einer Methode, die Corona allein am Geruch erkennt. Das Verfahren könnte künftig zum Beispiel als Eingangstest an viel besuchten Orten dazu beitragen, dass Infektionen früh erkannt und die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden kann. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert diese Forschung als eine von vier „Ideen gegen Tröpfchen“ im Rahmen eines Förderwettbewerbs für präventive Forschung…
Asphaltintegriertes Messsystem könnte Staus vermeiden. Gemeinsam mit der Hochschule Hannover, der Hochschule Magdeburg-Stendal und dem Fraunhofer IFAM haben Forschende am Fraunhofer WKI mit der grundlegenden Forschung für ein Messsystem begonnen, mit dem sich der Straßenzustand zu jedem Zeitpunkt über größere Strecken messen lässt, ohne die Straße zu beschädigen. Das BMVI hat das Projekt ermöglicht und gefördert. Sanierungsmaßnahmen könnten so besser und frühzeitiger geplant werden – idealerweise für einen Zeitraum außerhalb der Ferienzeiten. Bisher werden Bohrkernprüfungen eingesetzt. Sie schädigen die zu…
Nichtbrennbares Holz für den Innenausbau… Forschende am Fraunhofer WKI haben mit der Patrick Leleu Furnier GmbH eine nichtbrennbare Leichtbauplatte aus nachwachsenden Rohstoffen charakterisiert und entwickelt. Das Material erfüllt die Schiffsnormen für den Brandschutz im Innenausbau von Schiffen. Die Leichtbauplatte ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch leichter zu bearbeiten als die herkömmlichen anorganischen Materialien. Sie kann beispielsweise als Kabinenwand verbaut werden. Das Interesse an der Verwendung von Holz und Holzwerkstoffen als nachhaltige und gut verfügbare Alternative für den Innenausbau in Fahrzeugen…
Universität Bayreuth leitet neues BMBF-Projekt zu Festkörperbatterien. Im Cluster-Netzwerk „Forschungsfabrik Batterie“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist die Universität Bayreuth jetzt auch am Kompetenzcluster „Festkörperbatterien – FestBatt“ beteiligt. Ein neues, von Bayreuth aus koordiniertes Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, die Energiedichte von wiederaufladbaren Festkörperbatterien deutlich zu erhöhen und die Produktion dieser Batterien nachhaltiger zu gestalten. Forschungspartner sind die Universität des Saarlandes und das Karlsruher Institut für Technologie. Wiederaufladbare Batterien mit einem Festelektrolyten versprechen im Vergleich zu Zellen mit flüssigen…
Zuckerrüben haben es schwer, sich gegen Unkräuter auf dem Feld durchzusetzen. Daher haben sich verschiedene Partner in einem Verbundprojekt zusammengetan, um ein Verfahren zu entwickeln, in dem Unkräuter mit Hacke und Laser bekämpft werden. Um Zuckerrübenpflanzen gute Wachstumschancen zu bieten, müssen Landwirte Unkräuter in unmittelbarer Nähe der Nutzpflanzen entfernen, denn diese konkurrieren um Wasser, Nährstoffe und Sonnenlicht. Unabhängig davon, ob konventionell oder ökologisch gewirtschaftet wird, besteht Bedarf zur Weiterentwicklung von landtechnischen Lösungen, die ein wirksames und kosteneffizientes Unkrautmanagement im Zuckerrübenanbau…
Batterieforschungsprojekt »SPARTACUS« hat erste Meilensteine gemeistert. Rund ein Jahr läuft nun das Forschungsprojekt SPARTACUS im Rahmen der EU-Forschungsinitiative BATTERY 2030+. Das Projekt hat die ersten Meilensteine und Projektziele erfolgreich gemeistert. Auf dem Weg zur sensorgestützten Optimierung von Ladezeiten, Reichweite und Lebensdauer für Lithium-Ionen-Batterien wurde in den vergangenen 12 Monaten eine Reihe von Teilaspekten vom SPARTACUS-Projektteam bearbeitet. Jetzt können die einzelnen Komponenten zu einem Komplettsystem zusammengefügt werden. SPARTACUS – die Abkürzung steht für »Spatially resolved acoustic, mechanical and ultrasonic sensing for…
Forschungsprojekt DEGREE an der Universität Stuttgart sucht nach optimalem Mix aus freier und aktiver Kühlung. Kühlsysteme sind nach den Rechnersystemen selbst der zweitgrößte Stromverbraucher in Rechenzentren. In dem neuen Projekt DEGREE, das vom Institut für Gebäudeenergetik, Thermotechnik und Energiespeicherung (IGTE) der Universität Stuttgart und dem Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) initiiert wurde, werden Forscher einen neuen Ansatz für den Betrieb von Kühlsystemen in Rechenzentren testen, der den Energiebedarf, die CO2-Emissionen und die Betriebskosten senken könnte. „Rechenzentren sind für etwa drei Prozent des…
Studierende der Frankfurt UAS entwerfen nachhaltige, energieautonome Raumwunderhäuser. Qualitativ hochwertiger und dennoch bezahlbarer Wohnraum steht im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Diskussion. Insbesondere in Ballungsgebieten wie dem Rhein-Main-Gebiet herrscht akuter Mangel an preiswertem Wohnraum. Gleichzeitig erobern neue Technologien und smarte Anwendungen unseren persönlichen Lebensbereich und verändern die Art zu Wohnen. Studierende des Fachbereichs Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) haben deshalb nach Lösungen gesucht, nachhaltige, energieautonome Raumwunderhäuser zu konzipieren. Ihre Ideen und Entwürfe haben sie in einem…