Edelstahl wird häufig für leistungsfähige Konstruktionen im Bauwesen verwendet. Das liegt hauptsächlich an seinen mechanischen Eigenschaften und der hohen Korrosionsbeständigkeit. Seine hohen Kosten stellen aber eine Einschränkung dar, die es zu überwinden gilt.
Stahl wird zunehmend bei anspruchsvollen Bauausführungen genutzt, bei denen Konstruktionen aus Stahlbeton mit rostfreien Erzeugnissen verbunden werden müssen. Die aktuelle Umweltsituation erfordert höchst innovative Materialien mit guter gesundheitlicher Verträglichkeit und hoher Belastbarkeit. Diese Materialien dürfen jedoch auch keine hohen Kosten verursachen.
Zu diesem Zweck zielte das HIPER-Projekt darauf ab, kostengünstigen und belastbaren rostfreien Rippenstahl zu entwickeln. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Ausarbeitung eines geeigneten Produktionsverfahrens, das die Form der Rippenmuster optimiert, um so den spröden Beton mit dem dehnbaren Edelstahl zu verbinden.
Dabei musste die beste Rippenform gefunden werden, um die technischen Normen zu Bindungsstärke und Kaltformungsprozess zu erfüllen. Die Entwicklung einer geeigneten Rippenform ist wichtig zur Vermeidung von kleinen Rissen oder Unebenheiten der Oberfläche, die die Zugfestigkeit des Betons beeinträchtigen können.
Durch die Bewertung der mechanischen Eigenschaften aller ausgewählten Materialien für die kaltgewalzte Bewehrung wurde eine verlässliche Datenmenge gewonnen. Diese Bewertung umfasste einen Vergleich mit dem klassischen Bewehrungsstahl (FeB44K), der im gesamten Bausektor ein bekanntes Produkt ist.
Die Bewertung der mechanischen Klassen und Belastungsmodelle kann für die Gestaltung und den Bau mit diesen Materialien als Referenzbasis oder Richtlinie dienen.




