So verhielt es sich auch im Fall des schweizerischen Pressenbauers Beutler Nova. Denn für die Doppelständer-Konstruktion seines Einpleuel-Stanzautomaten AZ 630 verwendet er vier vorgespannte, vertikal eingebaute Linearführungen.
Diese spielfreien Lineareinheiten gilt es in der Endmontage mit dem Pressenkörper zu „verheiraten“. Ein zentraler Aspekt ist dabei das exakte Einpassen der Distanzen der Führungsschienen in den Körper der Presse – es ist in letzter Konsequenz mitverantwortlich für ein hochwertiges Stanzergebnis.
Dieser Prozessschritt in der Montage erfolgte bis vor kurzem noch mit Hilfe massiver Stahlplatten, die über Schleifarbeiten an- bzw. eingepasst wurden. Mit einer Bearbeitungsdauer von durchschnittlich zwei Tagen war das dem Pressenbauer aber zu aufwendig, weshalb er nach Alternativen suchte. Auf einer Messe entdeckte er sie in Gestalt der Zwischenlagen von Georg Martin.
Heute setzt der Pressenhersteller für das Einpassen der Linearführungen nur noch mehrlagige, stählerne Zwischenlagen vom Typ M-Tech L ein. Dabei handelt es sich um eine hoch belastbare, Zwischenlage mit einer Gesamtdicke von 2.0 mm, die die Monteure durch abschälbare Lagen von 0.05 mm auf das erforderliche Maß bringen.
Das Abschälen erfolgt manuell per Messer und geschieht direkt an der Maschine. Die Einpassarbeit ist jetzt viel schneller erledigt, weil nach dem Vermessen nur noch die einzelnen Lagen des Schichtblechs abgezogen werden müssen und die Zwischenlage sofort eingebaut werden kann. Georg Martin liefert die Zwischenlage als einbaufertiges Stanzteil mit Bohrungen.
Diese Zwischenlagen gibt es aus Stahl, Edelstahl, Aluminium und Messing in verschiedenen Produktlinien. ms



