Maschinenbau

Transfermoulding für Großteile

Das Transfermoulding ermöglicht die Herstellung von Formteilen aus Elastomeren. Im Gegensatz zum konventionellen Pressen wird die Formmasse mit einem Kolben von einer meist beheizten Vorkammer über Verteilerkanäle in das Formnest eingespritzt, wo sie unter Wärme und Druck aushärtet.

Das überraschend große Interesse an dem Verfahren stellte Pressen-Spezialist Wickert Maschinenbau auf der diesjährigen International Rubber Conference in Nürnberg fest. Dort wurde die Transferpresse präsentiert, die zu einer Baureihe mit Schließkräften bis 60 000 kN gehört. Bei allen Pressen dieser Reihe wird die energiesparende Arbeitsweise bei geringem Druckverlust hervorgehoben.

Gummi-Metall-Verbundteilen mittels Transfermoulding herstellen

Grund sei die Konzeption der Transfertöpfe. Die Einspritzung erfolgt über zahlreiche kurze Angusskanäle. Für die hohe Formteilqualität seien der reproduzierbare Einspritzdruck und eine äußerst homogene Wärmeverteilung (6-Zonen-Temperaturregelung der Heizplatten) verantwortlich. So weicht die Temperaturverteilung maximal um ±1 °C im Werkzeug ab. Die Herstellung von Gummi-Metall-Verbundteilen in Größen, die konventionelle Spritzgießmaschinen nicht mehr bewältigen können, ist mittels Transfermoulding möglich.



Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar