Dr.-Ing. Markus von Schwerin von der BMW AG zeigte in seinem Referat auf, wie eine funktionierende methodische Werkzeuggestaltung aussehen kann. In seinem Beitrag beschrieb von Schwerin die Entwicklung einer Methodik zur durchgängigen Simulation des Ziehprozesses. Dabei spielen die spezifische Bauteilgeometrie, die Fertigungsanlage und das zu Bauteil und Presse gehörende Fertigungsmittel zusammen. Durch ein geeignetes Messkonzept konnte die erarbeitete Methodik simulativ abgesichert werden.
Bei Großwerkzeugen gibt es noch Optimierungsspielraum
Wie man Werkzeuge einfacher und leichter gestalten kann, darüber informierte Dipl.-Ing. Christoph W. Eckard von der CES Eckard GmbH. Weniger Materialeinsatz bei gleichbleibender Qualität und hohen Standzeiten sind Forderungen, die den Werkzeugbau immer mehr herausfordern. „Obwohl es seit vielen Jahren bewährte Optimierungsverfahren gibt, werden diese bei Großwerkzeugen bisher nur zögerlich angewendet“, sagt Eckard. Er selbst hat sich in den letzten Jahren forciert mit der Optimierung von Großwerkzeugen befasst. „Dabei“, so bemerkt er, „spielt nicht die Software die Hauptrolle, sondern die methodisch richtige Vorgehensweise.“
Ziel ist es deshalb, die Optimierung von Großwerkzeugen künftig zu einem Standard zu entwickeln. Jetzt, wo die Energiediskussion auch die Produktion erreicht hat, ist es wichtiger denn je, über Gewichtseinsparungen nachzudenken.



