Maschinenbau

Mehrachs-Fräsbearbeitung: Superelastische Formgedächtnislegierungen steigern die Prozessstabilität

Bearbeitung dünnwandiger Integral-Bauteile mit einer NiTi-Spannhülse
Fraunhofer IPT

Aufgrund der komplexen Geometrien und schweren Zugänglichkeit integraler Bauteile sind für die Fräsbearbeitung lang auskragende Werkzeuge erforderlich.

Bei der Bearbeitung der komplexen, hochgenauen Komponenten entstehen dadurch häufig Vibrationen, die zu mangelhaften Bauteiloberflächen, kurzen Werkzeuglebensdauern, niedrigen Abtragsraten oder einer hohen Ausschussrate führen.

Ziel des »NiTiProstab«-Projekts ist es nun, durch den werkzeugseitigen Einsatz superelastischer Nickel-Titan-Formgedächtnislegierungen die dynamische Prozessstabilität bei der Schlichtfräsbearbeitung zu steigern, um die Fertigung robuster und wirtschaftlicher zu gestalten.

Das Werkzeugsystem soll dabei sowohl in seiner Steifigkeit als auch in der Dämpfung gezielt optimiert werden. Innere Werkstoffdämpfungseigenschaften superelastischer Nickel-Titan-Formgedächtnislegierungen versprechen hierbei ein bisher nicht erschlossenes Potenzial.

Eine erhöhte Prozessstabilität bei der Schlichtfräsbearbeitung von labilen Bauteil-Werkzeug-Kombinationen kann durch hochdämpfende NiTi-Werkstoffe innerhalb der Spannhülse des Werkzeugsystems ermöglicht werden.

So sollen verbesserte Bauteiloberflächen, erhöhte Werkzeugstand- sowie kürzere Bearbeitungszeiten realisierbar sein.

Neben der systematischen superelastischer Nickel-Titan-Formgedächtnislegierungen – und Spannhülsen-Entwicklungen, sind das praktische und theoretische Prozessverständnis sowie die Entwicklung einer Software für die Analyse der Fräswerkzeug-Nachgiebigkeit Ziele des Projekts.

Das KMU-Innovativ-Projekt wird mit einer Gesamtsumme von rund 600 000 Euro von Mai 2016 bis April 2018 gefördert.

Partner im Projekt

Fraunhofer IPT, Aachen
Rineck GmbH, Harsewinkel
Ingpuls GmbH, Bochum
SAB Technology GmbH, Rattenkirchen

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