In der Zelle werden 242 viereckige Kühlröhrchen aus dem Material Inconel 600 ohne Zusatzwerkstoff miteinander verschweißt, die zuvor auf einem kupferbeschichteten Aluminiumkern gebündelt wurden, heißt es weiter. Vor dem Schweißen werden diese Röhrchen mit Bandagedraht zusammengehalten, der während des Schweißvorgangs schrittweise abgewickelt wird. Die Maße der Kühlröhrchen betragen 4 mm × 4 mm, und sie haben eine Wandstärke von 0,32 mm.
14 600 präzise WIG-Schweißungen pro Düse
Die Schweißnahtlänge pro Düse beträgt 730 m, und es werden insgesamt 14 600 Schweißungen vorgenommen. Weil dabei sehr präzise gearbeitet werden muss, wird zur Nahtsuche, Nahtverfolgung sowie Höhenversatz- und Spalterkennung ein Visionsystem eingesetzt, das den Schweißvorgang entsprechend anpasst, so Kuka. Dabei würden die Schweißparameter automatisch zu den vorlaufend gemessenen Spaltmaßen ausgewählt.
Die WIG-Schweißanlage verfügt den Angaben zufolge außerdem über ein Kalibriersystem, mit dem das Sensorsystem und der Schweißbrenner zueinander ausgerichtet werden. Des Weiteren werde damit die eventuelle TCP-Abweichung ermittelt und durch den Roboter automatisch korrigiert.
WIG steht für Wolfram-Inertgas-Schweißen und ist eine besondere Form des Schutzgasschweißens, was laut Unternehmensmitteilung zu den Kernkompetenzen von Kuka Systems zählt. Astrium ist wichtigster Produktionspartner für die Herstellung aller Stufen der Ariane 5, der Steuerungseinheit (Vehicle Equipment Bay), der Steuerungssoftware und zahlreicher Unterbaugruppen.



