Maschinenbau

Elastische Polyurethanhaut gegen Faltenbildung bei Robotern

Um der steigenden Nachfrage nach Servicerobotern Rechnung zu tragen, hat die Bayer Materialscience AG, Leverkusen, die globale Arbeitsgruppe „Robotics“ gegründet. Ziel ist es, diese Anwendung für funktionalisierte, hochwertige Polymerwerkstoffe zu erschließen.

Werkstoffe speziell für Roboter

So kooperiert der Werkstoffspezialist bereits in mehreren Projekten mit Schlüsselpartnern der Roboterbranche. Ein Beispiel dafür ist die aktuelle Version des Service-Roboters Care-O-bot, der Ende vergangenen Jahres im Rahmen der 21. Branchentagung „Schaumkunststoffe und Polyurethane“ in Würzburg mit einem Innovationspreis ausgezeichnet wurde.

Ausschlaggebend dafür war die Hülle des Roboters. Sie besteht im Bereich der beweglichen Teile aus einer elastischen Haut, die bei Bewegungen des Roboters möglichst wenig Falten wirft. Bayer Materialscience hat diese Haut auf Basis von Polyurethanen (PUR) entwickelt.

Hohes Anwendungspotenzial für funktionelle Kunststoffe

Diese PUR-Haut ist das Ergebnis einer gemeinsamen Entwicklung der Bayer-Materialscience-Geschäftsbereiche Polyurethanes und Coatings, Adhesives, Specialties sowie der Einheit New Business. Diese Einheit ist beim Werkstoff-Spezialisten für die Identifikation von Anwendungspotenzialen und Geschäftsmöglichkeiten verantwortlich. So wird bei Service-Robotern eine steigende Nachfrage für Haushalt, Kranken- und Altenpflege erwartet.

Als Grund hat man zwei Trends ausgemacht: den Wandel unserer Lebensweise sowie die Überalterung der Gesellschaft, die mit einem zunehmenden Mangel an Pflegekräften einhergehe. Das hat sich bereits in einer steigenden Anzahl dieser maschinellen „Gefährten“ niedergeschlagen.

Waren 2004 weltweit etwa 2 Mio. Service-Roboter in Privathaushalten tätig, kamen bis 2008 weitere 7 Mio. dazu. Diese Anzahl jedenfalls erwartete die Internationale Föderation für Robotertechnik bis Ende vergangenen Jahres.



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