Diese LFT-Reihe umfasst Polypropylen- und Polyamidtypen mit Glasfaseranteilen von 20 bis 65 Gew.-% sowie Konzentrate zum Abmischen mit unverstärktem Polypropylen. Die Pelletlängen liegen bei 10 bis 12 mm für das Spritzgießen und bei 25 mm für das Pressen.
Diese LFT-Kunststoffe, die Ultrapolymers in Deutschland, Österreich und der Schweiz exklusiv vertreibt, zeichnen sich den Angaben zufolge durch gute Zug- und Biegefestigkeit sowie eine – je nach Fasergehalt – hohe bis sehr hohe Steifigkeit auch bei hohen Temperaturen aus. Die Schlagzähigkeit übertreffe die von Kurzfaser-Thermoplasten, heißt – es speziell bei tiefen Temperaturen. Als weitere Vorteile wird die Eigenschaftskombination aus Kriech- und Ermüdungsverhalten mit geringer thermischer Ausdehnung hervorgehoben. Außerdem seien bei Verzug, Schwindung und Kriechneigung geringe Werte zu erwarten.
Zu den Hauptanwendungen dieser Werkstoffe gehören Kfz-Teile wie Frontends und Unterbodenverkleidungen, Strukturbauteile und Teile im Motorraum. Zudem sieht man Abnehmer von LFT-Bauteilen im Maschinenbau, in der Bauindustrie, bei Sport- und Freizeitprodukten sowie bei elektrischen Gerätne.
Der LFT-Hersteller Fact hat das Geschäft mit der LFT-Reihe Pryltex im vergangenen Jahr von Arkema übernommen. Die Fertigung wurde inzwischen nach Kaiserslautern verlagert. Dort liegt nun die Jahreskapazität bei 20 000 t für die Herstellung langfaserverstärkter Thermoplaste.
Für Ultrapolymers sind diese LFT-Kunststoffe eine Ergänzung des Portfolios bei technischen Kunststoffen, die vor der Vertriebsübernahme thermoplastische Elastomere, Polyamid 6, Polyamid 66 und ABS sowie die Polyamidtypen der Reihe Vydyne von Solutia umfassten.



