„Manipulationen fangen immer dann an, wenn die Bediener nicht mit dem Sicherheitskonzept zurechtkommen, weil es zu kompliziert ist“, erläuterte Neudörfer weiter. Hier seien die Konstrukteure gefordert, den Bedienern entgegen zu kommen und die Maschinen von vorneherein so zu konstruieren, dass Manipulationen nicht nötig sind.
Seiner Ansicht nach muss dieser Aspekt auch in die Risikobeurteilung einfließen, die der Gesetzgeber jedem Maschinenbauer auferlegt. „Eine Maschine muss heute unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Risikobeurteilung gebaut werden“, so Neudörfer weiter: „Wir müssen die Konstruktion vereinfachen, damit die Anwender nicht manipulieren. Sonst sind Sie auf Tuchfühlung mit dem Staatsanwalt und wissen nichts davon.“
Peter Goebbels, Product Marketing Manager Safety beim Omron, will dazu passende Produkte für eine einfachere Maschinensicherheit anbieten, die dazu noch den Anforderungen der jeweiligen Branche entsprechen. Als Trends macht er folgende Entwicklungen für sein Unternehmen aus:
-Sensoren werden intelligenter, bleiben aber einfach in der Konfiguration
-neue Materialien erweitern den Einsatzbereich von Sicherheitsschaltern
-programmierbare sichere Controller machen Steuerungen flexibel und diagnosefreundlich und
-Antriebe mit integrierter Sicherheitsfunktion reduzieren den Anteil externer Komponenten und erhöhen die Zuverlässigkeit.
Als Beispiel für einfache Maschinensicherheit präsentierte Manfred Linner, European Product Manager Safety bei Omron, die „All-in-One“ Sicherheitslichtgitter MS2800 und MS4800. Der Fokus liege bei diesen neuen Sicherheitslichtgittern auf Einfachheit in Auswahl, Bestellung, Anpassung und Einstellung von Installationen. Anders als konventionelle Lichtgitter biete die MS2800- und MS4800-Reihe eine einfache Handhabung und eine schnelle Konfiguration auf die Prozessumgebung.



