Bei den Micro-Lens-Array-CCDs kennt man bei stark divergentem Strahleinfall das Problem der zusätzlichen Vignettierung. Dies führt speziell im Weitwinkelbereich zu extremen Problemen der Bildgewinnung durch zusätzliche Randabschattungen und schlechte Bildqualität, die in zueinander orthogonalen Richtungen unterschiedlich sind. Unter 5 Grad Strahlwinkel sind diese Effekte vernachlässigbar. Diese Effekte wird in den Low-Shading-Systemen aufgrund geeigneter Strahlführung im Bildbereich vermieden.
Die Bildqualität wurde durch den Einsatz hochwertiger, anormaler Gläser hinsichtlich Lichtabfall, Verzeichnung und MTF auf die Spitze getrieben, heißt es. Die Systeme sind weitgehend 9- bis 12-Linser. Der Kontrast liegt für 40 lp/mm jenseits der 80%-Marke und bleibt über das gesamte Feld weitgehend konstant. In der Fertigung wird zudem ein hoher Aufwand zur Vermeidung der asymmetrischen optischen Abbildungsfehler betrieben.
Die Low-Shading-Systeme sind speziell für den Nahbereich um 1000 bis 250 mm und einem erweiterten Spektralbereich gerechnet worden. Alle Objektive besitzen eine variable Blende und einen variablen Fokus.
IB/E Optics Ing.-Büro Klaus Eckerl auf der Automatica 2008: Halle B2, Stand 405B



