Maschinenbau

Freeze Cycle Processing verbessert Werkstoffeigenschaften

Beim Freeze Cycle Processing arbeitet man über einen langen Zeitraum, computergesteuert und absolut trocken bei Temperaturen in der Nähe von 77 Kelvin. Durch diese Behandlung im Tiefsttemperaturbereich wird dem Material genug Zeit gegeben, um Gitterfehler in den Mikrokristallen „auszuheilen“, eine geordnetere Kristallstruktur aufzubauen und dabei eine Umwandlung der Mikrostruktur in ein gleichförmiges, feinkörnigeres Gefüge zu erzielen.

Das Resultat sind längere Standzeiten, geringerer Wartungsaufwand, reduzierte Stillstandszeiten und eine bessere Produktionsleistung, heißt es. Besonders bei der Bearbeitung von „problematischen“ Materialien wie hochfeste Stähle, Nirosta und Luftfahrt-Al-Legierungen kann man gesteigerte Einsatzzeiten beobachten.

Freeze Cycle Processing ist bei Zerspanungswerkzeugen besonders effektiv

FCP wird zwar am häufigsten zur Verbesserung von Werkzeugstählen benutzt, ist aber ein „universelles“ Verfahren, da Mechanismen wie das Ausheilen von Gitterbaufehlern bei fast allen technischen Materialien wirken. Daher liegt der größte Teil der Anwendungen bei allen Werkzeugen die schneiden, bohren, räumen oder in anderer Form zerspanen.

Auch Vollhartmetallwerkzeuge können in ähnlicher Weise verbessert werden. Die typischen Einsatzzeiten der Werkzeuge können den Angaben zufolge um das Zwei- bis Dreifache gesteigert werden. Gleiches gilt für die höherlegierten Stähle für Schmiedegesenke und Spritzgussformen.

Die Horst Klein GmbH auf der Nortec 2008: Halle A1, Stand A1.522



Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar