Die digitale Eingangsklemme EL1252 erfasst schnelle binäre Steuersignale mit einer Auflösung von einer Nanosekunde. Mit dieser Technologie lassen sich Signalverläufe zeitlich exakt nachvollziehen und systemweit mit den EtherCAT-Distributed-Clocks in Beziehung setzen. Hiermit kann etwa die Speicherung der aktuellen Position (Latchen) an beliebigen Stellen im System erfolgen. Ein entsprechender Touchprobe-Baustein nach dem PLCopen-Standard steht in der Bibliothek zur Verfügung. Bisher konnte hochgenau nur direkt am Antrieb mit oft nur sehr wenigen Eingängen gelatcht werden. Dies kann nun mit der XFC-Bibliothek und den entsprechenden zeitstempelbasierten EtherCAT-Klemmen dezentral an einer beliebigen Stelle erfolgen. Das spart Verkabelungsaufwand und ermöglicht nahezu beliebig viele Latch-Eingänge.
Auf der anderen Seite kann man Achspositionen sehr einfach in wieder hochgenaue Zeiten umrechnen. Damit können hochgenaue Nockenschaltwerke realisiert werden. Die zeitstempelbasierten Digital-Ausgänge der EtherCAT-Klemmen EL2252 oder EL2262 können auch an beliebigen Stellen im Feldbus angeordnet werden. Für Nockenschaltwerke ist ebenfalls ein TwinCAT-PLC-Baustein nach PLCopen-Standard realisiert. Voraussetzung für die maximal erreichbare Genauigkeit ist die automatische Totzeitkompensation der Achsen, die ab TwinCAT 2.11 für EtherCat- und Sercos-Antriebe zur Verfügung steht. Nur mit Totzeitkompensation kann ein exakter Zusammenhang zwischen Zeit und Position hergestellt werden.



