Die bis zu neun Meter langen Strahler sind in acht Metern Höhe abgehängt und beheizen die 14.000 m² große Hallenfläche, die in neun separat geregelte Heizzonen aufgeteilt ist. Somit werden nur die Aufenthaltsbereiche der Mitarbeiter und nicht die ganze Halle temperiert; ein unwirtschaftliches Wärmepolster unter dem Hallendach, Zugluft und Staubaufwirbelung entfallen. Werden die Tore geöffnet, bleibt die Heizwirkung erhalten und die Wärme entweicht nicht mehr – wie früher – auf einen Schlag.
Auftragnehmer für die Heizungssanierung bei KSB war das TGA-Unternehmen Ludwig Hammer aus Kleinostheim. Bauleiter Martin Gleixner, verantwortlich für die Umrüstung, betont: “Binnen drei Wochen waren sämtliche Arbeiten ausgeführt, ohne dass der Kunde seine Produktion unterbrechen musste”. Übrigens: Beim Streit um die richtige Hallenheizung stehen sich die Anhänger von Warmluft- und Strahlungssystemen oft unversöhnlich gegenüber.
Verbissen argumentieren die Parteien mit einseitigen Argumenten; wichtige Beurteilungskriterien wie Bausubstanz und Nutzerverhalten bleiben dabei auf der Strecke: Betagte Hallen mit schlechter Dämmung werden effektiver mit Strahlungssystemen beheizt. Die Umluftheizung dagegen hat ihre Vorteile bei gegenteiligen Verhältnissen – wenn ein hoher Luftwechsel gefordert wird. Im weiten Bereich der Überschneidungen ist sowohl das eine und das andere System anwendbar; sonst gäbe es ja keinen Streit.



