Kann man mit einer künstlichen Nase sogar CoVID-19-Erkrankungen „riechen“? Unter dem Motto „Intelligente Nasen“ ist noch bis 18. September 2020 ein an der TU Dresden organisierter internationaler Workshop dem künstlichen Riechen auf der Spur. Dabei wird auch die Frage diskutiert, inwieweit es mit technischen Mitteln möglich ist, in der ausgeatmeten Luft einer Person festzustellen, ob Hinweise auf eine CoVID-19-Erkrankung vorliegen könnten. Stimuliert von Impulsvorträgen und Präsentationen von international führenden Forscherinnen und Forschern diskutieren die mehr als 25 Teilnehmer, die aus…
Wenn die Sonne aufgeht, beginnt ein komplexer Tanz in Perowskit-Solarzellen – einem Typ von Solarzellen, der in Zukunft bestehende Silizium-Solarzellen ergänzen oder ersetzen könnte: Elektronen werden durch Licht mit Energie versorgt und bewegen sich. Wo sich Elektronen bewegen, hinterlassen sie Löcher. Gleichzeitig bewegen sich Ionen im Perowskit-Material. Das Verständnis dieses komplexen Tanzes kann dazu beitragen, den Wirkungsgrad von Solarzellen zu erhöhen. Gert-Jan Wetzelaer, Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz, und sein Team haben mit einer Kombination aus Experiment…
Starke, kurzfristige Änderungen der Windgeschwindigkeit besser vorhersagen – das wollen Forscher des Zentrums für Windenergieforschung an der Universität Oldenburg gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Dazu vermessen sie Windfelder mit Laser, noch bevor der Wind den Windpark erreicht. Oldenburg. Starke Änderungen der Windgeschwindigkeit in Zeiträumen von weniger als einer halben Stunde – das sind so genannte Windrampen. Treten sie unvorhergesehen auf, dann stellen sie Stromhändler und Netzbetreiber vor Probleme: Erzeugen Anlagen in Offshore-Windparks kurzfristig deutlich mehr oder weniger Strom…
Mit dem Projekt „OptPV4.0“ arbeitet Silicon Austria Labs (SAL) gemeinsam mit sechs Projektpartnern an einer Lösung für die Energiewende und will somit zur Bewältigung des Klimawandels beitragen. Der Fokus des Forschungsprojekts liegt auf der Früherkennung von Fehlern und schleichender Degradation bei Photovoltaikanlagen. Im Rahmen des Projekts entwickelte SAL ein Sensorik-Upgrade-Kit, welches nun bei der neuen Photovoltaik-Pilotanlage von VERBUND beim Draukraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf eingebaut wurde. Die Photovoltaik hat sich längst von einer Nischenbranche zu einem der wichtigsten erneuerbaren Energieträger entwickelt. Um den…
Forschende des Max-Planck-Instituts, der Universität Stuttgart und IMS CHIPS entwickeln Ultraschallprojektor auf Basis eines Mikrochips Wissenschaftler der Forschungsgruppe Mikro, Nano und Molekulare Systeme am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und des Instituts für Physikalische Chemie der Universität Stuttgart haben einen digitalen Chip entwickelt, der Filmsequenzen mit Ultraschall herstellen kann. Darüber berichten die Forschenden in einem Beitrag im renommierten Magazin “Nature Communications”. Der Ultraschallprojektor basiert auf einem speziellen Mikrochip, der am Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS) entwickelt und gefertigt wurde. Der…
Schaltkreise auf flexiblen Unterlagen Eine neue Revolution in der Herstellung von elektronischen Schaltkreisen bahnt sich an: Empa-Forscher arbeiten an Elektronik, die aus dem Drucker kommt. Das ermöglicht, die Schaltkreise auf allen möglichen Unterlagen herzustellen, etwa Papier oder Kunststofffolien – doch es gibt noch einige Hürden zu überwinden Wie wäre es, Elektronik einfach auf eine beliebige Unterlage drucken zu können? Das ist heute keine Utopie mehr: «Printed Electronics», also gedruckte Elektronik, ist eine aufstrebende Technologie, die es ermöglicht, Schaltkreise auf verschiedenen…
Die Stunde des Ultrakurzpulslasers schlägt immer dann, wenn hochempfindliches Material schnell und schonend zu bearbeiten ist. Einen zukunftsrelevanten Anwendungsfall hat das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT untersucht: Die Aachener entwickelten eine Methode, um das Anodenmaterial von Lithium-Ionen-Akkus mit ultrakurz gepulster Laserstrahlung schnell, zuverlässig und beschädigungsfrei abzutragen. Dieser Abtragprozess legt die elektrischen Kontaktstellen, die sogenannten Tabs, frei. Verschiedene Elektroden flexibel fertigen Nicht nur in der Elektromobilität, sondern auch bei der Unterhaltungselektronik, etwa bei Tablets und Smartphones, spielen Lithium-Ionen-Akkus eine sehr wichtige Rolle….
Neue Anlagen ebnen den Weg zu einer industrienahen Produktion Perowskite gelten als aussichtsreiche Materialien für Solarzellen, die zugleich kostengünstig herstellbar und sehr effizient sind. Sie eignen sich vor allem für Tandem-Solarzellen, die Zellen aus Silizium und Perowskit miteinander kombinieren. Dadurch wird das Sonnenlicht besonders umfassend zur Gewinnung von elektrischer Energie genutzt. Bislang lassen sich die Vorteile solcher Zellen nur in kleinem Maßstab im Labor nutzen. Mit zwei neuen hochinnovativen Fertigungsanlagen schaffen Forscher am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB)…
EXIST-Gründerstipendium für FH-Kiel-Absolventen Über ein Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie freut sich FH-Kiel-Absolvent Lasse Hochfeldt. Gemeinsam mit zwei weiteren Kieler Hochschulabsolvent*innen kann er sich nun ganz auf die Unternehmensgründung von FLINsail konzentrieren. Das Startup mit Sitz auf einem Werftgelände in Kiel entwickelt ein solarbasiertes Energiesystem für Segelyachten. Anfang 2019 rüstete Lasse Hochfeldt den benzinbetriebenen Außenborder seiner Segelyacht auf Elektrobetrieb um. Damit verbesserte der Masterabsolvent der Elektrischen Technologien und leidenschaftliche Segler zwar seine Umweltbilanz, stand aber vor einem ganz…
Wie lassen sich Strukturen erzeugen, die kleiner als ein Mikrometer sind? Und wie kann man sogar noch kleinere Strukturen unter 100 Nanometer ohne großen Aufwand herstellen? Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT haben für solche Fragen mehrere Technologien entwickelt. Damit können sie periodische Mikrostrukturen simulieren, herstellen und vermessen. Sie nutzen dafür phasenschiebende Transmissionsmasken, die Nanostrukturen bis hinunter zu 28 Nanometern effizient generieren können. Seit über 50 Jahren verdoppelt sich die Dichte der Transistoren auf den integrierten Schaltkreisen etwa alle zwei…
Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben in Zusammenarbeit mit der isoloc Schwingungstechnik GmbH eine Sensormatte für Steharbeitsplätze entwickelt. Sie erfasst die Fußposition eines Mitarbeiters und erkennt Gewichtsverlagerungen. Damit könnte sie helfen Haltungsschäden vorzubeugen. Sensormatten kommen in Fabrikhallen bisher vor allem dort zum Einsatz, wo Mensch und Roboter eng zusammenarbeiten. Sie sind dort im Einzugsbereich von Robotern ausgelegt und dienen der Arbeitssicherheit: Sobald ihre Sensoren einen Mitarbeiter registrieren, schalten sie den Roboter ab und verhindern so folgenschwere Arbeitsunfälle….
aerosense erhält EXIST-Forschungstransfer Der aerosense Radarsensor, entwickelt von Absolventen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), ist in der Lage, durch Verbrennung entstehende Feinstaubemissionen nicht nur in Sekundenschnelle zu messen, sondern gleichzeitig auch auszuwerten. Die Kieler Technologie ist weltweit einzigartig und auf dem Markt eine Neuheit. Der Industrie können damit Daten in Echtzeit geliefert werden, um Produktions- und Verbrennungsprozesse zu optimieren. Um die Technologie weiterzuentwickeln und zu vermarkten, werden die angehenden Unternehmensgründer seit dem 1. September durch das EXIST-Forschungstransfer Programm des Bundeswirtschaftsministeriums…
Batterien kostengünstiger herstellen Mit dem Ausbau der Elektromobilität steigt die Nachfrage nach geeigneten Batterien. Hochwertige Elektroden für Lithium-Ionen-Batterien schneller und energieeffizienter zu trocknen und damit kostengünstiger herzustellen – darauf zielt das am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierte neue Projekt EPIC. Ein innovatives Trocknungsmanagement in der Elektrodenherstellung senkt die Kosten der Batterieproduktion, verbessert die Umweltbilanz und stärkt den Standort Deutschland. Das Bundesforschungsministerium fördert EPIC mit drei Millionen Euro. In Batteriezellen auf der Basis von Lithium-Ionen, beispielsweise für zukünftige Elektroautos, sind…
Universität Oldenburg testet optische Messverfahren in neuem BMBF-Projekt Ein globales Netzwerk autonomer Tauchbojen bekommt Verstärkung: Im Projekt DArgo2025, das Anfang August gestartet ist, bestücken Oldenburger Meeresforscher um Prof. Dr. Oliver Zielinski vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) sechs „Mini-U-Boote“, so genannte Argo-Floats, mit verschiedenen optischen Sensoren, um diese zu testen. Die Pilotstudie unter der Leitung des Bundesamts für Schifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg dauert noch bis Ende 2021, das Bundesforschungsministerium fördert den Anteil der Universität Oldenburg…
Projektabschluss HelioControl Unter solarthermischen Kraftwerken werden Solarturmsystemen die größten Potenziale hinsichtlich Effizienz und Kostenreduktion zugesprochen. Insbesondere bei den Spiegeln (Heliostaten), die zwischen 30 und 40 Prozent der Investitionen ausmachen, können Kosten eingespart werden. Ein Ansatz dafür ist die häufige Kalibrierung oder Regelung der Heliostaten-Zielpunkte. Im Projekt »HelioControl« entwickelte das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE ein Kalibrier- und Regelungssystem auf Basis digitaler Bildverarbeitung für Heliostatenfelder. Mit dieser Methode können die Zielpunkte vieler Heliostaten erstmals während des laufenden Betriebs zeit- und kosteneffizient…
Treibstoff und raffinerte Materialkreisläufe dank Biotemplating Blaualgen gehören zu den ältesten Lebewesen dieser Erde und haben die Nutzung von Sonnenlicht über Milliarden Jahre perfektioniert. Materialforschende der Empa haben die genügsamen Einzeller nun mittels Halbleiter-Beschichtung zu Mini-Kraftwerken ausgerüstet, die Biokraftstoffe liefern und im Sonnenlicht photokatalytisch aktiv werden. Und obendrein fügen sich die Reaktionen zu einem raffinierten Rohstoffkreislauf zusammen. Sie tummelten sich bereits vor über 2 Milliarden Jahren in der «Ursuppe» unseres Planeten und helfen seither, die Atmosphäre mit Sauerstoff anzureichern. Heutzutage…