Aufgrund der Erhöhung der Rohstoffpreise war 2011 die Energierechnung besonders hoch: 61,4 Milliarden Euro, das heißt eine Steigerung um rund 30% im Vergleich zum Vorjahr und 3,1% des BIP. Es hätte jedoch noch schlimmer kommen können, wäre 2011 nicht ein so sehr heißes Jahr gewesen: So aber konnten 6,6 Millionen Tonnen Rohöleinheiten (Mill. t RÖE) für Heizungen eingespart werden.
Der gesamte Primärenergieverbrauch stieg um 0,8% auf 266 Mill. t RÖE. Der Primärenergieverbrauch ist bei den erneuerbaren Wärmeenergien und der Energie aus verwerteten Abfällen um 3,6% gestiegen und stellt somit die deutlichste Erhöhung dar. Mit 17,1 Mill. t RÖE macht sie trotzdem nur 6,4% am gesamten Primärenergieverbrauch aus. Der Ölverbrauch stieg um 2% und der Kohleverbrauch fiel um 14% (weniger als 4% am gesamten Primärenergieverbrauch). Der Anteil an Primärenergie am gesamten Primärenergieverbrauch stieg an und betrug 44%.
Beim Endenergieverbrauch (EEV) konnte eine Erhöhung um 0,4% beobachtet werden, unter anderem durch einen gestiegenen Bedarf im Transportwesen, im tertiären Sektor und in Haushalten. Im Gegensatz dazu sank der Verbrauch in der Landwirtschaft um -1,1% und in der Industrie um -3,4%. Der Anteil an erneuerbaren Energien am EEV wird durch eine EU-Richtlinie bestimmt und soll im Jahr 2020 23% betragen. Frankreich konnte sein Ziel für 2011 nicht erreichen, obwohl der Anteil an erneuerbaren Energien von 0,3% auf 13,1% gestiegen ist. Während bei Biokraftstoffen das Ziel knapp erreicht wurde, erfuhr die Energieproduktion aus Windkraft, Wasserkraft und Erdwärme einen Rückgang.
Die Energieintensität (Verhältnis von Endenergiebedarf und Bruttowertschöpfung; eine Wirtschaft mit hoher Energieintensität hat einen hohen Energiebedarf) sank um 1,6%, konnte jedoch noch nicht das im Gesetz vom 13. Juli 2005 festgelegte Ziel von -2% pro Jahr bis 2015 (danach von -2,5% pro Jahr bis 2030) erreichen. Der Pro-Kopf-EEV sank um 0,5%.
Die bei der Energieverbrennung entstehenden CO2-Emissionen gingen 2011 um 1,1% zurück; im Vergleich zum Jahr 2007 waren es sogar 8,4%.
Quelle: Pressemitteilung des französischen Ministeriums für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie – 31.07.2012 –
http://www.developpement-durable.gouv.fr/IMG/pdf/Ref_-_Bilan_energetique_France.pdf
Redakteurin: Hélène Benveniste, helene.benveniste@diplomatie.gouv.fr




