Ob Bierbrauer oder Mineralwasserlieferanten, sie nutzen gern tiefe Gewässer und werben auch mit ihrer besonderen Wasserqualität – und das zurecht. Denn die von ihnen ausgebeuteten Gewässer sind weitgehend frei von Industrie- oder sonstigen Schadstoffen. Aber was bedeutet es auf Dauer, wenn immer mehr Unternehmen auf tiefe Gewässer zugreifen? Welche Auswirkungen hat dies auf die künftige Wasserqualität, den Untergrund und dessen Nutzungen? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich die Tagung “Bewirtschaftung tiefer Grundwässer” an der Ruhr-Universität Bochum. Auf Einladung des Hydrogeologen Prof. Dr. Stefan Wohnlich diskutieren Wissenschaftler und Verantwortliche aus Landschaftsverbänden auch die Konsequenzen für unser Gewässer vor Ort, etwa im Münsterland oder dem Rheinischem Revier.
Sauberste Süßwasserreserve
Tiefes Grundwasser ist die größte und zugleich sauberste Süßwasserreserve der Welt. Es liegt meist so tief, dass es heute meist noch frei ist von menschlich verursachten Schadstoffen. Daher kommt seinem Schutz eine besondere Bedeutung zu. Es wird aber immer mehr genutzt, und bislang ist das Wissen insbesondere über die hydrogeologischen Folgen dieser Nutzung noch sehr gering. Woher kommt z. B. das Methan im Münsterland? Wie entwickelt sich das Tiefengrundwasser am Niederrhein? Welchen Schutz braucht das Grundwasser in den Halterner Sanden?
TERMIN
Um Sie über den aktuellen Stand der Diskussion zu informieren, lade ich Sie herzlich ein zu einer
PRESSEKONFERENZ
am Mittwoch, 12. September 2007 um 13 Uhr
im Dekanatssitzungsraum der Medizinischen Fakultät MA 1/160
Ihre Gesprächspartner
Als Gesprächspartner erwarten Sie
Prof. Dr. Stefan Wohnlich (RUB, Hydrogeologie)
Dr. W. Leuchs (Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW)
Dipl.-Geol. A. Herzberg (RWW Wasserversorgung)
Dr. Thomas Oswald (RWE-Power, Braunkohlenbergbau)
