In Deutschland greift die Produktpiraterie immer weiter um sich: Hatte bisher vor allem die Konsumgüterindustrie mit Raubkopien zu kämpfen, müssen nun auch Maschinenbauer erleben, wie ihre Produkte gefälscht und anschließend billiger verkauft werden. Laut dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) beschlagnahmte der deutsche Zoll im Jahr 2006 illegal kopierte Waren im Wert von 1,2 Milliarden Euro, das sind fünf Mal so viel wie im Jahr 2005. Nach Schätzungen des deutschen Bundesfinanzministeriums kostet die Produktpiraterie deutsche Unternehmen jährlich 25 Milliarden Euro und gefährdet ungefähr 70.000 Arbeitsplätze.
Nachdem Unternehmen lange lediglich reagiert haben, indem sie Plagiate aufspürten und beschlagnahmen ließen, gehen sie nun vermehrt dazu über, sich präventiv gegen Produktpiraterie zu schützen. Welche Möglichkeiten und Techniken Unternehmen dafür zur Verfügung stehen, zeigen 15 Experten auf dem „Plagiatschutz-Forum“, das IIR Deutschland vom 25. bis 26. Juni 2007 im Holiday Inn in Stuttgart veranstaltet.
Ein aktuelles Bild der Lage zeichnet Dr. Andreas Blume von Degussa. Die Spielarten des Missbrauchs gewerblicher Schutzrechte wird er dabei ebenso beleuchten wie das Problem durch Fake-Broker, lokale Netzwerke und organisierte Kriminalität.
Über Möglichkeiten, seine Produkte und Marken zu schützen, sprechen Dr. Hans Joachim Fuchs, Geschäftsführender Gesellschafter von Chinabrand Consulting, und Prof. Dr.-Ing. Sorin Alexander Huss von der Technischen Universität Darmstadt. Prof. Huss zeigt dabei vor allem, wie Unternehmen ihre IT als Schutzschild nutzen können.
Unternehmen verschiedener Branchen berichten zudem, welche Lösungen sie zum Schutz gegen Produktpiraterie einsetzen, darunter Homag Holzbearbeitungssysteme, Bayer-Schering Pharma und Coty Prestige Lancaster.
Ein ganztägiger Workshop zum Thema „Anti-Counterfeiting in China – Strategien, Instrumente, Best Practices“ rundet die Veranstaltung ab.
Die Veranstaltung richtet sich an Verantwortliche aus Produktion, Konstruktion, IT, Recht, Marketing, Forschung & Entwicklung und Produktentwicklung.
Für weitere Informationen zur Veranstaltung (Kontakt für Leser):
Michael Dürschlag,
Projektleiter
IIR Deutschland GmbH
Tel.: 06196/585-1298
E-Mail: michael.duerschlag@iir.de
Die Teilnahme für Journalisten ist kostenlos.
