Übergewicht – Adipositas ist auch für andere Krankheiten der "Risikofaktor Nr. 1"
Alarmierende Zahlen: Adipositas nimmt bei Frauen und Männern extrem zu
Ein wichtiger Schwerpunkt der 21. Jahrestagung der Deutschen Adipositas Gesellschaft vom 6. bis 8. Oktober 2005 in Berlin ist die Bekämpfung des zunehmenden Übergewichtes in immer größer werdenden Teilen der Bevölkerung in Deutschland. Mittlerweile hat sich diese Krankheit zum “Risikofaktor Nr. 1” entwickelt, aus dem zahlreiche weitere Erkrankungen resultieren können. Insbesondere in Deutschland ist eine überproportionale Gewichtszunahme zu verzeichnen.
Extrem gefährdet sind Menschen mit geringer Schulbildung, einem niedrigen beruflichen Status und geringem Einkommen. In einer Studie wurde festgestellt, daß von 1985 bis 2002 die Quote einer moderaten Adipositas bei Männern von 16,2 auf 22,5 % und bei Frauen von 16,2 auf 23,5 % sowie die starke Adipositas bei Männern von 1,5 auf 5,2 % und bei Frauen von 4,5 auf 7,5 % in diesem Zeitraum anstieg. Diese alarmierenden Zahlen bestätigt auch der diesjährige Kongresspräsident Prof. Dr. med. Jürgen Scholze, Direktor der Medizinischen Poliklinik am Universitätsklinikum Charité und will den Kampf gegen diese mitterweile Volkskrankheit weiterführen, der sich besonders den Krankheitsfolgen und deren Behandlung widmet.
Als Zielsetzung will die Jahrestagung der Deutschen Adipositas Gesellschaft die Zusammenarbeit unterschiedlicher medizinischer Fachgesellschaften intensivieren. Der fachliche Austausch und die enge Kooperation zwischen den medizinischen Fachgesellschaften für Arterioskleroseforschung, Fettstoffwechselstörungen, Hypertonie, Kardiologie und Diabetologie sowie mit den Verbänden der Diätassistenten und Oecotrophologen soll das Übergewicht als Krankheitsbild diagnostizieren und besser therapieren helfen.
