8. Alpenkonferenz tagt in Garmisch-Partenkirchen
Unter Vorsitz von Bundesumweltminister Juergen Trittin kommen am 16. November 2004 im Garmisch-Partenkirchen die Umweltminister der neun Vertragsparteien der Alpenkonvention zur 8. Alpenkonferenz zusammen.
Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Umsetzung der Protokolle zur Alpenkonvention auf der Grundlage des Zehn-Punkte-Programms, das Deutschland als Vorsitzland fuer die vergangenen zwei Jahre entwickelt hat. Gegenstand der Beratungen werden vor allem die Themen Verkehr, oekologischer Tourismus, Schutz vor Naturgefahren, grenzueberschreitende Schutzgebiete sowie ein mehrjaehriges Arbeitsprogramm sein, dass die nachhaltige Entwicklung im Alpenraum sicherstellen soll. Darueber hinaus werden die Minister den Generalsekretaer fuer das Staendige Sekretariat der Alpenkonvention mit Sitz in Innsbruck (Oesterreich) und Aussenstelle in Bozen (Italien) ernennen. Deutschland beendet mit der Konferenz seinen Vorsitz, der alle zwei Jahre an einen anderen Vertragsstaat uebergeht und fuer den Zeitraum 2005 bis 2006 von Oesterreich uebernommen wird.
Die Alpenkonvention ist das weltweit erste voelkerrechtliche Uebereinkommen zum Schutz einer Bergregion. Das 1991 unterzeichnete Rahmenuebereinkommen trat 1995 in Kraft. Zu den Vertragsparteien gehoeren alle acht Alpenstaaten Deutschland, Oesterreich, Liechtenstein, die Schweiz, Frankreich, Monaco, Italien und Slowenien sowie die EU. Mit der Ratifizierung aller neun Protokolle der Alpenkonvention durch Deutschland, Oesterreich, Liechtenstein und Slowenien sind diese in Kraft getreten.
Zum Abschluss der Alpenkonferenz ist eine Pressekonferenz mit Bundesumweltminister Juergen Trittin und seinen Amtskollegen vorgesehen. Sie findet statt am Dienstag, 16. November 2004, 13.00 Uhr, im Kongresshaus, Olympia-Saal, Richard-Strauss-Platz 1, 82467 Garmisch-Partenkirchen. Fuer die Teilnahme an der Pressekonferenz ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Telefonische Akkreditierung unter 01888 / 305-2015 oder -2018.
